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Archiv > Börse > Aktien > Nordex |
Nordex Lohnt sich ein Investment in den Übernahmekandidaten Nordex? |
| CO2-Steuer, UN-Klimastudie und Sonntagsreden der Kanzlerin: Wohin Sie auch schauen, die Themen Klimaschutz und alternative Energien sind omnipräsent – und an der Börse melden sich "grüne Aktien" mit sattgrünen Vorzeichen zurück. Ein beachtliches Beispiel liefert Ihnen der Windenergie-Spezialist Nordex, dessen Aktienkurs sich binnen vier Monate verdoppelte. |
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Geldanlage-Brief −
Nordex (WKN A0D655) entwickelt, produziert und vertreibt Windkraftanlagen und realisiert zudem die Planung ganzer Windparksysteme. Und das in beachtlicher Dimension: 22 Jahre nach Gründung des Unternehmens finden Sie rund um den Global fast 3.000 Nordex-Anlagen mit einer Nennleistung von zusammen annähernd 3.200 Megawatt.
Anteilseigner des einst am Neuen Markt und heute im TecDAX gelisteten Unternehmens hatten jedoch bislang wenig Grund zur Freude: 2003 rutschte Nordex tief in die roten Zahlen und die Aktie verlor 98 Prozent. Frisches, von Finanzinvestoren bereitgestelltes Kapital und eine grundlegende Restrukturierung leiteten jedoch eine beachtliche Trendwende ein.
Fundamentales: Die wichtigste Nachricht: Nordex wächst seit 2005 stärker als der Markt. Im vergangenen Jahr steigerten die Norderstedter ihre Neubauleistung um siebzig Prozent auf 500 Megawatt. Zum Vergleich: Die weltweit installierte Kapazität erhöhte sich nur um dreißig Prozent. Zwar liegen die endgültigen Zahlen für 2006 noch nicht vor. Doch mit Blick auf die exzellente Auftragslage – von Januar bis November akquirierte man Projekte im Volumen von 700 Mio. Euro – können Sie mit Umsätzen von mehr als 500 Mio. Euro rechnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von rund zwei Dritteln. Der Gewinn: etwa 15 Mio. Euro. Sie sehen: Die Marge liegt noch bei flauen drei Prozent. Der Planung zufolge soll sie im Laufe des Jahres 2007 auf sechs Prozent zulegen.
Wertung: Für Nordex sprechen derzeit drei Faktoren: Zum einen das stark wachsende Auslandsgeschäft, das Vorhaben, ab 2008 die riesigen Märkte in Nordamerika und Asien in Angriff zu nehmen sowie die Übernahmefantasie in der Branche: Erst im Januar unterbreitete der französische Atomtechniker AREVA den Aktionären des Windenergie-Spezialisten Repower ein Übernahmeangebot. Die Chancen, dass auch Nordex zum Ziel einer Übernahme avancieren könnte, stehen durchaus gut: Im Zuge der Umstrukturierung waren mit Goldman Sachs und CMP zwei Finanzinvestoren eingestiegen, die nun zusammen 43 Prozent der Nordex-Anteile halten. Beiden wird kein langfristiges Interesse nachgesagt. Und potenzielle Kauf-Interessenten gibt es genug. General Electric etwa hat kürzlich erneuerbare Energie zum künftigen Wachstumsfeld erklärt. Auch E.On und RWE, die in Deutschland eher für Kernkraft stehen, investieren im Ausland fleißig in die Windenergie.
Frage also: Sollten Sie sich – nach dem steilen Kursanstieg – jetzt die Nordex-Anteilsscheine ins Depot legen? Um es gleich vorweg zu nehmen: Sicherheits- oder begrenzt risikobereite Anleger sollten das spekulative Papier auf keinen Fall anfassen. Ein Blick auf die fundamentale Bewertung der Nordlichter zeigt, dass Sie das Papier derzeit mit dem mehr als 50-fachen 2007er-Gewinn bezahlen müssen. Für uns deutlich zu viel, angesichts der Tatsache, dass dieser Gewinn bereits auf recht optimistischen Annahmen basiert: Analysten prognostizieren für 2007 eine Verdrei- bis Vervierfachung der 2006er-Ergebnisse.
Allenfalls Personen mit Spekulationskapital könnten den (noch) intakten Aufwärtstrend ausnutzen. Bei Bedarf an höchsten Chancen (und Risiken) könnte Zockern vielleicht der Wave-Call XXL der Deutschen Bank (WKN DB899V) gefallen. Er bietet gegenwärtig einen kraftvollen 2,5er Hebel, wobei Sie die Knock Out-Barriere bei 14,95 Euro keinesfalls aus den Augen verlieren dürfen.
Fazit: Die Zeit, in der Nordex eine windige Aktie war, ist passé. Heute stehen ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 04/2007 (pdf, 170 kB), erschienen am 02.03.2007.
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