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Archiv > Börse > Aktien > Neuemission Demag Cranes |
Neuemission Demag Cranes IPO Demag Cranes:Kursrutsch bereits vor der Erstnotiz |
| Der Kranhersteller Demag Cranes hatte bei seinem IPO schwere Lasten zu tragen. Erst stürzten die Kurse an den Aktienmärkten ab, dann verschmähten Anleger die Aktie. Abhilfe schuf erst die Senkung des Preises. Eine Gelegenheit, jetzt Stücke des potenziellen MDax-Kandidaten günstig einzusammeln? |
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Geldanlage-Brief −
Unternehmen: Seit 160 Jahren produziert und wartet Demag Cranes Industriekräne. Weltweit verrichten nicht weniger als 650.000 Demag-Anlagen ihren Dienst: bei DaimlerChrysler etwa, bei Airbus, vor allem aber auf den Häfen dieser Welt.
Demags jüngere Geschichte ist turbulent. Es begann mit der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone: Die Engländer gliederten die Mannesmann-Industriesparte aus und reichten sie an Siemens durch. 2002 veräußerten die Münchener 81 Prozent der Kransparte an die "Heuschrecke" Kohlberg Kravis Roberts (KKR). KKR ließ die Produktpalette straffen und verordnete ein drakonisches Sparprogramm, das nun erste Früchte trägt.
Fundamentales: Seit geraumer Zeit schreibt das Unternehmen aus Wetter an der Ruhr mit aktuell 5.600 Mitarbeitern wieder schwarze Zahlen. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2005/06 (30.09.) kletterte der Erlös um 19 Prozent auf 465 Mio. Euro, das operative Ergebnis stieg - Basiseffekt bedingt - um das Dreifache auf 19,4 Mio. Euro.
Analysten bescheinigen dem Börsenneuling für die nächsten Jahre ein solides Wachstum. Wachstumsmotor ist die Hafentechnologie, vermarktet unter der Marke Gottwald: Hier sollen die Erlöse in 2006 um siebzehn und danach um etwa zwölf Prozent zulegen, die Marge von aktuell acht bis 2010 auf zwölf Prozent steigen. Stabil hohe Erträge generieren die Wetteraner im Servicegeschäft: 37 Prozent aller Kunden schließen zugleich einen Wartungsvertrag ab. Die "Service-Marge" liegt schon heute bei 18 Prozent. Bis 2010 soll sie auf 20 Prozent steigen.
Wertung: Demags Kräne stehen auf drei Beinen: Die Service-Sparte (Umsatzanteil 27%) generiert ein von Konjunkturzyklen weitgehend unabhängiges Geschäft. In der Hafentechnologie (Anteil 27%) profitiert das Unternehmen von der Ausweitung des Welthandels und den Trend zum vollautomatischen Hafenterminal. Einzig das Standbein Industrie (46%) birgt die Gefahr, bei mauer Konjunktur einzuknicken. Es ist die zyklische Komponente im Geschäftsmodell der Wetteraner.
Die Bewertung ist eher günstig. Bei einem Preis von 22 Euro bekommen Sie Demag mit einem KGV (2007) von zehn bis zwölf. Verglichen mit Wettbewerbern á la Cargotec und KCI Konecranes (Finnland) sowie die Columbus McKinnon (USA) entspricht dies einem Abschlag von rund 20 Prozent, wobei neue Wettbewerber wegen der hohen Eintrittsbarriere nicht hinzukommen dürften. Positiv ferner: Demag plant eine anlegerfreundliche Dividendenpolitik: Die Wetteraner wollen künftig 50 bis 60 Prozent des Überschusses an die Aktionäre ausschütten. Einen Knackpunkt bilden derzeit aber noch die üppigen Schulden von etwa 178 Mio. Euro.
Fazit: Mit Demag Cranes betritt ein gestandenes und gesundetes Industrie-Unternehmen das Parkett. Zwar fließen dem Unternehmen beim IPO ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 12/2006 (pdf, 228 kB), erschienen am 23.06.2006.
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