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Archiv > Börse > Aktien > Neuemission Wincor Nixdorf |
Neuemission Wincor Nixdorf Neuemission: Nixdorf kehrt an die Börse zurück |
| Nach den Mitteldeutschen Fahrradwerken strebt mit Wincor Nixdorf ein weiteres profitables Traditionsunternehmen an die Börse. Der Geldanlage-Brief analysiert, ob eine Zeichnung des M-Dax-Kandidaten lohnt. |
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Geldanlage-Brief −
Unternehmen: Wincor Nixdorf geht auf den 1952 von Heinz Nixdorf gegründeten Computerpionier Nixdorf Computer zurück, der sich 1984 schon einmal frisches Kapital von der Börse holte. Da die Company den Siegeszug des PCs jedoch verschlief, rutschte sie Ende der 80er Jahre in die roten Zahlen und wurde 1990 von Siemens übernommen. 1999 verkauften die Münchener ihre Tochter für rund 700 Mio. Euro. 71 Prozent übernahm der Finanzinvestor KKR, 18 Prozent Goldman Sachs und elf Prozent das Management. Nach der Übernahme ging es mit dem Hersteller von Kassen und Geldautomaten wieder bergauf. Der im westfälischen Paderborn ansässige Konzern arbeitete sich von Platz zwölf zum weltweit drittgrößten Hersteller hoch. Heute finden Sie auf der Kundenliste fast alle namhaften Banken. Für sie fertigen die 5.000 Mitarbeiter jährlich 20.000 Geldautomaten. Der Wettbewerb ist jedoch hart: Im Bereich Kassen etwa, in den nun "Fremdlinge" wie Dell Computer eindringen, erodieren die Preise jährlich um bis zu zehn Prozent.
Zahlen: Wincors Bilanz ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits weist sie hohe Schulden von 262 Mio. Euro auf. Andererseits generieren die Westfalen einen Cash-Flow von beachtlichen 100 Mio. Euro p.a., mit dem sie ihren im Zuge der Kredit finanzierten Übernahme angehäuften Schuldenberg zügig abtragen. Eigenkapitalquote heute: moderate 23 Prozent.
Den Umsatz steigerte CEO Karl-Heinz Stiller (62), seit 1996 bei Nixdorf, um etwa fünf Prozent pro Jahr auf zuletzt 1,44 Mrd. Euro (+0,1 Mio. Euro). Gleichzeitig verbesserte sich der operative Gewinn (EBIT) auf 57 Mio. Euro (+28%). In der laufenden Periode dürfte Wincor etwa 1,55 Mrd. Euro umsetzen und ein EBIT von rund 90 Mio. Euro erzielen. Prognose für 2005/06: eine deutliche Abflachung des EBIT-Wachstums auf nur noch neun Prozent bzw. 98 Mio. Euro.
Börsengang: Wincors Emission wiegt schwer: Die Westfalen bringen ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 17/2004 (pdf, 319 kB), erschienen am 14.05.2004.
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