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Archiv > Börse > Aktien > Apple |
Apple Landet Apple mit dem iPhone den nächsten Coup? |
| Warten auch Sie schon sehnsüchtig auf das neue iPhone? So geht es vielen: Apple erhofft, vom Start weg einen Marktanteil von einem Prozent beziehungsweise zehn Millionen Einheiten zu erreichen. Was liegt also näher, als sich sein iPhone über eine Investition in Apple-Aktien zu verdienen? |
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Geldanlage-Brief −
Die Änderung war marginal, aber überfällig: Im Januar ließ Steve Jobs (51), Gründer und CEO der Kultmarke Apple das Wort "Computer" aus der Firmenbezeichnung tilgen. Kein Wunder: Apple ist längst nicht mehr nur Synonym für den Macintosh, den Gegenentwurf zum PC. Mit einer ganzen Reihe neuer Produkte katapultieren sich die Kalifornier in der Gunst junger Käufer nach oben: iBook, iTunes und natürlich der iPod, der allein im vorigen Quartal gut 21 Millionen Mal über den Ladentisch ging. Apple, so scheint es, gelingt ein "iErfolg" nach dem anderen. Neuestes Produkt: das iPhone. Der hochpreisige Alleskönner unter den Handys soll im Juni in den USA in die Läden kommen und vom Start weg einen Marktanteil von einem Prozent erobern. Geplanter Verkaufsstart in Europa und Asien: Ende 2007.
Fundamentales: Apple wächst stärker als der Markt und übertrifft seit Jahren regelmäßig die Prognosen der Analysten. Im kürzlich bilanzierten ersten Geschäftsquartal 2007 erreichten die Kalifornier bei Umsätzen von 7,1 Mrd. US-Dollar (+25%) und fast 22 Millionen verkauften iPods zum ersten Mal in der Firmengeschichte die Netto-Gewinn-Marke von 1 Mrd. US-Dollar, beziehungsweise 1,14 US-Dollar je Aktie. Das sind stolze 45 Prozent mehr als im Konsens prognostiziert. Auch die Gewinnqualität hält Schritt: Mit 31,2 Prozent erreicht die Brutto-Marge einen branchenweiten Spitzenwert. Auffallend: Analysten schreiben die Erfolgsgeschichte linear fort. 20 von 27 Analysten raten zum Kauf und sehen das Kursziel bei gut 111 US-Dollar, mithin 30 Prozent über dem gegenwärtigen Niveau.
Im Konsens erwarten sie für 2007 einen um gut vierzig Prozent auf 3,2 US-Dollar steigenden Gewinn je Aktie, der sich in 2008 abermals auf dann 3,77 US-Dollar erhöhen soll. Daraus errechnet sich für das mit einer Jahresrate von rund 40 Prozent wachsende Unternehmen ein Kursgewinnverhältnis von 27 (2007) beziehungsweise 23 (2008).
Wertung: Apple ist mit einem Kursgewinnverhältnis von deutlich unter dreißig und einem Wachstum oberhalb von vierzig Prozent fundamental durchaus noch günstig bewertet. Mit dem Eintritt in das Handygeschäft wächst aber das Risiko der Aktie erheblich. Apple konkurriert künftig mit Playern wie Nokia oder Motorola – zwei Unternehmen, denen Anleger gerade einmal ein KGV von dreizehn zubilligen. Zwar dürfte es dank der Vertriebspower der exklusiv beauftragen AT&T-Tochter Cingular rasch gelingen, den anvisierten Marktanteil von zehn Millionen Einheiten zu erreichen.
Doch ob Apple den Preis längerfristig aufrecht erhalten kann, bleibt in jedem Fall abzuwarten. Bedenken Sie: Das Unternehmen kalkuliert mit einer Marge von fünfzig Prozent. Das liegt deutlich über dem Branchenschnitt. Fraglich folglich, inwiefern es Apple gelingt, sich vom Handymarkt dauerhaft abkoppeln zu können. Bis die ersten Verkaufszahlen vorliegen, haften der Aktie daher erhebliche Unsicherheiten an. Die sehen Sie bereits an der jüngeren Kursentwicklung: Die Aktie schwankt – Apple-untypisch – seit Dezember in einer Bandbreite von fast zwanzig Prozent.
Wir empfehlen Ihnen, Apple (WKN 865985) zunächst für die Dauer von etwa drei Monaten auf Ihre Beobachtungsliste zu setzen. Im Anschluss daran scheint uns – zur Risikoreduzierung – ein Discount-Zertifikat erste Wahl. Der Discounter aus dem Haus Sal. Oppenheim etwa (WKN SBL9FV) bietet Ihnen bei einem Rabatt von gut 22 Prozent die Chance auf einen Gewinn von gut zwanzig Prozent.
Fazit: Fundamental ist Apple derzeit eher unterbewertet und daher ein Kaufkandidat. Doch sollten Sie in jedem Fall ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 02/2007 (pdf, 320 kB), erschienen am 02.02.2007.
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