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Deutsche Wirtschaft im Abwärtstrend - der DAX auch?

Inhalt dieser Ausgabe

  1. DAX bestätigt Ausbruchsniveau
  2. Deutsche Wirtschaft im Abwärtstrend?

 

›› DAX bestätigt Ausbruchsniveau
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefder DAX hat vorgestern von oben auf seinem Ausbruchsniveau aufgesetzt (grüner Pfeil im folgenden Chart) und ist dann wieder angestiegen. Damit könnte das Ende der mehrmonatigen Konsolidierung (blaues Rechteck) bestätigt worden sein und sich die Aufwärtsbewegung nach der Konsolidierung der vergangenen Tage fortsetzen.

DAX hält sich perfekt an den Fahrplan

Durch den jüngsten Kursverlauf hält sich der DAX exakt an unseren Fahrplan. In der Ausgabe des Geldanlage-Briefs vom 17. August war zu lesen: "Es wäre denkbar, dass dieser auf das Ausbruchsniveau bei ca. 10.470 Punkten zurückführt. Dort könnte der DAX den Ausbruch durch eine erneute Umkehr nach oben bestätigen." – Genauso ist es nun gekommen.

DAX - Chartanalyse

Börsenampeln stehen weiterhin auf Grün

Und daher gilt nun unverändert: "Nur wenn die US-Indizes und/oder der DAX unter das jeweilige Ausbruchsniveau zurückfallen, wäre damit ein Fehlsignal/Fehlausbruch entstanden. Diesem dürften dann erneute Rückschläge folgen. Doch solange dies nicht geschieht, stehen die Börsenampeln auf Grün."

Kurzfristig ist noch ein höheres Hoch erforderlich

Insbesondere wenn der DAX den kurzfristigen Widerstand bei 10.656,25 Punkten überwinden kann (siehe folgener Chart), dürfte die Gefahr eines Fehlausbruchs aus der Seitwärtsrange (blaues Rechteck im oberen Chart) deutlich sinken. Denn schon zum Start in die aktuelle Woche hatte der Kurs eine wichtige Abwärtslinie (rot) übersprungen, war aber dann plötzlich wieder eingebrochen (rote Ellipse). Offenbar wollten die Anleger noch unbedingt die Bestätigung des Ausbruchs sehen.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Gelingt also nun im kurzfristigen Bereich ein höheres (Zwischen-)Hoch oberhalb von 10.656,25 Punkten, dann könnten wir das Tief der seit dem 12. August laufenden Gegenbewegung gesehen haben.

Tradingchancen im DAX

Für weiter steigende Kurse im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein:
DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DX6X1U, aktueller Hebel: 4,5, Briefkurs: 23,36 Euro

Für wieder fallende Kurse im DAX könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM3B20, aktueller Hebel: 9,3, Briefkurs: 11,43 Euro


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›› Deutsche Wirtschaft im Abwärtstrend?
von Sven Weisenhaus

Heute wurde gemeldet, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal 2016 um 0,4 Prozent gewachsen ist. Neu ist diese Information nicht, denn dies ist die zweite Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes, das damit lediglich seine ersten Berechnungen bestätigt. Allerdings wurden nun auch Detaildaten geliefert, die aufzeigen, wie es zu diesem Wachstum gekommen ist.

So wurde die Wirtschaftsentwicklung von sinkenden Investitionen der Unternehmen gebremst (-0,4 Punkte). Die Ausgaben der Bürger und der Staatskonsum trugen wenig zum Wachstum bei (jeweils +0,1 Punkte). Den größten Impuls lieferte der Außenhandel. Er steuerte 0,6 Prozentpunkte bei. Dabei konnten die Exporte im Vergleich zum Vorquartal um 1,2 Prozent zulegen, während die Importe um 0,1 Prozent zurückgingen.

Brexit-Votum hallt nach

Doch gerade der starke Außenbeitrag, der im ersten Halbjahr das Wachstum befeuert hat, könnte im zweiten Halbjahr schwächeln. Denn der Effekt des Brexit-Votums dürfte dann stärker spürbar sein. Das Vereinigte Königreich ist mit einem Exportvolumen von mehr als 89 Milliarden Euro immerhin das drittgrößte Exportziel Deutschlands. Ein Importrückgang der britischen Wirtschaft durch eine nachlassende Investitionstätigkeit von Unternehmen in Großbritannien könnte demnach eine signifikante Auswirkung auf das deutsche Exportvolumen haben. Und das wiederum hätte eine spürbare Auswirkung auf das gesamte Wachstum einer außenhandelsorientierten Nation wie Deutschland.

So könnte sich das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal weiter verlangsamen, nachdem die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2016 noch mit 0,7 Prozent gewachsen ist und bereits im zweiten Quartal mit nur noch +0,4 Prozent schon an Schwung verloren hat.

Entwicklung des BIP in Deutschland
(Grafik 1: Entwicklung des BIP in Deutschland)

Einkaufsmanagerindizes gefallen

Bestätigt wird diese Erwartung von den bereits gestern veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes. Diese fielen im August im Vergleich zum Vormonat niedriger aus. So sank der zusammengesetzte Index für die gesamte Privatwirtschaft um 0,9 Punkte auf 54,4 Zähler.

Zusammengesetzter ISM-Einkaufsmanagerindex für Deutschland
(Grafik 2: Zusammengesetzter ISM-Einkaufsmanagerindex für Deutschland)

Der Teilindex für den Dienstleistungsbereich gab von 54,4 um 1,1 Punkte auf 53,3 nach, wobei die Geschäftsaussichten auf den tiefsten Wert seit knapp zwei Jahren fielen. Und auch der Index für das verarbeitende Gewerbe sank, wenn auch mit -0,2 Punkten auf 53,6 Punkte deutlich weniger. Immerhin blieben die Werte damit allesamt deutlich oberhalb der Marke von 50 Punkten. Ab diesem Wert signalisieren diese Frühindikatoren zukünftiges Wachstum. Allerdings lassen die gesunkenen absoluten Werte ein nachlassendes Wachstumstempo erwarten.

Schwächeres Wachstum = schwächere Kurse?

Könnte das schwächere Wirtschaftswachstum die Herbstschwäche einleiten, die aus saisonaler Sicht an den Aktienmärkten erwarten ist (siehe Geldanlage-Brief vom 7. August)? Diese droht übrigens in US-Wahljahren auch dem DAX, wie der folgende Chart zeigt.

DAX - saisonaler Kursverlauf in US-Wahljahren

So naheliegend diese Überlegung auf den ersten Blick auch scheinen mag, sie geht dennoch an der Realität vorbei. Aktienkurse laufen der Wirtschaft stets vorweg – und das um einige Monate. Also ist nicht nur das Brexit-Votum längst in den Kursen eingepreist, sondern auch das dadurch verursachte leicht schwächere Wirtschaftswachstum der deutschen Wirtschaft. Durch die aktuellen Daten hat sich also an der Erwartung für den DAX bislang nichts geändert.

Allerdings liegt dennoch eine eher saisonal schwache Phase vor uns. Und dass der DAX im Moment Anzeichen der Stärke vermissen lässt, die nach einem Test des Ausbruchsniveaus (siehe Analyse oben) eigentlich zu erwarten wären, könnte dies bereits als möglicher Vorbote der Herbstschwäche gewertet werden, vor allem, wenn der DAX nicht bald deutlichere bullishe Signale generiert. Achten Sie also weiterhin sehr genau auf die Marken, die in der Analyse oben genannt wurden.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 


 

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