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Archiv > Börse > Aktien > Gagfah |
Gagfah Neuemission: Das können Sie von Gagfah erwarten |
| Es ist soweit: Mit der Gagfah-Gruppe startet nun der erste Börsengang eines großvolumigen Wohnungsportfolios aus dem Besitz eines Beteiligungsfonds. Die Aktien können Sie als Anleger noch bis zum 20. Oktober in einer Spanne von 17 bis 19 Euro zeichnen. Die Geldanlage-Brief-Analyse klärt, ob sich für Sie ein Investment in den Wohnungsriesen lohnt. |
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Geldanlage-Brief −
Zum Unternehmen: Gagfah können Sie auch mit Gigantonomie übersetzen. Das Unternehmen besitzt nicht weniger als 160.000 Wohnungen. Zur Gagfah-Holding gehört beispielsweise die Essener Gagfah mit 76.000 Wohnungen, die von der Norddeutschen Landesbank in 2005 übernommene Gesellschaft Nileg in Hannover mit 26.000 Wohnungen sowie die von der Stadt Dresden erworbene Woba mit 43.000 Wohnungen. Laut Emissionsprospekt ist das vom US-Finanzinvestor Fortress erworbene Portfolio satte 7,64 Mrd. Euro schwer.
Fundamentales: Gagfah lebt vorrangig von der Bewirtschaftung des Portfolios. 94 Prozent der Einnahmen stammen aus Mietzinsen. In den ersten sechs Monaten betrug der Jahresüberschuss gut 129 und der operative Gewinn 208 Mio. Euro. Wesentlicher als der ohnehin stabile Gewinn ist die Dividende. Die Holding plant für das Schlussquartal eine Ausschüttung von 0,17 Euro je Aktie. Fürs Gesamtjahr 2007 stellt das Unternehmen 0,71 Euro in Aussicht. Das ergibt auf Basis der Preisspanne (Mittelwert) eine Dividendenrendite von 3,9 Prozent. Zum Vergleich: Eine zehnjährige Bundesanleihe bringt es zurzeit auf vier Prozent.
Börsengang: Zum Angebot kommen fast 45 Millionen Aktien, darin enthalten ist eine Mehrzuteilungsreserve von gut 2,1 Millionen Stücken. Die Besonderheit: Sämtliche Papiere stammen aus einer Umplatzierung, eine Kapitalerhöhung ist nicht vorgesehen. Auf Deutsch: Die Altaktionäre machen Kasse. Und was uns am allerwenigsten schmeckt: Die Altgesellschafter haben sich einer Haltedauer von nur vier Monaten unterworfen.
Wertung: Mit Gagfah betritt ein Unternehmen die Börse, das auf den ersten Blick wegen der zu erwartenden attraktiven Dividenden eher für konservative Anleger in Betracht kommen könnte. Doch Vorsicht: Dem Papier heften einige Unwägbarkeiten an. Die erste: Weder Unternehmen noch Konsortialbanken noch Analysten haben bislang Gewinnschätzungen veröffentlicht. Die zweite: Schon am unteren Ende der Preisspanne bezahlen Sie die Aktie mit einem Aufschlag von rund zwanzig Prozent zu ihrem Net-Asset-Value (NAV). Das bedeutet: Ein Großteil der Vorhaben von Gagfah, etwa die Leerstandsquote von aktuell 6,2 auf marktübliche vier Prozent zu senken sowie die Mieten zu erhöhen, nimmt die Bewertung bereits vorweg. Drittes Risiko: Gagfah will das Wohnungsportfolio nach Aussagen von Fortress Europa-Chef Robert Kaufmann in den nächsten fünf Jahren verdoppeln, wobei die Finanzierung aller Voraussicht nach über Kapitalerhöhungen erfolgen soll. Das könnte die Gewinne in nicht unerheblichem Maße verwässern.
Fazit: Das Unternehmen kommt mit ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 20/2006 (pdf, 233 kB), erschienen am 13.10.2006.
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