Geldanlage-Brief: Ihr Newsletter für Geldanlage, Börse und Finanzen (Logo)
Geldanlage-Brief: Ihr Newsletter für Geldanlage, Börse und Finanzen (Subtitel)
Jahrgänge: 2010 2009 2008/2 2008/1 2007/2 2007/1 2006/2 2006/1 2005/2 2005/1 2004/2 2004/1 2003/2 2003/1

Archiv > Börse > Aktien > Neuemission Roth & Rau

Neuemission Roth & Rau
"Solar-Emission" Roth & Rau: Sonnige Aussichten für Anleger?

Solar-Aktien bringen Anlegern viel Freude: Wer bei Solarworld & Co. zur Emission einstieg, darf heute über Gewinne im drei- oder vierstelligen Bereich jubeln. Nun startet mit Roth & Rau der erste Ausrüster seine Börsenkarriere. Der Geldanlage-Brief klärt, ob der Einstieg auch nach der Emission noch lohnt.
Apple, Nokia oder Intel?
Haben Sie sich vor 12 Monaten Apple-Aktien ins Depot gelegt? Dann können Sie sich heute über ein Kursplus von 180 Prozent freuen. Welche IT-Aktien, Fonds und ETFs in Zukunft Gewinne versprechen, lesen Sie im neuen Geldanlage-Brief – jetzt kostenfrei anmelden!
Geldanlage-BriefUnternehmen: Wer in der Produktion von Solarzellen auf hohe Effizienz zielt, kommt an Roth & Rau (WKN A0JCZ5) kaum vorbei. Das 1990 von den Physikern Dr. Roth und Dr. Rau bei Chemnitz (Sachsen) gegründete Unternehmen fertigt Anlagen für die Solarzellen-Produktion. Diese verpassen den Zellen zwei Beschichtungen: eine Antireflex-Schicht und eine Textur. Beide zusammen erhöhen die Effizienz um bis zu 20 Prozent.
Roth & Rau produziert und vertreibt pro Jahr 20 bis 25 solcher Anlagen. Abnehmer sind fast alle größeren Solar-Unternehmen. Mit einem Anteil von 40 Prozent bringt es Roth & Rau in dieser Sparte zum Weltmarktführer. Daneben unterhält der 100 Mitarbeiter zählende Spezialist in Sachen Oberflächenbearbeitung Standbeine in der Halbleiter-Industrie und in der Härtung von Lacken. Wichtigste Kunden der von Roth & Rau angebotenen Querschnittstechnologien sind Infineon und Dürr.

Fundamentales: Das Geschäft der Sachsen ist von hoher Dynamik. Seit 2003 haben sich die Umsätze mehr als versechsfacht. In 2005 erlöste Roth & Rau gut 33 Mio. Euro und verdiente unterm Strich 4,3 Mio. Euro. Die Dynamik dürfte sich fortsetzen. Schauen Sie ins Auftragsbuch: Per 30.09.05 wies es ein Ordervolumen von rund 22 Mio. Euro aus. Zum Vergleich: Neun Monate zuvor waren es kaum 8 Mio. Euro.
Die Landesbank Baden-Württemberg erwartet für 2006 ein Umsatzplus um 12,5 Prozent auf 37,5 Mio. Euro. Wobei sich das Ergebnis eher unterproportional entwickeln dürfte. Grund: die Kosten für den Ausbau des Halbleiter-Geschäftes.

Börsengang: Zum Angebot kamen gut 1,3 Millionen Aktien, davon 800.000 Stücke aus einer Kapitalerhöhung und 375.000 Stücke von Altaktionären. Trotzdem die Emission eher klein ist, befinden sich jetzt mehr als 50 Prozent der Aktien im Freefloat. Aufgrund des hohen Anteils frischer Aktien fließen Roth & Rau netto rund 27 Mio. Euro an frischem Eigenkapital zu. Das sind 90 Prozent des letzt jährigen Umsatzes. Die Verwendung: Dietmar Roth will (neben Investition ins Halbleitergeschäft) insbesondere den Vertrieb stärken und unter dem Label Advanced Solar Cell Manufacturing seine Vision eines schlüsselfertigen Konzeptes für die Massenproduktion von Solarzellen umsetzen. Sein Ziel ist, künftig nicht 30, sondern 60 Prozent der Wertschöpfungskette abzudecken. Dabei sollen auch Zukäufe helfen.

Wertung: Die gute Diversifikation der Sachsen gefällt uns: Es gibt weder die bei kleineren Unternehmen sonst so typische Abhängigkeit von Einzelkunden, noch die einseitige Ausrichtung auf einen (regionalen) Markt: Ein Drittel des Geschäftes erzielt Roth & Rau in Deutschland, mehr als die Hälfte in Asien.
Allerdings: Ein reinrassiger Solar-Wert ist Roth & Rau nicht. Die Solarsparte steuerte in 2005 nur rund 70 Prozent zum Umsatz bei. Mit dem geplanten Ausbau der Halbleiter-Sparte und dem für 2007/08 anvisierten Einstieg mit einem neuen Verfahren für die Härtung von Lacken in der Autoherstellung dürfte der Anteil auf nur noch 50 Prozent sinken - und die Kostenquote über alle Sparten gemittelt wegen der anstehenden Investitionen signifikant steigen. Vor diesem Hintergrund ist die Bewertung äußerst anspruchsvoll. Gelingt 2006 ein Ergebnis auf Vorjahresniveau (womit wir rechnen), so bezahlen Sie die Aktie mit einem KGV von weit über 30. Zum Vergleich: Die japanische Shimadzu (WKN 854673) kostet - bei sauberem Gewinntrend - kaum die Hälfte. Auch zahlen die Japaner bereits seit Jahren Dividenden. Bei Roth & Rau dürfte es eine Ausschüttung dagegen nicht vor 2007 geben.

Fazit: Ein Kauf drängt sich derzeit nicht auf. Wenn Sie dennoch partout investieren wollen, sollten Sie ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 09/2006 (pdf, 189 kB), erschienen am 12.05.2006.

Weitere spannende Investment-Ideen finden Sie im Geldanlage-Brief – jetzt kostenfrei anmelden!
Copyright: Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Vervielfältigung und Weiterverbreitung mit Quellenangabe einschließlich Link auf diese Website gestattet. Belegexemplar erbeten.    Haftungshinweise/Disclaimer
Jahrgänge: 2010 2009 2008/2 2008/1 2007/2 2007/1 2006/2 2006/1 2005/2 2005/1 2004/2 2004/1 2003/2 2003/1
Partnersites: Geldanlage   Berufsunfähigkeit / Berufsunfähigkeitsversicherung   Private Krankenversicherung   Altersvorsorge  
Geldanlage-Brief kostenfrei per E-Mail
Lieber Leser,

nehmen Sie das Thema Geld- anlage selbst in die Hand? Dann informieren auch Sie sich jetzt mit dem Geldanlage-Brief kostenfrei per E-Mail über

- chancenreiche Aktien,
- spannende Zertifikate,
- die besten Investmentfonds,
- geldwerte Steuer-Tipps für
- Privatanleger
.

Tragen Sie einfach Ihre E-Mail- Adresse ein und Sie sind dabei!
Unterschrift Herausgeber Geldanlage-Brief

Ja, ich möchte den Geldanlage- Brief ab der nächsten Ausgabe kostenfrei per E-Mail erhalten.
.
Anrede

Vorname

Nachname

E-Mail*


PS. Der Geldanlage-Brief wurde mehrfach als 'Best-Newsletter der Kategorie Finanzen' aus- gezeichnet. Melden auch Sie sich jetzt kostenfrei an!