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Archiv > Börse > Aktien > Software AG |
Software AG Mit neuer Strategie auf Gewinn programmiert |
| Drei Jahre regierte der Rotstift. Nun allerdings ist die Darmstädter Software AG aus dem Gröbsten raus und schreibt wieder schwarze Zahlen. Wir haben für Sie eingehend recherchiert und Studien analysiert. Lesen Sie nachfolgend, ob ein Einstieg auf dem aktuellen Niveau aussichtsreich ist. |
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Unternehmen: Verwechseln Sie die Darmstädter bitte nicht mit einem Softwarehäuschen, das der Neue Markt übrig ließ. Die 1969 gegründete SAG (WKN 330400) hat einen Wert von gut 700 Mio. Euro, beschäftigt in 59 Ländern 2.700 Mitarbeiter und ist nach SAP der zweitgrößte deutsche Softwarekonzern. Kern des 3.000 Kunden zählenden Konzern sind zwei einander ergänzende Produktlinien: Enterprise Transaction Systems mit der Großrechnerdatenbank Adabas und zugehöriger Entwicklungsumgebung. Sowie XML Business Integration, mit der Kunden vorhandene Anwendungen integrieren können.
Die straffe Aufstellung ist das Ergebnis eines radikalen Konzernumbaus. Sie wurde notwendig, weil man sich in den neunziger Jahren mit vielen Produkten verzettelte und die Umsätze wegbrachen. Reaktion: ein rigider Sparkurs und seit Oktober 2003 mit Karl-Heinz Streibich (52) ein neuer sturmerprobter CEO. Seine Vorhaben: Um den Vertrieb zu stärken, zimmert er an einem Partnernetzwerk. In drei Jahren soll es bereits dreißig Prozent zu den Erlösen beisteuern. Parallel sondiert Streibich derzeit mögliche Übernahmeziele in den USA. Indes schon heute fest auf Januar terminiert: Die Eröffnung der ersten Niederlassung in China.
Fundamentales: Die Neuaufstellung zeigt in der Bilanz bereits ihre Wirkung. Im ersten Halbjahr lagen die Erlöse mit 202 Mio. Euro schon fast auf Vorjahresniveau (Auslandsanteil: 80%). Aus dem Vorsteuerverlust (EBIT) von 3,6 Mio. Euro wurde ein passabler Gewinn von 50 Mio. Euro. Am Jahresende will der CEO bei anhaltend stabilem Umsatz ein EBIT-Plus von vierzig Prozent auf 83 Mio. Euro vermelden. Darin noch nicht eingerechnet: der einmalige Gewinn aus dem Verkauf der Beteiligung an der SAP-Tochter SAP SI in Höhe von 24,5 Mio. Euro. Ziel ferner: Streibich will die operative Gewinnmarge in diesem Jahr von 14 auf zwanzig Prozent hieven.
Bewertung: Die SAG-Aktie ist günstiger als der Kursgewinn zunächst Glauben macht. Trotz eines Jahresplus von ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 29/2004 (pdf, 201 kB), erschienen am 22.10.2004.
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