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›› Turnaround Tuesday
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefgestern haben wir an den Börsen einen typischen „Turnaround Tuesday“ erlebt. Viele Anleger könnten hier auf dem falschen Fuß erwischt worden sein und nun den gestiegenen Kursen verwundert hinterherblicken. Denn kurz nach Handelsbeginn sendete der DAX zunächst kurzfristig ein klar bearishes Signal, bevor er dann urplötzlich nach oben durchstartete.

Kurzzeitig überwiegend bearishe Anzeichen im DAX

Wie Sie aus den vorangegangenen Analysen wissen, hatte der DAX zwischen ca. 9.750 und 10.100 Punkten eine Seitwärtsrange etabliert (siehe blaue Rechtecke in den folgenden Charts). Innerhalb dieser Range kam es am Mittwoch vergangener Woche zu einem tieferen Hoch bei 9.946,27 Punkten (rote horizontale Linie) und am Montag zu einem Fehlausbruch im Bereich dieses Hochs (roter Kreis). Damit erhielt der DAX erhöhten Druck von oben.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Auf der Unterseite etablierten sich derweil höhere Tiefs, so dass sich eine kurzfristige Aufwärtslinie (grün) bildete. Diese wurde gestern kurz nach Handelsstart gebrochen (oberer Pfeil). Damit wurde nicht nur der Druck von oben (tieferes Hoch + Fehlausbruch) bestätigt, sondern neben dem Bruch der kurzfristigen Aufwärtslinie auch noch die untere Linie des längerfristigen Trendkanals verletzt (unterer Pfeil). Damit standen erst einmal alle Zeichen kurzfristig klar auf weiter fallende Kurse.

DAX - mittelfristige Chartanalyse

Chartbild plötzlich gewandelt

Doch exakt an dem Tief vom Donnerstag der vergangenen Woche bei 9.773,72 Punkten (grüne horizontale Linie) drehte der DAX plötzlich nach oben, eroberte die kurz- und die längerfristige Aufwärtslinie zurück, stieg sowohl über das tiefere Hoch vom Mittwoch als auch über das Hoch des Fehlausbruchs vom Montag und beendete die Rally erst exakt an den beiden Hochs vom 12. und 17. Mai bei rund 10.080 Zählern. – Diese Erholung zeigt, wie schnell sich ein (kurzfristig deutlich eingetrübtes) Chartbild innerhalb kürzester Zeit in ein völlig anderes (neutrales) umwandeln kann.

Seien Sie jederzeit auf steigende UND fallende Kurse vorbereitet!

Daher ist es wichtig, zu jederzeit Handlungsideen zu haben wie „Wenn X geschieht, dann wird die Lage bullish(er), wenn Y geschieht, dann wird die Lage bearish(er).“ Auch wenn die Situation mal recht unübersichtlich erscheint, weil die Märkte zum Beispiel im Spannungsfeld zwischen Zinsdebatten, Unternehmens- und Konjunkturdaten sowie politischen Diskussionen über die Schulden Griechenlands und die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens stecken (siehe folgende Analyse), geben Ihnen relevante Chartmarken stets Hinweise, in welche Richtung man traden kann.

Manchmal ist es dabei auch besser, sich einfach aus dem Markt herauszuhalten, wie in der aktuellen Seitwärtsbewegung zwischen grob 9.750 und 10.100 Punkten, weil dort zu viele Fehlsignale lauerten.
Manchmal kann man aber auch eine Seitwärtsrange perfekt zum Traden nutzen, indem man am oberen Ende eine Short-Position und am unteren Ende eine Long-Position eingeht.

Seitwärtsrange erfolgreich getradet

Genau das haben wir im „Geldanlage Premium Depot“ umgesetzt. Dort haben wir am vergangenen Donnerstag eine Limit-Kauf-Order auf den DAX platziert. Diese wurde gestern kurz nach Handelsbeginn ausgeführt. Durch den anschließenden Turnaround des DAX war unser Kursziel schon am Nachmittag erreicht. Aktuell können wir uns gemeinsam mit den Lesern über einen extrem schnellen Gewinn in Höhe von mehr als 10 Prozent freuen.


Ich wünsche auch Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

Tradingchancen im DAX

Für eine anhaltende Gegenbewegung im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein:
DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DX6X1U, aktueller Hebel: 5, Briefkurs: 19,44 Euro
Für wieder fallende Kurse im DAX könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM3B20, aktueller Hebel: 6, Briefkurs: 16,83 Euro


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›› Börsen sind abhängig von der Stimmung
von Sven Weisenhaus

Ganz ähnlich wie mit den Chartbildern ist es auch mit der Stimmung an den Märkten. Schauen Sie nur auf die Schuldenprobleme der Griechen. Hier hat sich längst ein Gewöhnungseffekt eingestellt. Reichte vor einiger Zeit bereits die Nennung des Landesnamens aus, um Panik bei den Anlegern zu wecken, so belastete die aktuelle Debatte um die mögliche Zahlungsunfähigkeit im Juli die Kurse kaum noch.

Fed-Mitglieder sehen baldige Zinserhöhung

Und auch in der Diskussion um die Zinswende der USA kann es bei wechselnder Stimmung zu unterschiedlichen Kursreaktionen kommen. Bis vor kurzem war die steigende Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung im Juni geeignet, die Aktienkurse in kürzester Zeit auf Talfahrt zu schicken. Als mit dem Fed-Protokoll vom April, das in der Vorwoche veröffentlicht wurde, neue Hinweise auf eine baldige Zinserhöhung in den USA aufkamen, zeigten sich die Aktienkurse eindeutig belastet (siehe „Sitzungsprotokoll deutet auf Zinsanhebung im Juni“). Dazu noch einmal die Kursreaktion des S&P 500:

S&P 500 - Chartanalyse

Vorgestern wurden die Zinsspekulationen weiter genährt, als der Chef der regionalen Fed in San Francisco, John Williams, in einer Rede sagte, es seien zwei bis drei Zinsschritte in diesem Jahr möglich. Und der Präsident der Fed von St. Louis, James Bullard, betonte am selben Tag in einer weiteren Rede, das Angebot an Arbeitskräften sei in den USA bereits relativ knapp, was zukünftig die Inflation anheizen könnte.

Wie Sie auch aus unseren vorangegangenen Analysen wissen, sind der Arbeitsmarkt und die Inflation die wichtigsten Faktoren für die Fed bei der Festlegung der Zinsentwicklung. Zeigen sich die Notenbankern in beiden Bereichen zuversichtlich, werden sie die Zinsen anheben. Laut den aktuellen Aussagen ist dies der Fall. Und genau das lastet in der aktuellen Stimmungslage der Märkte auf den Kursen.

Steigende Zinsen sind positiv zu werten!

Doch es gibt noch eine andere Sichtweise: So sind steigende Zinsen ein Zeichen dafür, dass es der Wirtschaft gut geht. Entsprechend kommt es trotz Zinsanhebungen immer dann zu einem übergeordneten Bullenmarkt, wenn die Zinsen von einem niedrigen Niveau aus steigen. In einer solchen Situation befinden wir uns auch aktuell.

Einkaufsmanager sehen zukünftiges Wachstum

Dies bestätigen auch die jüngsten Einkaufsmanagerdaten. Demnach blicken die Unternehmen zuversichtlich auf das weitere Wirtschaftswachstum. So blieb der Markit-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe der USA mit einem Stand von 50,5 Punkten weiterhin über der Schwelle von 50 Punkten, ab der zukünftiges Wachstum signalisiert wird.

Steigende Zinsen wirken sich zudem positiv auf die zukünftigen Erträge der Banken aus. Man kann steigende Zinsen in einem Umfeld anhaltenden Wirtschaftswachstums also auch positiv werten.

Fazit

Die Märkte stecken weiterhin im Spannungsfeld zwischen Zinsdebatten, Unternehmens- und Konjunkturdaten sowie politischen Diskussionen über die Schulden Griechenlands und die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens. Dabei drehte die Stimmung in den vergangenen Handelstagen diverse Male binnen weniger Minuten.

Die Kursentwicklung ist daher stark abhängig von der Marktstimmung. Und die ist genauso wechselhaft, wie ein kurzfristiges Chartbild (siehe oben), das innerhalb weniger Minuten oder Stunden von bearish auf bullish schaltet, wie gestern im DAX gesehen.

Tradingchancen im S&P 500

Für steigende Kurse im S&P 500 könnte folgendes Produkt interessant sein:
S&P 500 WAVE XXL Call, WKN: DE8QUE, aktueller Hebel: 2,5 Briefkurs: 7,57 Euro
Für fallende Kurse im S&P 500 könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
S&P 500 WAVE XXL Put, WKN: XM3FXB, aktueller Hebel: 6,5, Briefkurs: 2,91 Euro


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›› Europa leidet weiterhin unter mangelnder Inflation
von Sven Weisenhaus

Auch für Europa zeigen die aktuellen Markit-Einkaufsmanagerindizes weiteres Wachstum an. So fiel der gemeinsame Index für den Dienstleistungssektor und die Industrie in der Euro-Zone zwar für Mai um 0,1 Punkte, aber auch hier blieb er mit 52,9 Zählern klar oberhalb der Wachstumsschwelle.

In Europa ist an eine Zinsanhebung nicht zu denken

Im Gegensatz zu den USA ist in Europa allerdings an Zinsanhebungen noch längst nicht zu denken. Denn gemäß dem Protokoll der letzten EZB-Sitzung vom 20./21. April stuften die Notenbanker die Risiken für das Wachstum in der Eurozone verglichen mit dem vorangegangenen Treffen zwar etwas geringer ein, Sorge bereitet der EZB aber, dass trotz der Ölpreiserholung kein Anstieg der Inflation zu beobachten ist.

Inflation wird noch eine Weile deutlich zu niedrig bleiben

Im Gegenteil: Nach 0,0 Prozent im März war die Inflationsrate trotzt aller Stützungskäufe der EZB im April wieder auf -0,2 Prozent zurückgegangen (siehe folgende Grafik). Insbesondere das günstige Öl drückte die Inflationsrate. Die Energiepreise waren im April um 8,7 Prozent niedriger als vor Jahresfrist.

Entwicklung der Inflation inm Euroraum und in der EU
(Quelle: Eurostat)

Daher äußerte sich die EZB besorgt, dass die Teuerungsrate angesichts der nach wie vor relativ günstigen Ölpreise wohl noch eine Weile niedrig bleiben werde. Entsprechend werden die bereits eingeleiteten Maßnahmen, wie die Senkung des Einlagesatzes und der Verlängerung des Anleihekaufprogramms, unverändert fortgesetzt. Zudem will man laut dem Protokoll zukünftig noch entschiedener dem Eindruck entgegenwirken, der EZB seien die Möglichkeiten zur weitergehenden Stimulierung der Inflation ausgegangen.

Euro wertet zum US-Dollar wieder deutlich ab

Vor diesem Hintergrund ist es kaum verwunderlich, dass der Euro inzwischen zum US-Dollar wieder deutlich abgewertet hat. Denn mit steigenden Zinsen und einem anhaltenden Wirtschaftswachstum ist der Dollar-Raum deutlich attraktiver als der Euro-Raum mit zwar ebenfalls positiven BIP-Raten, aber auf lange Sicht anhaltend niedrigeren Zinsen.

Betrachtet man vor diesem Hintergrund noch einmal unsere Gleichung „steigende Ölpreise + fallender EUR/USD + steigende US-Indizes = steigender DAX“, dann verwundert es angesichts der anhaltenden Erholung in den Ölpreisen kaum, dass mit dem schwachen Euro und den steigenden US-Indizes der DAX nun endlich aus seiner Seitwärtsbewegung ausbrechen konnte. Das Hoch im Euro bei 1,16163 USD fiel übrigens ziemlich genau mit dem Korrekturtief des DAX bei 9.737 Punkten zusammen.

Spannend wird es im Euro nun, wenn er die untere Linie des Aufwärtstrendkanals erreicht. Dort könnte es dann zu einer Gegenbewegung kommen.

Tradingchancen im EUR/USD

Für steigende Kurse im EUR/USD könnte folgendes Produkt interessant sein:
EUR/USD WAVE Unlimited Call, WKN: XM9J9Q, aktueller Hebel: 5,66, Briefkurs: 17,83 Euro
Für fallende Kurse im EUR/USD könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten:
EUR/USD WAVE Unlimited Put, WKN: DX1P6X, aktueller Hebel: 4,5 Briefkurs: 22,05 Euro


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