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Altana
Verzögerungen belasten den Aktienkurs

Als den Dax vor vier Jahren die Schwindsucht befiel, begann für Altana der Aufstieg. Zwei Jahre währte er und brachte Anlegern vierhundert Prozent. Doch seitdem Altana selbst in die erste Liga aufstieg, hängt die Aktie durch. Ein Grund für den Geldanlage-Brief, die Chancen des Chemie- und Pharmakonzerns auszuloten.
Geldanlage-BriefUnternehmen: Die 1977 gegründete Altana ist einer der wenigen verbliebenen Konzerne, die auf eine Kombination von Chemie- und Pharma setzen. Das Unternehmen beschäftigt 10.800 Mitarbeiter, verfügt über fünfzig Töchter und gehört mehrheitlich (50,1%) der Unternehmerin Susanne Klatten (42).
In der Chemiesparte konzentrieren sich die Bad Homburger auf Spezialprodukte, mit denen sie meist Nischen besetzen - oft sogar als führender Anbieter. Schwerpunkt ist jedoch die Pharmasparte, in der Altana von Therapeutika gegen Magen-Darm-, Atemwegs- und Herzkreislauf-Erkrankungen bis hin zu Kontrastmitteln und Arzneien zur Selbstmedikation ein breites Spektrum abdeckt. Wichtigster Markt: die USA.
Altanas Top-Präparat heißt Pantoprazol - ein gegen säurebedingte Magen-Darm-Erkrankungen wirkendes Medikament. Es wird in den USA über den Vertriebspartner Wyeth unter dem Namen Protonix verkauft, erreicht dort einen Marktanteil von gut 23 Prozent und genießt noch bis 2010 Patentschutz (EU: 2009).
Daneben hat der Konzern mit Alvesco und Daxas zwei viel versprechende Asthma-Mittel in der Pipeline. Problem dabei: Die Zulassung beider Präparate verläuft deutlich schleppender, als von Analysten erwartet. Nachdem zunächst der EU-Verkaufsstart von Alvesco zwei Mal um je ein halbes Jahr verschoben werden musste, gibt es nun auch Probleme mit Daxas - dem eigentlichen Blockbuster. Grund: Altana konnte die für die Phase III-Studie nötigen 8.000 Patienten nicht rekrutieren. Folge: Verschiebung des US-Zulassungsantrages auf unbestimmte Zeit.

Fundamentales: Der Konzern wächst solide. In 2003 legten Umsatz und EBIT um je fünf Prozent auf 2,74 Mrd. bzw. 563 Mio. Euro zu, wobei auf die Pharmasparte etwa siebzig und auf die Chemie etwa dreißig Prozent der Erlöse entfallen. Für 2004 kündigt CEO Nikolaus Schweickart ein Gewinnplus von etwa sieben Prozent auf 600 Mio. Euro sowie einen um gut acht Prozent steigenden Umsatz an. Die schon heute über Branchenniveau liegende Umsatzrendite will Schweickart bis Ende des Jahres auf zwanzig Prozent hieven. Langfristziel nach Zukäufen im Chemiebereich: eine Verdopplung der Umsätze binnen fünf Jahren.

Bewertung: Auf den Altana-Kurs wirken viele Kräfte. ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 30/2004 (pdf, 201 kB), erschienen am 05.11.2004.

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