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Stada
Übernahmephantasien treiben den Stada-Kurs

Die Spekulationen um eine Übernahme des Pharma-Produzenten Stada reißen nicht ab. In der Hoffnung, schon bald ein Abfindungsangebot zu erhalten, legen sich immer mehr Anleger Stücke des agilen Pillendrehers in ihr Depot. Das brachte die ohnehin feste Aktie allein in den vergangenen vier Wochen noch einmal um 15 Prozent voran.
Geldanlage-Brief − Das Kalkül der Börsianer leitet sich direkt aus dem Geschäftsmodell der Hessen ab: Als Generika-Hersteller hat sich Stada (WKN 725180) auf die Herstellung von Nachahmer-Medikamenten spezialisiert. Und die gelten in Deutschland als besonders lukrativ. So lukrativ, dass sich große Konzerne in den vergangenen Jahren zahlreiche kleinere Hersteller einverleibten. Bisheriger Höhepunkt: Zu Jahresbeginn übernahm der Pharmariese Novartis die deutsche Hexal. Die Schweizer ließen sich den Deal 6,4 Mrd. Euro kosten - fast das Vierfache der kombinierten Jahresumsätze. Mit der interessanten Folge: Novartis verdrängte den bisherigen Platzhirsch, die israelische Teva Pharmaceuticals, auf Platz zwei.

Wachstumsaussicht und Größenverhältnis stimmen
Teva könnte nun zurückschlagen, so die Vermutung von Investoren. Ist sie begründet? Ja, und zwar in mehrfacher Hinsicht: Teva erwirtschaftet neunzig Prozent der Erlöse in den USA. Doch der US-Markt gilt als ausgereizt. In Europa hingegen wächst der Generika-Markt seit Jahren zweistellig, am stärksten in den südlichen Ländern. Deutschland belegt mit einem Marktvolumen von rund 6 Mrd. Euro Platz zwei der Weltrangliste. Old Europe wäre demnach eine gute Ergänzung für Teva. Hinzu kommt: Teva ist potent. Ende 2004 setzten die Israelis mit rund 4 Mrd. Euro fast fünf Mal mehr als Stada um. In der Unternehmenskasse schlummern zudem 650 Mio. Euro Cash. Und: Teva ist akquisitionsfreudig. Erst in 2004 übernahm die Gesellschaft für rund 3,5 Mrd. US-Dollar die kalifornische Sicor.
Will Teva nun in Deutschland zukaufen, wird man den Deal nicht auf die lange Bank schieben können. Grund: Auch der französischen Sanofi-Aventis und der amerikanischen Johnson & Johnson werden Interessen am europäischen Generika-Markt nachgesagt. Wer zuerst kommt, verdient zuerst.

Keine Stücke aus der Hand geben
Für Sie als spekulativen Anleger heißt das: Wenn Sie Stada haben, geben Sie keine Stücke aus der Hand. Gerüchten zufolge haben die Hessen die Deutsche Bank bereits ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 13/2005 (pdf, 262 kB), erschienen am 15.07.2005.

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