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Archiv > Börse > Aktien > Archer Daniels Midland |
Archer Daniels Midland Rendite-Anbau im Agrarsektor |
| Nur auf ein Bio-Energie-Unternehmen zu setzen ist ein riskantes Unterfangen. Beim US-Konzern Archer Daniels Midland (ADM) ist das anders. Mit einem Investment in den Standardwert erwerben Sie zweierlei: neue, spannende Technologien zur Biokraftstoff-Gewinnung einerseits und das alte klassische Agrargeschäft andererseits. |
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Geldanlage-Brief −
Zum Unternehmen: Schon der Stammsitz von ADM (WKN 854161) verrät Ihnen fast alles. ADM residiert fernab der Metropolen im US-Bundesstaat Illinois. Der Ort heißt Decatur und dessen größte Attraktion sind endlose Felder, bestellt mit Soja und Mais.
ADM ist mit 25.000 Mitarbeitern einer der weltweit größten Verarbeiter landwirtschaftlicher Produkte, allen voran Sojabohnen, Mais, Weizen und Kakao. Das Unternehmen ist in allen Erdteilen präsent und in vielen Regionen Marktführer. So an der Elfenbeinküste in der Kakaoverarbeitung und in Asien bei der Herstellung von Sojaöl und weltweit bei der Produktion von Ethanol. Bekannt ist ADM darüber hinaus für eine immense Lobbymacht im Kapitol sowie für die Bereitschaft, auch in unterentwickelte und politisch unsichere Regionen zu investieren. Und: ADM ist das größte börsennotierte Unternehmen, das von einer Frau geführt wird.
Fundamentales: ADM können Sie im Grunde auch mit Archer Daniels Mais übersetzen. Denn die Amerikaner ziehen 13 Prozent ihrer Umsätze und 40 Prozent ihres Gewinns aus der Maisverarbeitung. Kurzfristig ist die Getreideverarbeitung ein sehr volatiles Geschäft. Keine Ernte, bei der der Wettergott nicht ein Wörtchen mitzureden hat. Doch langfristig bietet Ihnen das Unternehmen auch in der Bilanz Wachstum: Von 1997 bis 2006 kletterten die Erlöse um mehr als das Doppelte auf zuletzt 36,6 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig verbesserte sich das Ergebnis um fast das Vierfache, wobei es bei Umsatz wie Ergebnis in den vergangenen zehn Jahren jeweils nur zwei Rücksetzer gab. Die "Ernte pro Aktie" in 2006: 2,01 US-Dollar.
Wertung: Die solide, bodenständige Erfolgsbilanz ist im Grunde schon alles, was Sie von ADM erfahren. In punkto Projektionen hält man sich traditionell und mit Blick auf das kurzfristig volatile Grundgeschäft bedeckt. ADM ist auch für Analysten ein schwieriges Feld: Der Akquisitionshunger der Amerikaner führt gelegentlich zu hohen Integrationskosten und – Folge davon – zu unerwarteten Ertragseinbußen. Die Quittung kommt meist als Herabstufung daher, in der Regel jedoch nur von kurzer Dauer.
Aktuell erwarten Analysten für das laufende Geschäftsjahr bei nochmals um knapp acht Prozent auf 39,4 Mrd. US-Dollar erhöhten Umsätzen einen Ergebniszuwachs von 25 Prozent auf dann 2,52 US-Dollar je Anteilsschein. Auf Basis des Kurses von derzeit knapp 37 US-Dollar bezahlen Sie den Agrarkonzern daher mit einem KGV von 14,5. Für ein Unternehmen mit einem Wachstum von 10 bis 20 Prozent pro Jahr ist das nicht zu viel.
Fazit: Wir sehen die Aktie als langfristige Basisinvestition im Commodity-Bereich. Mit ADM profitieren Sie vom Wachstum der Weltbevölkerung und hierbei vor allem von der Nachfrage seitens der asiatischen Märkte. Und: Sie haben jederzeit ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 06/2007 (pdf, 212 kB), erschienen am 30.03.2007.
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