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Die Ruhe vor dem Sturm? - Stimmung trübt sich überraschend ein

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Die Ruhe vor dem Sturm?
  2. Stimmung der deutschen Manager trübt sich überraschend ein
  3. Fundamentale Aktienanalyse – Börsenseminar für Fortgeschrittene

 

›› Die Ruhe vor dem Sturm?
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefam vergangenen Sonntag hatten wir einen Blick auf das langfristige Kursmuster im DAX geworfen und dabei eine mögliche SKS-Formation identifiziert (siehe „Eine Warnung: Die mögliche große SKS im DAX“). Aber auch den kurzfristigen Bereich sollten Sie nicht aus den Augen verlieren. Denn hier zeichnet sich eine dynamische Kursbewegung ab.

Extrem niedrige Volatilität

Seit Tagen bewegt sich an vielen Börsen kaum noch etwas. Wie ruhig es zuletzt zum Beispiel an den US-Aktienmärkten war, lässt sich an der Intensität der Kursschwankungen sehen. So sank im S&P 500 die 30-Tage-Volatilität, also die durchschnittliche Schwankungsbreite der Kurse innerhalb der vergangenen 30 Tage, jüngst sogar auf ein Rekordtief.

Hat die Herbstkorrektur bereits begonnen?

Das ist kein gutes Zeichen. Denn in der Vergangenheit folgten auf solche Phasen oft besonders stürmische Zeiten. Und meist ging es dabei mit den Kursen heftig abwärts. So auch vor ziemlich genau einem Jahr. Auch damals waren die Kurse im Sommer noch einmal dynamisch angestiegen und dann in eine Konsolidierung übergegangen. Anschließend stürzten die Notierungen urplötzlich dramatisch ab (mittlerer Pfeil im folgenden Chart). Stand der DAX am 6. August 2015 noch bei rund 11.600 Punkten, so endete die damalige Herbstkorrektur am 29. September 2015 bei 9.325 Zählern und damit erst nach Verlusten in Höhe von rund 20 Prozent.

DAX - Korrekturen im Herbst

Auf die Gefahr einer möglichen Herbstschwäche weisen wir schon seit einiger Zeit hin. Denn auch in 2014 wurden die Märkte von einer ausgedehnten Herbstkorrektur heimgesucht (linker Pfeil im Chart). Von Anfang Juli bis Mitte Oktober verlor der DAX in jenem Jahr fast 17 Prozent. Erleben wir also auch im laufenden Jahr, vielleicht sogar schon seit dem Hoch vom 15. August, eine Herbstkorrektur?

Der Fehlausbruch ist vorerst abgewendet

Zu Beginn dieser Woche sah es noch stark danach aus, als würde der DAX unter das April-Hoch fallen und damit in seine mehrmonatige Konsolidierung zurückkehren (blaues Rechteck im folgenden Chart). Denn das Ausbruchsniveau bei ca. 10.470 Punkten wurde verdächtig oft von oben getestet – an vier von sechs Handelstagen (siehe grüne Pfeile im Chart).

DAX - Chartanalyse

Erfolgreiche Tests eines Ausbruchsniveaus laufen eigentlich so ab, dass die Kurse nur kurz an die markante Marke zurücklaufen und dann wieder dynamisch steigen. Damit würden die Kurse echte Stärke zeigen. Doch im DAX ist dies aktuell nicht der Fall. Daher musste man bislang mit einem Fehlausbruch rechnen. Und damit hätten wohl stärkere Kursverluste auf dem Programm gestanden.

Neue Chance für die Bullen

Doch gestern ist der DAX mit einer Aufwärtslücke in den Handel gestartet. Er scheint sich damit von den vorangegangenen Kerzen lösen zu können (siehe rechte Kerze im Chart). Wenn es dem Index nun gelingt, die Seitwärtsrange der vorangegangenen neun Handelstage (ca. 10.440 bis 10.660 Punkte, gelbes Rechteck) zu überwinden, dann könnte der Test des Ausbruchsniveaus nachhaltig erfolgreich verlaufen sein. Es läge dann ein sehr starkes Indiz für weiter steigende Kurse vor.

Wenn der DAX dagegen doch noch unter das April-Hoch zurückfällt, müsste man wieder verstärkt die Herbstkorrektur fürchten.


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›› Stimmung der deutschen Manager trübt sich überraschend ein
von Sven Weisenhaus

Die Stimmung der deutschen Manager hat sich im August überraschend weiter eingetrübt. Das entsprechende Barometer für das Geschäftsklima fiel sogar recht deutlich, von 108,3 Zählern im Vormonat auf nun 106,2 Punkte, wie das Münchner ifo-Institut bereits am vergangenen Donnerstag zu seiner Umfrage unter 7000 Führungskräften mitteilte.

ifo - Geschäftsklimaindex

Deutsche Wirtschaft und DAX im Sommerloch

Der Index erreichte damit den tiefsten Stand seit Februar 2016. Und man muss schon bis zur Staatsschuldenkrise im Frühjahr 2012 zurückblicken, um einen Rückgang des ifo-Index von über zwei Punkten zu finden. Die befragten Unternehmen schätzen sowohl ihre derzeitige Lage als auch ihre Aussichten für die kommenden sechs Monate schlechter ein als im Juli (siehe Grafik). Fällt also der DAX zusammen mit der deutschen Konjunktur doch noch in ein Sommerloch?

Hinweise auf ein nachlassendes Wirtschaftswachstum mehren sich

Erstmal ist nur die Stimmung im Sommerloch. Allerdings gab das Geschäftsklima in nahezu allen Branchen nach. Und vor allem der Auftragseingang war rückläufig. Das deutet auf eine zukünftig auch nachlassende Produktion hin. Zudem war dies schon der zweite Rückgang des ifo-Index. Ein weiterer Rückgang im September und damit der dritte in Folge wäre bei diesem Frühindikator ein gewichtiger Hinweis auf ein langsameres Wachstum im zweiten Halbjahr.

Und da der naheliegende Grund für die eingetrübte Erwartungen das Brexit-Votum ist und die Zurückhaltung der Unternehmen wegen der damit verbundenen Unsicherheit anhalten dürfte, sieht es für die deutsche Wirtschaft im zweiten Halbjahr oder zumindest im dritten Quartal wirklich nicht gut aus. Die Summe der vorliegenden Daten deutet sehr klar auf ein geringeres Wirtschaftswachstum hin (siehe auch Geldanlage-Brief vom vergangenen Mittwoch:“ Deutsche Wirtschaft im Abwärtstrend?“).

Halten Sie also die oben genannten Marken im DAX sehr genau im Auge. Denn vielleicht wirken sich die eingetrübten Wachstumsaussichten doch noch in fallenden Kursen aus.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Fundamentale Aktienanalyse – Börsenseminar für Fortgeschrittene
von Geldanlage-Brief

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Was sind die Gründe, Aktien eines bestimmten Unternehmens zu kaufen? Professionelle Investoren interessieren sich zum Beispiel für das Geschäftsfeld und die Kennzahlen eines Unternehmens, um eine Bewertung vornehmen zu können.

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