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Archiv > Börse > Aktien > Commerzbank |
Commerzbank Commerzbank: Ist jetzt die Zeit zum Einstieg gekommen? |
| Haben Sie 'mal einen Blick auf den Chart der Commerzbank-Aktie geworfen? Es ist ein drastisches Kursbild: Das Papier verlor seit Juli dieses Jahres nicht weniger als ein Drittel seines ehedem erreichten Wertes – obwohl „die Gelben“ von der Subprime-Krise nur marginal betroffen sind. Grund genug für uns, die Geschicke der Frankfurter im Vorfeld des Vorstandswechsels unter die Lupe zu nehmen. |
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Geldanlage-Brief −
Zum Unternehmen: Seit der Übernahme der auf Immobilien- und Staatsfinanzierung spezialisierten EuroHypo in 2006 sind die Frankfurter mit einem Börsenwert von gut 16 Mrd. Euro und einer Bilanzsumme von 608 Mrd. Euro das zweitgrößte Kreditinstitut Deutschlands. Die Commerzbank (WKN 803200) verfügt über ein Netz von 820 Filialen und hat knapp 36.000 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste. Einer ihrer Differenzierungspunkte zu Wettbewerbern: Sie adressiert neben Privatkunden nicht nur den Mittelstand, sondern hat für ihn – als einzige Großbank – ein eigenes Geschäftsfeld geschaffen: die „Mittelstandsbank“.
Fundamentales: Die Commerzbank erwirtschaftet 70 Prozent ihrer Erträge im Inland. Seit dem herben Verlustjahr 2003, das die Commerzbanker aufgrund hoher Abschreibungen mit einem Rekord-Minus von 2,3 Mrd. Euro beendeten, geht es stramm bergauf. In 2005 bilanzierte Finanzchef Eric Strutz einen Überschuss von 1,2 Mrd. Euro. 2006 waren es bereits 1,6 Mrd. Euro.
Den vorläufigen Höhepunkt der durchweg positiven Entwicklung bildeten die jüngst vorgelegten Quartalszahlen. Demnach stieg der Überschuss um 56 Prozent auf 339 Mio. Euro. Das Jahresziel eines Konzernüberschusses von 1,5 Mrd. Euro hat die Commerzbank somit bereits nach neun Monaten mit einem Stand von nunmehr 1,72 Mrd. Euro erreicht – und stellt für 2007 eine abermals höhere Dividende in Aussicht. Die wohl wichtigste Nachricht für Aktionäre: Der Abschreibungsbedarf im Zuge der US-Immobilienkrise fällt mit 337 Mio. Euro deutlich niedriger aus als vom Markt erwartet.
Wertung: Uns gefällt die Commerzbank-Aktie aus drei Gründen. Erstens ist das Unternehmen mit seinem Engagement von nur 1,2 Mrd. Euro bei schlecht besicherten Darlehen nur marginal von der Subprime-Krise betroffen.
Punkt zwei betrifft das Management: Im Mai wird der Vorstandschef Klaus-Peter Müller das Zepter an Martin Blessing weiterreichen. Blessing bringt eine vorzügliche Erfolgsbilanz mit: Er übernahm 2001 das Privatkundengeschäft; schon zwei Jahre später schrieb die Sparte schwarze Zahlen. Danach betraute ihn Müller mit der „Mittelstandsbank“. Blessing reüssierte erneut und führte den wichtigen Geschäftsbereich zu einer stolzen Kapitalrendite von 35 Prozent.
Drittens erwerben Sie mit der Commerzbank-Aktie die Aussicht auf eine mögliche Übernahme: Die Commerzbank ist mit ihrem derzeitigen Börsenwert zu klein, um dauerhaft eigenständig sein zu können. Sie bleibt unter Deutschlands Banken das Übernahmeziel.
Fazit: Obwohl die Commerzbank von der US-Immobilienkrise kaum betroffen ist, straften Investoren die Aktie ab. Die Aktie erreicht nun mit Kursen um 24 Euro ein branchenweit günstiges KGV (2008) von unter acht. Ein Bewertungsniveau, das ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 23/2007 (pdf, 245 kB), erschienen am 23.11.2007.
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