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Archiv > Börse > Aktien > SAP |
SAP SAP legt bei Lizenzerlösen wieder zu |
| SAP ist eine Herausforderung. Noch im Herbst 2002 mit "Super Ausstiegspreis" übersetzt und bespöttelt, ist die Aktie seitdem um gut sechzig Prozent gestiegen. Nun wiederum melden sich die Bullen zurück - ein Signal für den Ausstieg? |
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Geldanlage-Brief −
Unternehmen: SAP (WKN 716460) steht für eine Erfolgsgeschichte par excellence. Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1972 zurück. Damals hängten zwei junge IBM-Techniker ihren Job an den Nagel, scharten weitere Freaks um sich und programmierten fortan auf eigene Rechnung. Ihr Ziel: Unternehmenssoftware als Standardprodukt etablieren. Erstes Resultat 1973: das Finanzbuchhaltungs-System RF. Heute nun, 32 Jahre später, ist SAP mit 30.000 Beschäftigten, einem Umsatz von sieben Milliarden Euro und zwölf Millionen Endanwendern in 21.600 Ländern unangefochtener Weltmarktführer.
Zahlen: Wie Sie anhand des kürzlich bilanzierten Erstquartals sehen, liegen die Walldorfer wieder gut im Rennen. Trotz des mit plus zwei Prozent eher stagnierenden Umsatzes kam der Vorsteuergewinn um 17 Prozent auf 364 Mio. Euro voran. Nach Steuern weist die Bilanz einen überproportionalen Zuwachs von 23 Prozent auf 229 Mio. Euro aus. Je Aktie blieben 0,74 Euro hängen. Wichtigste Kennziffer: die Verkäufe von Softwarelizenzen. Hier verzeichnete die Softwareschmiede eine Steigerung um 18 auf 370 Mio. Euro. Und das können Sie durchaus als Signal werten: Es ist zum einen der erste Zuwachs seit fast drei Jahren und zum zweiten ein Blick in die Zukunft. Grund: Lizenzumsätze sind das Servicegeschäft von morgen.
Irritierend: Während das Geschäft in Deutschland (-1%) und Europa (-3%) leicht schrumpfte, brach in Asien fast ein Fünftel der Umsatzbasis weg. Die missliche Lage ist dabei zum Großteil hausgemacht und auf eine Neuaufstellung der Vertriebsmannschaft in Japan zurückzuführen.
Ironie: Ausgerechnet der Dollarraum, obwohl durch die Eurostärke weniger attraktiv, bot den Walldorfern die größte Stütze. Verunsichert vom Übernahmepoker zwischen Oracle und Peoplesoft, wechselten viele vom Wettbewerb zu SAP. Folge: Die Lizenzumsätze zogen deutlich um 65 Prozent an und festigten SAPs Position als Nummer eins. Marktanteil heute: weltweit 54 Prozent. Zum Vergleich: Oracle, die Nummer zwei, muss sich gerade einmal mit 13 Prozent bescheiden.
Auch für das Gesamtjahr 2004 versprüht SAP-Chef Henning Kagermann (57) Optimismus. Basierend auf einem Eurokurs von 1,25 US-Dollar stellt er eine Steigerung der Lizenzerlöse um zehn Prozent in Aussicht. Zugleich sollen sich die schon jetzt üppige EBIT-Marge von 21,4 Prozent deutlich auf 28 Prozent verbessern und beim EPS 4,20 bis 4,30 Euro hängen bleiben.
Bewertung: Im Gegensatz zu den Projektionen seines eher tief stapelnden Vorgängers Dietmar Hopp, halten wir Kagermanns Prognose für ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 15/2004 (pdf, 267 kB), erschienen am 30.04.2004.
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