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DaimlerChrysler
Aktienrückkauf sorgt für Fantasie

Erinnern Sie sich an die hochfliegenden Pläne einer „Welt AG“ von Jürgen Schrempp? Sie sind passé. Nach Lehrgeld-Zahlungen im Milliardenbereich erklärten Daimler und Chrysler am 3. August ihre Ehe für beendet. Die Aktionäre hoffen nun auf bessere Zeiten.
Geldanlage-BriefZum Unternehmen: Den Stuttgarter Automobilkonzern kennen Sie. Mit einer Marktkapitalisierung von gegenwärtig knapp 70 Mrd. Euro ist der DaimlerChrysler-Konzern (WKN 710000) nach Toyota das zweitgrößte Automobil-Unternehmen der Welt. Unter seinem Dach finden Sie drei Säulen: die Mercedes Car Group mit den Marken Mercedes-Benz, Maybach und dem Smart, daneben die Nutzfahrzeugsparte Truck Group und das Geschäft mit Transportern und Bussen, ferner die (reduzierte) Beteiligung am Luftfahrtkonzern EADS.

Fundamentales: Die Schwaben stehen wieder auf gesunden Beinen. Mit Ausnahme des leicht rückläufigen Lkw-Geschäftes verzeichnet der Konzern ein solides Wachstum und generiert üppige Cash-Flows. Wesentlich ist: Mit dem Verkauf von 80,1 Prozent der Chrysler-Anteile an den Finanzinvestor Cerberus haben sie rund 5,4 Mrd. Euro erlöst und verfügen nun über einen Cash-Bestand im Volumen von 11 Mrd. Euro. Zwar haben sich Hoffnungen der Investoren zerschlagen, diesen als Sonderdividende zu erhalten. Doch die Vorhaben von Konzernchef Dieter Zetsche sind nicht minder attraktiv. Er will die Liquidität auf ein voluminöses Aktienrückkauf-Programm verwenden: Noch in diesem Jahr sollen Anteile im Wert von 3,5 Mrd. Euro und in 2008 Aktien im Volumen von 4 Mrd. Euro erworben werden – insgesamt rund zehn Prozent des Börsenwertes.
Parallel zum Aktienrückkauf steigt der Gewinn: Verdiente man in 2006 operativ noch 5 Mrd. Euro, so nimmt Zetsche für 2007 die Marke von 8,5 Mrd. Euro ins Visier. Darin bereits enthalten: die mit 2,5 Mrd. Euro niedriger als erwartete ausgefallenen Aufwendungen für die Trennung von Chrysler.

Wertung: Der Verkauf der kränkelnden US-Sparte verbessert das Risikoprofil der Aktie. Zum Einen entfallen die hohen Pensions- und Krankenversicherungs-Verpflichtungen für die Chrysler-Mitarbeiter. Zum Zweiten steigt die Marge des Gesamtkonzerns in diesem Jahr signifikant auf voraussichtlich 8,5 Prozent (2006: 3,6%).
Summa summarum befindet sich die Daimler AG (so der wahrscheinliche neue Name) auf dem besten Weg für einen Neustart. Die Börse honoriert die Neuaufstellung bislang nur unzureichend. Die Anteilsscheine werden derzeit lediglich mit dem 11,7- beziehungsweise 9,9-fachen Gewinn (2007e/2008e) gehandelt.

Fazit: Die DaimlerChrysler-Aktie ist ungeachtet ihrer Kurszuwächse fundamental attraktiv bewertet. Sie handelt zudem in stabilem Aufwärtstrend und sollte weiter an Fahrt gewinnen. Dafür sorgen neben der mit fast drei Prozent hohen Dividendenrendite insbesondere die geplanten Aktienrückkäufe. Wenn Sie möchten, reduzieren Sie Ihr Anlagerisiko mit einem Bonus-Zertifikat. Interessant ist der Daimler-Bonus der BNP Paribas (WKN BN7XF9) mit Barriere 48 Euro und Bonuslevel 82 Euro. Fällt die Aktie bis ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 18/2007 (pdf, 200 kB), erschienen am 14.09.2007.

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