Gold verliert Status als „sicherer Hafen“ – So erzielen Sie dennoch Gewinne

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Gold – Status als „sicherer Hafen“ endgültig verloren
  2. Gold – So können Sie dennoch Gewinne erzielen

 

›› Gold – Status als „sicherer Hafen“ endgültig verloren
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefin einer Pressemitteilung teilte uns die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim gestern mit, dass sie das Edelmetall Gold gänzlich aus ihren Portfolios verbannt hat. Laut der Mitteilung überwindet die Bank mit dieser Reaktion den alten Grundsatz, dass Gold als Depotbestandteil unumgänglich sei. Dazu schreibt die Bank:

Gold hat als sicherer Hafen endgültig ausgedient

Gold als „safe haven“? Diese Zeiten sind für die Investmentstrategen von Sal. Oppenheim endgültig vorbei: „Das Edelmetall hat seinen Status als sicherer Hafen verloren. Der Goldpreis zeigt schon seit Jahren keine Reaktion auf geopolitische Krisen mehr“, erläutert Maximilian Uleer, Portfoliomanager Investmentstrategie bei Sal. Oppenheim. „Ein Investment lohnt sich auch mittelfristig nicht mehr.

Wieder 20 Jahre warten bis zum nächsten Aufwärtstrend?

Uleer fühlt sich derzeit an das Jahr 1980 erinnert. Damals brach der Goldpreis innerhalb von zwei Jahren um rund 50 Prozent ein. Anschließend kam es zwar immer wieder zu kurzfristigen Erholungen, es dauerte jedoch fast 20 Jahre, bis der Goldpreis wieder zu einem positiven Trend fand. „Wer auf langfristig steigende Preise hofft, muss womöglich viel Geduld mitbringen“, so der Rohstoffexperte.

Nur eine extreme Inflation könnte den Goldpreis steigen lassen

In der Vergangenheit hatten viele Investoren in unruhigen Zeiten auf Goldinvestments gesetzt, doch selbst die jüngsten Krisenherde in der Ukraine, dem Nahen und Mittleren Osten oder Griechenland ließen den Goldpreis nahezu unberührt. „Diese Situationen stellen keine Bedrohung des Anlagevermögens dar, ganz anders als die faktische Entwertung des Sparvermögens durch negative Realzinsen“, erklärt Dr. Lars Edler, Leiter Investmentstrategie bei Sal. Oppenheim. Nur eine extreme Inflation oder ein Ereignis wie das Auseinanderbrechen der Europäischen Währungsunion könnten den Goldpreis steigern. „Mit beidem rechnen wir nicht“, sagt Edler.

Gold – Eine volatile und riskante Anlageform ohne inneren Wert

Sal. Oppenheim rät bereits seit Jahren zur Untergewichtung des Edelmetalls im Portfolio – augenscheinlich zu Recht“, sagt Investmentstratege Edler. Kurzfristige Erholungen schließt er indes nicht aus: „Da das Angebot limitiert ist, können schon geringste Nachfrageschwankungen die Preise stark verändern.

Problematisch findet Edler, dass Gold eine Volatilität aufweist, die um Teil deutlich über der von Aktienmärkten liegt. Damit sei das Rendite-Risiko-Profil denkbar unattraktiv im Vergleich zu Wertpapieren, die zumindest Zinsen oder Dividende abwerfen. „Wir sehen in Gold eine volatile und riskante Anlageform ohne inneren Wert. Und da wir auch mittelfristig keine Preiserholung erwarten, halten wir nun keine Goldinvestments mehr“, sagt Edler.

 



›› Gold – So können Sie dennoch Gewinne erzielen
von Sven Weisenhaus

Kommen Ihnen einige Aussagen der Sal. Oppenheim- Investmentstrategen bekannt vor? Kein Wunder, denn mit ihrer neuen Edelmetallstrategie folgt die Bank unserer wiederholt vertretenen Meinung, wonach Gold als langfristiges Investment uninteressant bleiben dürfte. Die Inflation wird aus unserer Sicht nur sehr langsam anziehen, womit das Kurspotential bei Silber und Gold eng begrenzt ist. Mit unserer Erwartung an eine langweilige Kursbewegung im Gold(und Silber)preis liegen wir schon seit Monaten richtig und werden wohl auch in einigen Wochen und Monaten noch richtig liegen.

„2015 wird Gold voraussichtlich nicht glänzen können“

Die übergeordnete charttechnische Schwäche bei den Edelmetallen passt auch zu der fundamentalen Entwicklung beim Gold, wie Zahlen des World Gold Council (Lobbyorganisation der weltweiten Goldindustrie) zeigten, über die wir am 11. März 2015 ausführlich berichteten (siehe „Gold – Was bewegt den Goldpreis wirklich? – Wo steht der Goldpreis Ende 2015?“). Damals kamen wir zu dem Fazit, dass Gold voraussichtlich auch in 2015 nicht glänzen wird.

Trotz fallender Edelmetallpreise hohe Gewinne erzielt

Entsprechend kamen wir in unserem „Geldanlage Premium Depot“ bislang vollständig ohne ein Direktinvestment in Gold aus. Stattdessen haben wir lediglich spezielle Situationen ausgenutzt, indem wir zum Beispiel über Inline-Optionsscheine Seitwärtsrenditen erzielt haben oder den Umweg über ETFs und Aktien aus dem Edelmetallbereich gegangen sind, mit denen wir kurzfristig hohe Gewinne erzielen konnten (siehe Tabelle).

Gewinne mit Edelmetall-Trades

Alleine mit sechs Edelmetalltrades haben wir unseren Kunden Gewinne in Höhe von 896,92 Euro beschert. Noch kein einziges Mal haben wir mit einem Edelmetallinvestment einen Verlust realisieren müssen, obwohl die Preise seit fast 4 Jahren tendenziell nur fallen.

(Möchten Sie auch mit solchen Trades Renditen von bis zu 50% erzielen? Sie möchten wissen, wie wir mit der Situation im Goldpreis umgehen? Dann melden Sie sich zu unserem Börsendienst „Geldanlage Premium Depot“ an. Sie können uns einen vollen Monat lang kostenlos im Probe-Abonnement testen. Melden Sie sich jetzt hier an.)

Gründe für die aktuelle Schwäche

Aktuell stehen die Edelmetallpreise aus mehreren Gründen unter Druck:

  • Rückläufige Inflationsraten, die durch eine Einigung mit dem Iran und dadurch fallende Ölpreise begünstigt werden.
  • Stärke des amerikanischen Dollar, der Edelmetalle für Investoren außerhalb des Dollarraums verteuert und die Nachfrage belastet.
  • Entlastung Griechenlands.

Am Rohstoffmarkt fiel der Goldpreis jüngst auf ein Fünfjahres-Tief.

Gold - Chartanalyse

Experten verlieren nach jüngstem Absturz den Glauben an Gold

Am vergangenen Freitag schrieben wir unseren Abonnenten des „Geldanlage Premium Depot“, dass laut einem Medienbericht von Bloomberg zum ersten Mal seit 2006, also seitdem die US-Regierung die Daten erfasst, die Mehrheit der Hedgefondsmanager auf sinkende Goldpreise setzt. Offenbar haben neben der Sal. Oppenheim-Bank auch andere Experten nach dem jüngsten Absturz den Glauben an die glänzenden Zeiten des Edelmetalls vollständig verloren.

Sentiment als Kontraindikator

Doch das Sentiment gilt als Kontraindikator. Und aktuell stabilisiert sich der Goldpreis knapp unterhalb einer Abwärtstrendlinie, die zu einem bullishen Keil (dicke rote und grüne Abwärtslinie im Chart) gehören könnte. Sollte der Goldpreis in Kürze in die mögliche Keilformation zurückkehren, könnte dies ein deutlich bullishes Signal sein, auch wenn sich der Goldpreis nach wie vor inmitten von Abwärtstrendkanälen (rot im Chart) befindet.

Saisonalität spricht für Kurserholung

Noch sind die charttechnischen Signale klar bearish. Dass es aber schon bald zu wieder steigenden Kursen im Goldpreis kommen kann, obwohl wir gerade frische bärische Signale von dem Edelmetall geliefert bekommen haben, dafür spricht die Saisonalität. Demnach ließ sich in den vergangenen 30 Jahren beobachten, dass der Goldpreis in der ersten Jahreshälfte schwächelt (was er auch in diesem Jahr tat), jedoch zum Jahresende hin zulegen kann.

Gold - saisonaler Kursverlauf

Gewinne in Höhe von 50 % erwartet

Wir haben kürzlich daher wieder ein Gold-Investment in unser „Geldanlage Premium Depot“ geholt. Dabei haben wir erneut nicht direkt in Gold, sondern in Goldminenaktien per ETF (Exchange-Traded Fund, englisch für „börsengehandelter Fonds“) investiert, mit dem wir in der Vergangenheit bereits hohe Gewinne erzielen konnten (siehe Tabelle oben). Allerdings sind wir nun sogar deutlich günstiger eingestiegen als damals, womit das Gewinnpotential erheblich höher ist. Nach Gewinnen von 24,72 und 20,17 Prozent erwarten wir nun sogar ein Plus von mehr als 50 Prozent.

Dabei vereint der Goldminenaktien-ETF die Vorteile eines Goldinvestments mit denen eines Aktieninvestments, indem er sich auf den bekanntesten Goldminenindex der Welt bezieht. Dadurch investieren wir in 18 der größten internationalen Goldförderer und profitieren auch von den Dividenden der Einzeltitel.

Fazit

Wir haben schon vor Monaten unsere Erwartung formuliert, dass wir langfristig keinen Trendwechsel bei Gold und Silber sehen, sondern lediglich eine längere (mehrjährige), leicht abwärts gerichtete Seitwärtsbewegung unter abnehmender Volatilität. Diese sollte dazu führen, dass Gold und Silber als Investments weiter an Attraktivität verlieren. Mit Blick auf den Chart zeigt sich, wie richtig wir mit dieser Prognose liegen. Mit unserem Trade investieren wir daher nur kurzfristig – uns würde eine stärkere Gegenbewegung bereits reichen.


Möchten Sie auch von diesem Trade prüfitieren? Sie möchten wissen, mit welchem Investment wir eine Rendite von 50% erzielen möchten? Brauchen Sie grundsätzlich Unterstützung bei der Umsetzung solcher Trades? Dann melden Sie sich zu unserem Börsendienst „
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Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 


 

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