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US-Indizes auf Allzeithoch – trotz ambitionierter Bewertung und Risiken in China

Inhalt dieser Ausgabe

  1. US-Indizes auf Allzeithoch – trotz ambitionierter Bewertung
  2. China: Wachstum nach Vorschrift birgt Risiken
  3. Ölpreise – neue Hinweise auf anhaltende Seitwärtsbewegung
  4. Ölpreisanstieg wirkt sich auf Inflation aus

 

›› US-Indizes auf Allzeithoch – trotz ambitionierter Bewertung
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefblickt man auf die US-Indizes, dann stehen die Börsenampeln aktuell vollständig auf grün. Denn die Indizes S&P 500 und Dow Jones sind dynamisch auf neue Allzeithochs gestiegen. Auch hierzulande haben sich Aktienindizes wie der DAX und der Euro STOXX 50 ordentlich erholt und damit große Teile ihrer Brexit-Verluste wieder aufgeholt. Insgesamt kann man daher sagen, dass die Aktienmärkte das Referendum der Briten vollständig verdaut haben und man dieses Thema charttechnisch abhaken kann.

Brexit-Auswirkungen unbekannt

Derweil streiten Ökonomen noch über die Auswirkungen einer verkleinerten EU auf die Wirtschaft. Mehr als ein um 0,5 Prozent schwächeres BIP-Wachstum der verbleibenden EU-Länder in einem Jahr sieht derzeit allerdings kaum jemand. Ob es überhaupt dazu kommt, wird man aber wohl niemals feststellen können. Denn es kann ja auch niemand genau sagen, wie stark die Wirtschaft ohne das Brexit-Votum gewachsen wäre. - Entsprechend verwundert es kaum, dass sich die Aktienmärkte an diesen Spekulationen inzwischen nicht mehr beteiligen und jüngst deutliche Stärke zeigten.

Berichtssaison rückt in den Fokus

Während das fröhliche Rätselraten über zukünftige Auswirkungen des Brexits jedoch noch eine Weile weitergehen wird, kann man bereits in diesen Tagen sehr genau nachlesen, wie sich die Wirtschaft in der Vergangenheit entwickelt hat. Denn zahlreiche Unternehmen lassen sich in ihre Bücher blicken. Und die Zahlen, die dabei zu Tage treten, rücken das Brexit-Thema weiter in den Hintergrund.

Die alles entscheidende Frage dabei ist, ob die Zahlen der Unternehmen die zuletzt starke Performance der Aktienindizes bestätigen können. Sollte die Berichtssaison die Erwartungen der Anleger enttäuschen, könnte es zu einem Rückfall kommen, weil die Unternehmen dann gegebenenfalls aus Anlegersicht aktuell zu hoch bewertet wären. Im gegenteiligen Fall besteht die Chance, dass die Kurse noch weiter zulegen.

Bewertungskennzahlen auf ambitioniertem Niveau

Für die bereits angelaufene US-Berichtssaison zum zweiten Quartal erwarteten die Experten der DZ-Bank einen durchschnittlichen Gewinnrückgang um 6,2 Prozent. Vor diesem Hintergrund haben die Bewertungskennzahlen schon recht ambitionierte Dimensionen erreicht:

So liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des S&P 500 auf Basis der 2016er-Gewinnschätzungen der BNP Paribas bei knapp 18 und damit deutlich über dem mittel- bis langfristigen Durchschnitt von 14. Noch kritischer ist das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) zu sehen. Das hat nämlich mittlerweile einen Wert von 1,9 erreicht und liegt damit auf dem Niveau seines Allzeithochs aus dem Jahr 2000.

Und während die Konzerne ihre Ergebnisse durch Sondereffekte beeinflussen könnten, ist dies bei den Umsätzen nicht so einfach möglich. Entsprechend ist das KUV gegenüber dem oftmals künstlich niedrig gerechneten KGV eine verlässlichere Kennzahl.

DAX im Abwärtstrend

Mit Verweis auf die fehlenden Anlagealternativen kann man derartige fundamentale Erwägungen unter Umständen ad acta legen. Doch ich halte dies für riskant. Dazu verweise ich auch auf den kurzfristig überkauften Zustand der US-Indizes und den intakten Abwärtstrend im DAX (rote Linien).

DAX - Chartanalyse

Zudem findet die aktuelle Kurserholung nach wie vor unter tendenziell sinkenden Umsätzen statt (siehe rote Pfeil und DAX-Analyse vom 3. Juli). Der Kursanstieg steht damit noch auf wackligen Beinen.

 



›› China: Wachstum nach Vorschrift birgt Risiken
von Sven Weisenhaus

Neben den oben genannten Risiken sollte man auch noch skeptisch nach China blicken. Glaubt man den offiziellen Daten aus dem Reich der Mitte, dann ist Chinas Wirtschaft im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich um 6,7 Prozent gewachsen. Diese 6,7 Prozent sind derselbe Wachstumswert wie im ersten Dreimonatszeitraum des Jahres 2016. Damit scheint es, als habe sich die aufstrebende Wirtschaftsnation gefangen.

Doch genau daran muss man zweifeln. Die Zahlen sind einfach zu glatt und lieferten nahezu eine Punktlandung auf dem Weg zum vom Staat vorgegebenen Wachstumsziel. Hier klingt also alles nach „Wachstum nach Vorschrift“. Es ist aber unwahrscheinlich, dass man eine solch große und dynamische Wirtschaft derart exakt steuern kann.

„Zombie-Firmen“ werden mit Krediten über Wasser gehalten

Auch ein Blick auf die Details verrät, dass dieses Wachstum nicht gesund ist. Denn das Ergebnis wurde fast ausschließlich durch eine massive Ausweitung von Krediten erreicht, die allein im Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 104 Milliarden Yuan bzw. umgerechnet 14 Milliarden Euro stiegen. Schon lange hält Peking kriselnde Unternehmen nur noch mit billigen Krediten über Wasser. Experten sprechen längst von „Zombie-Firmen“. Die Folge sind immense Überkapazitäten und ein immer weiter steigendes Kreditvolumen. Die Lage im Industriesektor, der erheblich mit dem Abbau der Überkapazitäten zu kämpfen hat, ist dadurch sehr angespannt.

Mit staatlichen Konjunkturhilfen zum Wachstumsziel

Zudem haben staatliche Konjunkturhilfen erheblich zu dem BIP-Anstieg von 6,7 Prozent beigetragen. Die Regierungsausgaben legten im Juni um 19,9 Prozent zu, nach einem Plus von 17,6 Prozent im Mai. Um das Wachstum auf dem gewünschten Niveau zu halten, steckte das Land viel Geld in Infrastrukturprojekte und senkte zudem die Steuern.

Außenhandel enthüllt Risse in der Fassade

Und auch im Außenhandel erkennt man, dass die staatlich verordnete Fassade Risse hat. So verkaufte Chinas Wirtschaft im Juni erneut spürbar weniger Waren ins Ausland. Die Exporte, die schon seit 2015 fast durchgängig rückläufig sind, sanken auf Jahressicht um 4,8 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigen die Importe, die seit November 2014 kontinuierlich zurückgehen und im Juni um 8,4 Prozent einbrachen.

Chinas Wirtschaft im Wandel

Chinas Wirtschaft steckt in einem Wandlungsprozess. Sie ist immer weniger die „Werkbank der Welt“. Stattdessen wächst der Dienstleistungsbereich bereits seit vier Jahren rund 1,5 Prozentpunkte schneller als die Industrie. Dieser Strukturwandel bedarf durchaus einer staatlichen Lenkung. Die chinesische Regierung setzt dabei auf ein bewährtes Rezept: So deutet die stark anziehende Investitionstätigkeit der Staatsunternehmen darauf hin, dass diese zur Wachstumsstabilisierung auserkoren wurden.

Dennoch ist die jüngste Entwicklung in China laut Experten vergleichbar mit Situationen, die sich in der Geschichte regelmäßig vor Finanzkrisen gezeigt haben. Besonders beunruhigend ist die hohe Zahl fauler Kredite in den Bilanzen von Chinas Banken. Das Volumen dieser Papiere ist in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 40 Prozent auf rund 210 Milliarden Dollar gestiegen. Italien lässt grüßen (siehe „Folgen des Brexits erinnern an Finanzkrise“)! Nicht ohne Grund sieht der Chart des Shanghai Composite nach wie vor desaströs aus:

Shanghai Composite - Chartanalyse

Genau wie der DAX oder der Euro STOXX 50 hat auch der chinesische Aktienindex sein April-Hoch noch nicht überwunden. Würden die Anleger an eine wirtschaftliche Stabilisierung in China glauben, sähe der Chart sicherlich anders aus.

Fazit

Mit anderen Worten: Außer neuen Allzeithochs in den US-Indizes S&P500 und Dow Jones gibt es derzeit keinen Grund zum Jubeln. Vielmehr erhalten wir gerade von den Märkten sehr unterschiedliche Signale. Welche sich letztlich durchsetzen, muss einfach noch etwas abgewartet werden.

Es gilt aber unverändert zu unseren vorangegangenen Analysen: Aktien sind im Vergleich mit anderen Anlageklassen, wie Anleihen und Immobilien, nach wie vor am günstigsten. Das gilt sogar für US-Aktien, selbst wenn diese aktuell etwas überteuert sind. Der DAX ist allerdings mit seinem KGV von rund 12 derzeit ein absoluter Kauf. Und wie wir hier seit Wochen schreiben, könnte es sein, dass wir mittel- bis langfristig das letzte Mal Kurse unter 10.000 Punkten im DAX gesehen haben.

Ich würde also weniger das Allzeithoch im S&P 500 oder Dow Jones kaufen, als vielmehr einen Ausbruch des DAX aus seinem Abwärtstrendkanal – wenn er kommt.

 

Tradingchancen im DAX

Für weiter steigende Kurse im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein:
DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DX6X1U, aktueller Hebel: 5,5, Briefkurs: 18,45 Euro
Für wieder fallende Kurse im DAX könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM3B20, aktueller Hebel: 6, Briefkurs: 16,95 Euro

Tradingchancen im S&P 500

Für steigende Kurse im S&P 500 könnte folgendes Produkt interessant sein:
S&P 500 WAVE XXL Call, WKN: DE8QUE, aktueller Hebel: 2,35 Briefkurs: 8,40 Euro
Für fallende Kurse im S&P 500 könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
S&P 500 WAVE XXL Put, WKN: XM3FXB, aktueller Hebel: 9,56, Briefkurs: 2,08 Euro

Tradingchancen im Dow Jones

Für steigende Kurse im Dow Jones könnte folgendes Produkt interessant sein:
Dow Jones WAVE XXL Call, WKN: DE1137, aktueller Hebel: 2,41 Briefkurs: 7,02 Euro
Für fallende Kurse im Dow Jones könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
Dow Jones WAVE XXL Put, WKN: XM19CX, aktueller Hebel: 8,84, Briefkurs: 1,91 Euro


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›› Ölpreise – neue Hinweise auf anhaltende Seitwärtsbewegung
von Sven Weisenhaus

Die Ölmärkte haben nach Einschätzung der Internationalen Energie-Agentur (IEA) eine „außergewöhnliche Transformation“ durchlaufen und sind von einem großen Überschuss an Rohöl fast zu einem Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage im zweiten Quartal übergeschwenkt. Dies berichtet die Agentur in ihrem aktuellen Monatsbericht. Allerdings dämpft sie den Optimismus etwas, weil aus ihrer Sicht die rekordhohen Öllagerbestände die jüngste Stabilität der Preise bedrohen. Trotz der regelmäßigen Aufwärtsrevisionen zum Verbrauch gäbe es Anzeichen, dass die Dynamik nachlässt, so die IEA. Sollte die Nachfrage nachlassen, könnten die Lagerbestände weiter ansteigen und die Preise wieder fallen.

Vorsichtig optimistisch

Auch die OPEC gab sich jüngst vorsichtig optimistisch. Sie erwartet wegen steigender Nachfrage und sinkender Förderung für das kommende Jahr eine Reduzierung des Überangebots an Rohöl auf dem Weltmarkt. Schon im dritten Quartal dieses Jahres werde die Nachfrage höher als das Angebot liegen, hieß es in dem aktuellen Monatsbericht des Kartells.

Öl hält sich bislang an die erwartete Seitwärtsrange

Bereits in der Ausgabe des Geldanlage-Briefs vom 3. Juli (siehe „Ölpreise – Mehrwöchige Seitwärtsbewegung voraus?“) berichteten wir, dass Saudi-Arabiens neuer Energieminister, Khalid al-Falih, das Ende der globalen Rohölschwemme gekommen sah. Aber auch er war nur vorsichtig optimistisch, weil sich die Rohöllagerbestände nach Jahren des Überangebots immer noch auf hohem Niveau befinden.

Derweil folgt der Ölpreis der Sorte Brent bislang der Prognose, wonach die Seitwärtsbewegung, in die der Ölpreis eingeschwenkt war, noch eine Weile anhalten könnte. Anfang Juli zeichnete sich eine Seitwärtsrange von ca. 46 bis 53 USD ab. Inzwischen hat der Ölpreis ein Korrekturtief bei 45,90 USD und damit ziemlich exakt am unteren Ende der erwarteten Range gebildet.

Rohöl der Sorte Brent - Chartanalyse

Aktuelll zeigt sich eher eine Korrektur, als eine Seitwärtsrange. Doch es bleibt bei den Aussagen der vorangegangenen Öl-Analyse: „Einerseits wird von der OPEC ein hoher Ölpreis angestrebt, um möglichst hohe Staatseinnahmen zu generieren. Andererseits ist ein Preis von über 60 USD derzeit nicht erwünscht, weil sonst das Fracking der US-Ölindustrie in der Breite wieder profitabel würde.“ Aus diesen Argumenten folgte die Erwartung an die anhaltende Seitwärtsbewegung unterhalb von 60 USD. Es könnte mit Blick auf den Chart nur sein, dass die Ölpreise noch etwas nachgeben, bevor sie dann wieder anziehen.

Tradingchancen im Ölpreis (Brent)

Für eine Aufwärtsbewegung im Ölpreis könnte folgendes Produkt interessant sein:
Brent Crude Oil Future (ICE) WAVE XXL Call, WKN: XM93XJ, aktueller Hebel: 2,18, Briefkurs: 19,31 Euro
Für fallende Kurse im Ölpreis könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
Brent Crude Oil Future (ICE) WAVE XXL Put, WKN: XM5JDG, aktueller Hebel: 2,34, Briefkurs: 18,03 Euro


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›› Ölpreisanstieg wirkt sich auf Inflation aus
von Sven Weisenhaus

Derweil hat der gestiegene Ölpreis auch die erwartete Auswirkung auf die Inflation. Am 1. Juni war hier im Geldanlage-Brief zu lesen, dass die Erholung der Ölpreise die Inflationsrate schon bald deutlicher ansteigen lassen könnte. „Denn im August 2015 kostete ein Fass Öl bereits rund 50 USD und damit so viel wie heute. Bleibt es dabei, wird sich die Jahresrate der Energiepreise also ganz automatisch von aktuell -8,1 Prozent bis August in den positiven Bereich bewegen. Damit würde die Inflation insgesamt nicht mehr durch die Ölpreise belastet werden“, hieß es in der Analyse.

Inzwischen wissen wir, dass der Ölpreis seitdem relativ stabil seitwärts läuft bzw. auf relativ hohem Niveau leicht korrigiert. Entsprechend müsste die Inflation also bereits weniger belastet sein. Und tatsächlich: Der Inflation in der Eurozone ist im Juni bereits ganz knapp die Rückkehr in den positiven Bereich gelungen. Die jährliche Inflationsrate stieg auf +0,1 Prozent, nachdem sie im Mai noch mit -0,1 Prozent im negativen Bereich lag.

Rohöl der Sorte Brent - Chartanalyse
(Quelle: Eurostat)

In Deutschland lagen die Verbraucherpreise im Juni sogar um 0,3 Prozent höher als Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Verbraucherpreisindex um 0,1 Prozent. Dabei wirkte die Preisentwicklung von Energie zwar nach wie vor dämpfend auf die Gesamtteuerung, doch der Rückgang der Energiepreise hat sich im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter abgeschwächt. Hatte er im Mai noch -7,9 Prozent betragen, so lag er nun im Juni nur noch bei -6,4 Prozent. Der dämpfende Effekt der bis Jahresbeginn gefallenen Ölpreise lässt also tatsächlich Stück für Stück und Monat für Monat nach.

Vorlaufende Indikatoren deuten auf anhaltenden Trend hin

Übrigens zeichnet sich das gleiche Bild auch in den USA ab. So lag die US-Inflation im Juni bei +0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Und die US-Erzeugerpreise legten sogar vor allem wegen steigender Energiekosten um 0,5 Prozent zum Vormonat zu.

Rohöl der Sorte Brent - Chartanalyse

Da die steigenden Preise der Erzeuger meist zeitverzögert auf die Verbraucher umgelegt werden, ist dies ein Indikator dafür, dass sich der Trend zu höheren Inflationsraten (in den USA) fortsetzt.

Aktienmärkte verlieren einen Unterstützer

Während der dämpfende Effekt für die Inflation nachlässt, könnte er für die Aktienmärkte zunehmen. Denn die Notenbanken kommen ihren Inflationszielen nun automatisch näher. Entsprechend werden neue expansive Maßnahmen unwahrscheinlicher. Die Aktienmärkte verlieren also einen Unterstützer – nämlich die Spekulation auf höhere Liquidität.

Nichtsdestotrotz bleiben die Notenbanken natürlich auf absehbare Zeit extrem expansiv, so dass zwar mit der Spekulation auf neue Maßnahmen ein Kurstreiber wegfällt, aber mit den bereits beschlossenen Maßnahmen der Notenbanken eine wichtige Kursstütze erhalten bleibt. Am morgigen Donnerstag berichtet übrigens die EZB über ihre zukünftige Geldpolitik.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 


 

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