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Archiv > Börse > Aktien > Balda AG |
Balda AG Balda korrigiert Planzahlen nach oben |
| Wenn Nokia hüstelt, könnte man annehmen, müssten die Zulieferer glatt eine ausgewachsene Bronchitis kriegen. Doch dem ist nicht so. Gehäuseproduzent Balda korrigiert nun die Prognose schon zum dritten Mal in Folge nach oben. Und obwohl das die Aktie schon ordentlich aufpoliert hat, ist sie noch günstig bewertet. |
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Geldanlage-Brief −
Zum Unternehmen: Balda (WKN 521510) wirft für Nokia, Siemens & Co. Handys in Schale und bestimmt damit ganz wesentlich deren Aussehen mit. Bedenken Sie: Vier von fünf Handykäufen werden allein vom Design beeinflusst. Und die Moden wechseln rasch: Die Projektlaufzeit von Handyschalen dauert nur vier Monate, der Lebenszyklus kaum länger als ein Jahr. Um mehr Planungssicherheit zu gewinnen, will der nach der finnischen Perlos (WKN 923043) weltweit größte Systemlieferant künftig auch in der Medizintechnik und in der Automobilbranche Fuß fassen.
Zahlen: Nokias Sorgen sind für Balda kein Handicap. Da fünf der sechs großen Handyhersteller bei Balda einkaufen, schlägt der Marktanteilsverlust der Finnen kaum auf die Bilanz durch. Im Gegenteil: Die Bücher des Erstquartals weisen einen Umsatz von rund 70 Mio. Euro (+33%) und ein überproportional um 130 Prozent auf 6,2 Mio. Euro gestiegenes EBIT auf. Nach Steuern blieben 3,3 Mio. Euro in der Kasse (+161%). Joachim Gut, der neue, von Maxdata gewechselte Chef, legt daher auch fürs Gesamtjahr die Latte höher. Statt einem Erlös von 317 Mio. Euro (+16%) peilt er nun 360 Mio. Euro an (+30%), nimmt beim EBIT die Marke von 37 bis 40 Mio. Euro ins Visier und will je Aktie 0,50 bis 0,52 Euro verdienen.
Grund des Optimismus: Kaum hatte Balda das asiatische Joint Venture Balda Mikron vollständig übernommen, fand Gut für die Tochter einen viel versprechenden Partner: Der Eingeheiratete heißt Everskill, übernimmt 25 Prozent an der Asientochter und bringt im Gegenzug vier Kunststoffwerke in Taiwan und China sowie ein selbst entwickeltes Galvanik-Verfahren ein. Vom Türöffner in Asien verspricht sich die Mutter deutliche Synergien und vor allem: Neukunden. Das Potenzial: Von 1,3 Milliarden Chinesen besitzen kaum mehr als 200 Millionen ein Handy. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt die Marktdurchdringung schon achtzig Prozent.
Bewertung: Nicht nur Lidl, auch Balda ist billig. Das 2004er Gewinnmultiple von gut 15 liegt deutlich unterhalb der langfristigen Wachstumsrate. Gleichwohl stehen der an sich lupenreinen Investmentstory einige Risiken gegenüber. Das erste: Die Aktie ist ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 16/2004 (pdf, 359 kB), erschienen am 07.05.2004.
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