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Beschließt die Fed einen halben Zinsschritt?

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Beschließt die Fed einen halben Zinsschritt?
  2. Spekulationen über Zinssenkung der BoJ treiben USD/JPY
  3. DAX & Co. – Notenbanken werfen ihre Schatten voraus

 

›› Beschließt die Fed einen halben Zinsschritt?
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefnach der relativ unspektakulären Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am vergangenen Donnerstag folgt heute die Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Und am Donnerstag gibt die Bank of Japan (BoJ) ihre eventuellen neuen Maßnahmen bekannt.

Keine Zinserhöhung der Fed erwartet

Nach ihrem „Überraschungscoup“ vom März hat die EZB die Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert gelassen. Auch die Fed-Sitzung könnte ereignislos verlaufen. Die Marktteilnehmer sind mit überwältigender Mehrheit von 97,7 Prozent der Meinung, dass die Zinsen unverändert bleiben. Selbst für den Juni-Termin liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung nach Berechnung der Terminbörse CME (Fed Fund Futures) bei weniger als 21 Prozent.

Trotzt die Fed den ordentlichen Konjunkturdaten und starken Aktienmärkten?

Doch damit würde die Fed den zuletzt recht ordentlichen Konjunkturdaten und den starken Aktienmärkten zum Trotz die Füße stillhalten und sich eine Diskrepanz zu einigen ihrer Mitglieder zeigen. Noch Anfang April zeigte sich der US-Notenbanker Eric Rosengren überrascht, dass die Finanzmärkte bislang lediglich von einer oder zwei Zinsanhebungen im laufenden Jahr ausgehen. Aus seiner Sicht könne sich diese Einschätzung als zu pessimistisch herausstellen, womit er recht deutlich auf eine baldige Zinserhöhung hinwies (siehe Geldanlage-Brief vom 10. und 17.04.2016).

Beschließt die Fed nur einen halben Zinsschritt?

Aktuell strebt die Fed einen Leitzins von 0,25 bis 0,50 Prozent an. Dieser wurde am 16. Dezember 2015 von 0,00 bis 0,25 Prozent angehoben. Zuvor wurden die Zinsen am 16. Dezember 2008 von 1,00 Prozent auf die Spanne von 0,00 bis 0,25 Prozent abgesenkt.

Gewöhnlich werden Leitzinsen nicht als Spanne, sondern als einzelner Wert angegeben. Ich stelle mir daher die Frage, wann die Fed zu ihrem Ursprung zurückkehrt. Dazu wäre quasi ein halber Zinsschritt nötig. Die Fed könnte den Märkten zum Beispiel als nächsten Zinsschritt mitteilen, dass sie zukünftig statt der Spanne von 0,25 bis 0,50 Prozent einen Leitzins von 0,50 Prozent anstrebt.

Das gewichtete erwartete Zinsniveau, das sich aus den Fed Fund Futures errechnen lässt, liegt im Juni mit 0,553 Prozent oberhalb der aktuellen Zinsspanne. Dies würde zu der Rückkehr zu einem Einzelwert von zum Beispiel 0,50 Prozent passen.

Und ich stelle mir auch die Frage, warum sich die Märkte mit dieser Thematik noch nicht beschäftigt haben.

 



›› Spekulationen über Zinssenkung der BoJ treiben USD/JPY
von Sven Weisenhaus

Aufgrund des kräftig erstarkten Yen gab es in jüngster Zeit Spekulationen, dass die Bank of Japan (BoJ) eine weitere geldpolitische Lockerung beschließen könnte. Am vergangenen Freitag wurden diese Spekulationen durch einen Bloomberg-Bericht genährt, wonach die BoJ nun auch negative Kreditzinsen einführen könnte. (Zuletzt hatte sie bereits – wie die EZB – den Einlagenzins in den negativen Bereich gedrückt.)

Kräftige Gegenbewegung im USD/JPY

Der Bericht führte am Freitag zu einer kräftigen Erholung im USD/JPY-Wechselkurs. Mit einer großen Tageskerze stieg der Kurs in die ehemalige Konsolidierungsformation zurück (Pfeil im Chart).

USD/JPY - Chartanalyse

Der Chef der japanischen Notenbank hatte bereits angesichts der Yen-Stärke betont, seine Institution werde nicht zögern, weiter zu intervenieren, sollte der Yen weiter aufwerten. Der Yen war zuvor aus der Konsolidierung nach unten ausgebrochen und hatte zum US-Dollar nach sieben Handelstagen mit Verlusten in Folge ein 18-Monatestief markiert. (Hinweis: Da hier der Dollar in Yen dargestellt ist, bedeuten fallende Kurse eine Yen-Stärke.)

Geldpolitik vs. charttechnische SKS-Formation

Bereits am 16. März hatten wir hier im „Geldanlage-Brief“ berichtet, dass die Aufwertung des Yen auf den japanischen Exporten lastet und die Bank of Japan nicht tatenlos zusehen wird. Doch zu diesem Zeitpunkt war der USD/JPY aus einer Seitwärtsrange herausgefallen und hatte damit eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS, blaue Buchstaben im Chart) komplettiert, aus der sich ein Kursziel von mindestens 105 Yen ableiten ließ.

SKS-Kursziel wird unwahrscheinlicher

Durch die jetzige Erholung ist das Erreichen des Kursziels von 105,2 Yen unwahrscheinlicher geworden. Insbesondere wenn die BoJ morgen tatsächlich noch einmal an der Zinsschraube dreht und vielleicht auch negative Kreditzinsen einführt, dürfte sich die Erholungsbewegung fortsetzen. Dann passt die Charttechnik auch wieder zur fundamentalen Situation. Denn die Geldpolitik sprach längst dafür, dass sich der USD/JPY-Wechselkurs wieder stabilisiert und dann erneut ansteigt (siehe Analyse vom 16. März).

Short-Positionen weniger aussichtsreich

Es kann daher nun Sinn machen, eventuelle Short-Positionen glattzustellen und Gewinne mitzunehmen. Erst nach der Zinsentscheidung könnte es wieder Sinn machen, abhängig vom Ergebnis, neue Positionen einzugehen. Ein Bruch der roten Abwärtslinie könnte zum Beispiel einen Long-Einstieg nach sich ziehen. Dagegen macht ein neuer Short-Trade nun erst wieder bei einem neuen Trendtief Sinn.

Tradingchancen im USD/JPY-Wechselkurs

Für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung könnte folgendes Produkt interessant sein:
USD/JPY WAVE XXL Call, WKN: DX4QJM, aktueller Hebel: 6, Briefkurs: 14,97 Euro
Für wieder fallende Kurse könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
USD/JPY WAVE XXL Put, WKN: XM4F1S, aktueller Hebel: 4, Briefkurs: 20,8 Euro


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›› DAX & Co. – Notenbanken werfen ihre Schatten voraus
von Sven Weisenhaus

Was die Aktienmärkte angeht, so werfen die Sitzungen der Fed und der Bank of Japan BoJ ihre Schatten voraus. Wie üblich im Vorfeld solcher wichtigen geldpolitischen Entscheidungen halten sich die Anleger in Sachen Aktien zurück. Der DAX ist seit seiner jüngsten dynamischen Bewegung vom Beginn der vergangenen Woche in eine Seitwärtsbewegung bzw. Konsolidierung übergegangen:

DAX - Chartanalyse

Dieses Kursverhalten vor einer Notenbanksitzung ist absolut typisch. Und so sieht die Entwicklung auch in den US-Indizes ähnlich aus. Wir haben schon diverse Male darüber berichtet, dass sich die Anleger vor wichtigen Notenbanksitzungen nicht mehr weit aus dem Fenster lehnen. Vor neuen Engagements sollte man eine Kursberuhigung und Neuorientierung der Anleger abwarten.

Tradingchancen im DAX

Für eine anhaltende Gegenbewegung im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein:
DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DX6X1U, aktueller Hebel: 5, Briefkurs: 20,49 Euro
Für wieder fallende Kurse im DAX könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM3B20, aktueller Hebel: 6 , Briefkurs: 16,27 Euro


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Ich wünsche auch Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 


 

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