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Archiv > Börse > Aktien > Sunline |
Sunline Sunline: Emission für Kleinst-Anleger |
| Auch Sunline, die dritte Solar-Emission des Herbstes, brachte erkleckliche Zeichnungsgewinne: Wer Aktien der Mini-Emission ergatterte, darf sich zum Börsenschluss über einen Buchgewinn von 30 Prozent freuen. Doch manche Anleger können nicht mal das. Grund: Sie erhielten nur eine lächerliche Aktienzahl im Wert von nicht mal 50 Euro. Eine allenfalls für Taschengeld-Bezieher und Kleinst-Anleger interessante Tranche also. Der Geldanlage-Brief hat die Aussichten des Aspiranten unter die Lupe genommen. |
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Geldanlage-Brief −
Unternehmen: Sunline (WKN A0BMP0) ist eines der kleinsten und zugleich ältesten Solar-Systemhäuser in Deutschland. Das Unternehmen aus dem bayerischen Fürth geht zurück auf die 1986 gegründete GWU-Solar. Das 42 Mitarbeiter zählende Unternehmen plant, projektiert und vertreibt Solarprodukte jeder Größe. Angefangen von der eher unterhaltsamen Anwendung im Garten- oder Camping-Bereich für den Idealisten, über Anlagen für's Eigenheim bis hin zu monströsen Großprojekten im Megawatt-Bereich. Aktionsradius bislang: der fränkisch-pfälzische Raum.
Fundamentales: Hauptumsatzträger von Sunline sind ins Netz einspeisende Solaranlagen, so genannte "On-Grid-Systeme". Auf sie entfielen in 2004 rund 83 Prozent des Gesamtgeschäftes. Weitere fünfzehn Prozent der Erlöse zog Sunline aus privaten, nicht ins Strometz einspeisenden Inselanlagen ("Off-Grid"). Der dritte, noch schwache Umsatzträger, ist mit einem Anteil von zwei Prozent die Solar-Thermie. Alle zusammen speisten Erlöse von gut 33 Mio. Euro in die Bilanz 2004. Ein Plus gegenüber 2003 von fast 74 Prozent. Unterm Strich verblieb ein Jahresüberschuss von 0,3 Mio. Euro.
Schattenseite des kräftigen Wachstums: Sunline hatte bislang zu wenig Kapital. Die Eigenkapitalquote lag per Ende 2004 bei lausigen 15 Prozent. Daher konnte das Unternehmen die Nachfrage nicht in Gänze bedienen. Ergebnis: Die Franken stehen nun mit 2,4 Mio. Euro in der Kreide (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro). Durch den Börsengang soll sich das jetzt ändern.
Börsengang: Bei ihrem Gang an den Freiverkehr Frankfurt und Berlin-Bremen sowie an das Mittelstandssegment M:access der Münchener Börse verkauften die Franken bis zu 1,5 Millionen Stücke zum Festpreis von 5,30 Euro je Aktie. Davon 1,3 Millionen Anteile aus einer Kapitalerhöhung. Etwa achtzig Prozent der Emission gingen an Institutionelle, nur ein Fünftel an Privatanleger. Gründer und Vorstand Wolfgang Wismeth (59) will mit den frischen Mitteln in Höhe von fast 6,9 Mio. Euro vorrangig den Schuldenberg abtragen. Ziel: Stärkung der Eigenkapital-Polsterung auf fünfzig Prozent. Daneben sollen in der Sparte Inselanlagen neue Produkte lanciert und auch Märkte außerhalb Deutschlands erschlossen werden. Mit beidem will Wismeth einem Ziel näher kommen: der Unabhängigkeit vom staatlichen Fördertopf.
Bewertung: Mit Sunline kommt eine echter Small-Cap der Solarbranche an die Börse, der mit langjähriger Branchen-Erfahrung und etablierter Eigenmarke das stark zersplitterte wie gleichermaßen wettbewerbsintensive Ende der Wertschöpfungskette für Photovoltaik-Anlagen besetzt.
Mit dem Börsengang bricht für die Franken eine neue Zeitrechnung an. Sie verfügen nun über hinreichend Eigenkapital, um a) die Nachfrage endlich in Gänze bedienen zu können und b) ihre Einkaufskonditionen zu verbessern.
Allein die Bewertung wirft Fragen auf: Auf Basis des ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 20/2005 (pdf, 244 kB), erschienen am 21.10.2005.
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