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WestLB 10 Karat-Anleihe
Der Nikolaus bekommt Konkurrenz

Zum Jahresende sitzt das Geld bei vielen Haushalten lockerer. Mitunter türmen sich Weihnachtsgeld und Jahresgratifikation zu hübschen Sümmchen. Wer damit nicht nur andere, sondern auch sich selbst beschenken möchte, stöbert meist in den elektronischen Auslagen der Banken. Und da diese zu Weihnachten besonders üppig drapiert sind, lohnt sich das Hinschauen doppelt.
Geldanlage-Brief − Nachdem wir Ihnen in Geldanlage-Brief Nr. 31/2004 den Nikolaus der Deutschen Bank vorgestellt haben, finden Sie nun dessen Gegenspieler an der Börse. Er nennt sich 10 Karat, kommt, anders als der Name vermuten lässt, nicht vom Diamantenhändler De Beers, sondern von der WestLB und geht das Thema Rendite etwas offensiver an.

Wie beim Nikolaus erhalten Sie zunächst einen Festkupon von fünf Prozent - allerdings nur in den ersten beiden Jahren. Im Anschluss ist wieder ein wenig "Zinsmathematik" gefragt, denn auch die 10 Karat-Anleihe (WKN WLB10P) basiert auf einem 25 Standardwerte zählenden Aktienkorb. Ausschlaggebend für Ihre jährliche Verzinsung ist bei der WestLB nur die Aktie mit der schlechtesten Performance seit Auflage. Von deren Performance nehmen Sie dreißig Prozent und addieren zehn Prozentpunkte hinzu - fertig ist Ihr Jahreskupon. Ein Beispiel: Notiert Walt Disney mit einem Verlust von zwanzig Prozent auf dem letzten Platz des Performance-Rankings, rechnen Sie: (-20%) x 30% + 10%. Ihr Kupon liegt somit bei vier Prozent.

Negative Kupons gibt es ebenso wie bei der Nikolaus-Anleihe nicht. Dafür aber zwei Zusatzausstattungen. Die erste: Aktien, die ab dem dritten Jahr fünfzig Prozent oder mehr seit Auflage verloren haben, sortiert die WestLB ersatzlos aus ("Kick out"). Die zweite: Sobald sich die Zinsen auf zwanzig Prozent summieren, frieren die Düsseldorfer bis zur Fälligkeit einen Fixkupon von zehn Prozent ein ("Lock in").

Fazit: Eine etwas einfachere Berechnung und eine attraktivere Lock In-Schwelle als beim Nikolaus. Allerdings gilt auch hier, dass ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 33/2004 (pdf, 176 kB), erschienen am 17.12.2004.

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