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EADS
Luft- und Raumfahrtkonzern auf gutem Kurs

Wenn es ein Unternehmen gibt, in dem Europas Interessen ihren wirtschaftlichen Niederschlag finden, dann ist es EADS. Dank ihrer Staatsnähe profitieren die Niederländer regelmäßig von Rüstungsaufträgen. Doch EADS ist mehr als ein Hoflieferant von Wehrtechnik. Durch seine Beteiligung an Airbus stieg der Konzern zum zweitgrößten Luft- und Raumfahrtkonzern auf.
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Geldanlage-BriefUnternehmen: Die European Aeronautic Defense and Space Company (110.000 Mitarbeiter, 70 Standorte) ist noch keine fünf Jahre alt. Sie geht zurück auf den im Juli 2000 erfolgten Zusammenschluss der beiden staatsnahen Konzerne Aerospatiale Matra (Frankreich), Construcciones Aeronáuticas (Spanien) sowie der deutschen DaimlerChrysler Aerospace. Unter dem Dach der nach niederländischem Recht fusionierten Gesellschaft finden Sie von Flugzeugproduktion über Satellitentechnik bis zu Verteidigungselektronik alles, was einen Luft- und Raumfahrtkonzern ausmacht. Wichtigstes Standbein der von einer Doppelspitze geführten Company ist die zivile Luftfahrt, namentlich die Beteiligung an Airbus (Anteil: 80%). Indem EADS früher als Erzrivale Boeing auf die Entwicklung Treibstoff sparender Flugzeuge setzte, verdrängten die Europäer in 2003 die Amerikaner von Platz eins. Und landen seitdem einen Erfolg nach dem anderen. Bisheriger Höhepunkt: Die noch in diesem Jahr erwartete Unterschrift von AirAsia unter einen Vertrag zur Lieferung von bis zu achtzig Maschinen vom Typ A320. Gesamtvolumen: 5,2 Mrd. US-Dollar. Pikant: Kommt der Auftrag zustande, wären die Malaysier bereits die dritten, die von Boeing auf Airbus umsteigen.

Fundamentales: Trotz weiter schwieriger Lage am zivilen Luftfahrtmarkt (Stichwort 11. September) macht EADS eine ausgesprochen gute Figur. In 2003 stieg das EBIT bei stagnierendem Umsatz um acht Prozent auf 1,54 Mrd. Euro. Aus dem Nettoverlust von 299 Mio. Euro im Vorjahr wurde ein Überschuss von 152 Mio. Euro. Und obwohl viele Analysten das Flugzeuggeschäft seitdem eher skeptisch begleiten, kann EADS in 2004 abermals mit guten Zahlen überzeugen. Folge nach festem Auftaktquartal und ebenso guten Halbjahreszahlen: eine Anhebung der Jahresziele. Demnach sollen in 2004 mindestens 315 Maschinen ausgeliefert (2003: 305), 32 Mrd. Euro umgesetzt und vor Steuern 2,1 Mrd. Euro verdient werden.

Bewertung: Da das Management traditionell konservativ prognostiziert und die Marge in den ersten neun Monaten deutlich nach oben gehievt werden konnte (7%, zuvor: 4,2%), sollte die Punktlandung auch in 2004 gelingen. Wie es in den nächsten Jahren weitergeht, hängt maßgeblich von ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 31/2004 (pdf, 193 kB), erschienen am 19.11.2004.

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