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Archiv > Börse > Aktien > Neuemission X-FAB |
Neuemission X-FAB Ist X-FAB reif für die Börse? |
| Den Börsenprospekt verspätet einreichen, Planzahlen vorenthalten und zu allem Überdruss auch noch Clinch im Konsortium. Wenn der Aspirant X-FAB Expertise beweist, dann die, wie man es eben nicht macht. Doch ist das Unternehmen tatsächlich so uninteressant, wie sein Presseecho Glauben macht? Der Geldanlage-Brief hat den Halbleiterhersteller unters Mikroskop genommen. |
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Geldanlage-Brief −
X-FAB Semiconductor Foundries - das klingt modern. Doch lassen Sie sich nicht täuschen. Der Erfurter Halbleiterproduzent ist kein junges Unternehmen. Er entstammt dem 1968 gegründeten DDR-Kombinat VEB Mikroelektronik, wurde nach der Wende sukzessive privatisiert, 1999 in X-FAB umbenannt und gehört heute zu mehr als 85 Prozent dem belgischen Finanzinvestor Elex. Kerngeschäftsfeld des 1.016 Mitarbeiter zählenden Hardwarehauses, das neben Erfurt auch in Großbritannien und den USA produziert, ist die individuelle Auftragsfertigung so genannter Mixed-signal-Halbleiter. Das sind Schaltkreise, die sowohl digitale als auch analoge Daten verarbeiten und innerhalb des großen Halbleitermarktes ein vergleichsweise kleines Segment einnehmen, dafür jedoch viele Branchen bedienen: X-FABs Kunden sind Autobauer (Umsatzanteil: 43%), die IT-Industrie (30%) und Medizintechniker.
Fundamentaldaten: Trotzdem die Company seit 2001 Fördermittel von gut 24 Mio. Euro abfasste, lastet sie ihre Anlagen nur noch zu 43 Prozent aus schreibt seit drei Jahren tiefrote Zahlen. Allein im letzten Jahr verbrannte Vorstandschef Hans-Jürgen Straub trotz Umsatzzuwachs auf 112 Mio. Euro die stolze Summe von 26 Mio. Euro. Pikant: Etwa vierzig Prozent der Erlöse stammen von der Elex-Tochter Melexis. In diesem Jahr hofft Straub, dass 11 Mio. Euro in der Kasse hängen bleiben. Für 2005 sieht die aktuelle Planung bei einem Umsatzplus auf 157 Mio. Euro sogar einen Gewinnsprung auf rund 25 Mio. Euro vor.
Zumindest der Markt unterstützt diese Prognose. Er ist zwar nur 0,8 Mrd. US-Dollar klein, wächst aber nach Schätzung von Dataquest bis 2008 um rund 23 Prozent pro Jahr. Auf ihm agieren rund zwei Dutzend, zumeist asiatische Firmen. Branchenriese ist die taiwanesische TSMC, die ebenfalls die Mixed-signal-Technologie im Produktportfolio hat. Gemessen am Gesamtumsatz ist sie fast dreißig Mal größer. X-FAB belegt Platz acht, nachdem man zuvor an fünfter Stelle stand.
Börsengang: Die Erfurter haben bis zu 13,25 Mio. Aktien im Gepäck, die sie in einer Spanne von 10 bis 14 Euro anbieten. Folglich könnten der Company bis zu 185,5 Mio. Euro an frischem Eigenkapital zufließen. Doch dem ist nicht so: Der Löwenanteil des Erlöses versickert in ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 09/2004 (pdf, 172 kB), erschienen am 12.03.2004.
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