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Archiv > Börse > Aktien > Neuemission MIFA |
Neuemission MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke auf Börsenkurs |
| Wer MIFA fährt, ist Dresche wert, verhöhnte man in der DDR das Volkseigentum. Inzwischen hat sich das Rad der Geschichte weiter gedreht: Aus dem Drahteselproduzenten wurde ein profitables Unternehmen, dessen Börsengang die Durststrecke am IPO-Markt nun zu recht beenden könnte. |
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Geldanlage-Brief −
Unternehmen: MIFA steht für Mitteldeutsche Fahrradwerke. Das klingt nicht nur alt, sondern ist es auch. Das Unternehmen wurde 1907 gegründet und hat demnach alle Höhen und Tiefen deutscher Industriegeschichte durchlaufen. Besonders turbulent: die Zeit ab 1989. Ausgestattet mit Fördermitteln kauften 1990 zunächst zwei Schweizer den Mittelständler von der Treuhand. Nach löchrigen Bilanzen, denen die Pleite folgte, übernahmen der Thüringer Peter Wicht und der Westdeutsche Michael Lehmann die Company als Auffanggesellschaft. Ergebnis ihrer Sanierung heute: ein prosperierender, dem harten Verdrängungswettbewerb trotzender Fahrradproduzent mit 400 Beschäftigten, bei dem von Aldi bis Metro fast alle großen Handelsketten.
Fundamentales: Die Bilanz ist blitzsauber, MIFA ist nahezu schuldenfrei, Grundstücke und Produktionsanlagen sind bezahlt. Seit dem Jahr 2000 hat MIFA Umsatz und Gewinn regelmäßig gesteigert. 2003 liefen 535.000 Räder (Vj.: 400.000) vom Band, von denen 75 Prozent an Handelsketten und 25 Prozent an Fachhändler gingen. Das brachte einen Umsatz von 63,3 Mio. Euro und ein EBIT von fast 6 Mio. Euro. Vergleich: Noch in 2000 fuhr MIFA bei Erlösen von 35,7 Mio. Euro Gewinne von 1,3 Mio. Euro ein. Fulminant auch die Marktanteilssteigerung: Radelten im Jahr 2000 sieben Prozent der Deutschen mit MIFA, sind es aktuell schon 17 Prozent.
Börsengang: Die Tour de Bourse führt an den Geregelten Markt. Im Gepäck: 1,5 Millionen Aktien, angeboten zum Festpreis von je 9,25 Euro, davon eine Million aus einer Kapitalerhöhung. Nach Kosten fließen der Company folglich rund 9 Mio. Euro und damit der Gegenwert von anderthalb Vorsteuergewinnen zu. Mit dem Erlös geht der Unternehmenslenker ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 16/2004 (pdf, 359 kB), erschienen am 07.05.2004.
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