Deutsche Bank – Rekordverlust +++ Dürr – Kein Schnäppchen, dennoch Potential

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Deutsche Bank AG – Gewinnwarnung und Rekordverlust – Na und?!
  2. Dürr AG – Kein Schnäppchen, aber dennoch Potential
  3. Kostenlose Herbst-Seminare der Börse Düsseldorf

 

›› Deutsche Bank AG
– Gewinnwarnung und Rekordverlust – Na und?!
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefdie Deutsche Bank AG (WKN 514000) arbeitet an einer umfassenden Umstrukturierung zur Kostenreduzierung und will dazu heute ausführliche Informationen bekanntgeben. Laut Medienberichten sollen von den fast 100.000 Mitarbeitern in den nächsten Jahren maximal 75.000 übrig bleiben. Allein 15.000 Mitarbeiter sollen den Konzern mit dem für 2016 angepeilten Börsengang der Postbank verlassen. Daneben stehen viele der 20.000 Stellen zur Disposition, die die Bank in den vergangenen Jahren in Niedriglohnländern aufgebaut hat. Insgesamt sollen die Kosten mittelfristig um 3,5 Milliarden Euro sinken.

Im Spannungsfeld zwischen Rechtsstreitigkeiten und Kostensenkungen

Die Börse scheint die Maßnahmen zur Kostenreduzierung inzwischen positiver zu werten als die ständigen Negativ-Meldungen über immer neue Rechtsstreitigkeiten. Der Kurs befindet sich zwar aktuell noch im Spannungsfeld zwischen diesen beiden Themen und keilt sich innerhalb einer (roten) Abwärtslinie und einer (grünen) Aufwärtslinie ein, doch negative Meldungen haben zuletzt kaum noch auf den Kurs gedrückt.

Deutsche Bank AG - Chartanalyse

Gewinnwarnung und Rekordverlust – Na und?!

So verdauten die Aktionäre der Deutschen Bank erst kürzlich eine Horrormeldung ohne größere Kursverluste. Das Geldhaus schockte mit einer deutlichen Gewinnwarnung. Das dritte Quartal 2015 soll mit einem Rekordverlust von 6,2 Milliarden Euro nach Steuern abschließen, weil Abschreibungen und Rückstellungen in Milliardenhöhe das Ergebnis belasten. Dabei entfallen allein auf Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert im Privatkundengeschäft sowie im Investmentbanking rund 5,8 Milliarden Euro. Die Tochter Postbank dürfte hauptsächlich dafür verantwortlich sein, von der sich die Deutsche Bank im kommenden Jahr trennen will. Zudem soll die Dividende für 2015 gekippt werden. – Der neue Co-Chef der Deutschen Bank, John Cryan, greift offenbar hart durch und räumt richtig auf.

John Cryan greift hart durch und räumt richtig auf

Letztlich ist er vielleicht auch der Grund, warum die Anleger nach derartigen Meldungen nicht in Scharen aus der Aktie fliehen. Statt großer Verluste sah man am Tag der Gewinnwarnung nur einen moderaten Kursrückgang um 1,77%. Dabei konnte sich der Kurs oberhalb wichtiger Unterstützungen halten (grüne Linie bei 22,66 Euro im Chart oben). Zwischenzeitig konnte man sogar über weite Strecken Kursgewinne beobachten. Vorbörslich war der Kurs allerdings zeitweise um gut 10% eingebrochen.

Der Boden scheint erreicht

Wenn eine Aktie nach derart schlechten Nachrichten für ihre Besitzer nicht einbricht, dann sollte klar sein, dass die Anleger in dem schonungslosen Aufräumen des neuen Chefs etwas positives sehen. Fast wöchentlich müssen die Anteilseigner schlechte Nachrichten über „ihr“ Unternehmen lesen. Da kann es eigentlich nur gut sein, wenn endlich jemand hart durchgreift. Zumal Abschreibungen und Rückstellungen nicht das operative Geschäft betreffen. Insofern dürften die Gewinne in der Zukunft wieder sprudeln, wenn der Laden endlich auf Vordermann gebracht ist. Und mit der jüngsten Meldung sieht es so aus, als würde dies recht schnell der Fall sein.

Fundamentale Bewertung: 2015 pfui, 2016 hui!

Die fundamentale Bewertung sieht für das laufende Jahr 2015 nun natürlich katastrophal aus. Wenn aber mit den aktuellen Schritten ausreichend vorgesorgt wird und zukünftige Gewinne nicht mehr belastet werden, wie es bisher über viele Quartale der Fall war, dann sieht die Bewertung für das kommende Jahr 2016 schon wieder sehr günstig aus. Die Verluste wären beim Verkauf der Postbank in 2016 sowieso angefallen, da absehbar ist, dass ein Verkaufspreis unter Buchwert erzielt wird. Und das scheinen die Anleger aktuell auch so zu sehen, weshalb dies wohl schon im Aktienkurs eingepreist war.

„Deutsche Bank AG – Für einen Marktführer extrem günstig zu haben“

Am 24. Juni 2015 hatten wir die Deutsche Bank AG schon einmal ausführlich analysiert. Die Überschrift „Deutsche Bank AG – Für einen Marktführer extrem günstig zu haben“ verriet bereits, dass wir für die Aktien sehr optimistisch waren. Daran hat sich in der Zwischenzeit nichts geändert. Wir sind weiterhin langfristig bullisch. Kurzfristig sind allerdings noch Kursturbulenzen möglich, je nachdem, wie die Anleger den heutigen Tag der Entscheidung bewerten.

Zumal die aktuelle Seitwärtsbewegung des Aktienkurses nach einer vorangegangenen Abwärtsbewegung stattfindet, weshalb die Gefahr besteht, dass es sich um eine bärische Formation handelt.

Deutsche Bank AG - Chartanalyse

Aufgrund der fundamentalen Bewertung und der Unternehmenspläne erwarten wir aber dennoch einen Ausbruch nach oben.

Long-Chance bei Kursanstieg der Deutsche Bank-Aktie

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Deutsche Bank WAVE Unlimited Call, WKN: DT5BVW, Briefkurs: 0,87 Euro, Hebel: 3,25
Mit diesen Wertpapieren können Sie leicht gehebelt auf einen Kursanstieg setzen und damit in kürzerer Zeit höhere Gewinne erzielen.

Short-Chance bei Schwäche der Deutsche Bank-Aktie

Für die Erwartung an fallende Kurse in der Deutsche Bank-Aktie könnte folgendes Produkt interessant sein:
Deutsche Bank WAVE Unlimited Put, WKN: XM2R2M, Briefkurs: 1,47 Euro, Hebel: 1,88

 



›› Von 27 Trades endeten 26 im Gewinn
– Trefferquote über 96%
von Geldanlage-Brief-Team

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Erfolgreiches Trading mit dem

Im vergangenen Quartal, das für Aktien das schwächste seit vier Jahren war, schlugen wir alle von uns beobachteten Indizes (u. a. DAX, Dow Jones, Nikkei etc., wir berichteten). Nun hoffen wir, dass uns die Saisonalität ein wunderbares Schlussquartal mit hohen Gewinnen beschert. Steigen Sie jetzt ein! Melden Sie sich jetzt hier an!

 



›› Dürr AG
– Kein Schnäppchen, aber dennoch Potential
von Sven Weisenhaus

Die Aktien der Dürr AG waren schon einmal Gast in unserem „Geldanlage Premium Depot“. Am 07.10.2014 zu 53,40 Euro gekauft, konnten wir am 11.11.2014 bereits nach 35 Tagen einen Gewinn in Höhe von 15% erzielen, als wir die Anteile zu 61,41 Euro wieder auf den Markt schmissen (siehe Pfeile im Chart).

Dürr AG - Chartanalyse

Rabatt von mehr als 36%

Inzwischen konnten wir die Aktien knapp oberhalb der damaligen Seitwärtsrange zurück ins Depot holen. Damit machte sich unsere abwartende Haltung und die Strategie von tiefliegenden Limit-Orders (wir berichteten) bezahlt. Schließlich kommt die Aktie von einem Hoch bei rund 110 Euro, womit wir sie mit einem Rabatt von mehr als 36% einkaufen konnten.

Bei Auftragseingang und Umsatz über Plan

Und dieser Kursverlust liegt keineswegs an der Entwicklung des Unternehmens, sondern ausschließlich an der allgemeinen Marktschwäche. Denn mit den Geschäftszahlen zum 1. Halbjahr 2015, welche am 6. August veröffentlicht wurden, konnte Dürr berichten, dass es bei Auftragseingang und Umsatz über Plan liegt. Der Auftragseingang stieg im ersten Halbjahr um 41% auf 1.795,5 Mio. Euro. Trotz einer schwächelnden chinesischen Wirtschaft trug dabei sogar, neben der Einbeziehung der HOMAG Group (seit Oktober 2014), auch eine starke Nachfrage in China und Nordamerika bei. In China stieg das Bestellvolumen um 52% auf 419,1 Mio. Euro, in Amerika verdoppelte es sich auf 456,3 Mio. Euro. Mit 2.828,0 Mio. Euro verfügte Dürr zur Jahresmitte 2015 über einen hohen Auftragsbestand (1. Halbjahr 2014: 2.351,6 Mio. Euro).

Der Umsatz wuchs um 67% auf 1.773,5 Mio. Euro. Das operative EBIT (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten aus HOMAG-Akquisition) erhöhte sich im ersten Halbjahr um 41% auf 126,2 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern betrug im ersten Halbjahr nach Sondereffekten aus der HOMAG-Akquisition 53,5 Mio. Euro. Operativ, also bereinigt um Sondereffekte, erhöhte es sich um 39%. Mit 10,9 Mio. Euro war der Cashflow im ersten Halbjahr trotz eines steigenden Nettoumlaufvermögens positiv.

Für das Gesamtjahr 2015 hat sich Dürr einen Auftragseingang von 3,2 bis 3,5 Mrd. Euro und einen Umsatz von 3,4 bis 3,5 Mrd. Euro als Ziel gesetzt. Beim EBIT plant Dürr einen Zuwachs im zweistelligen Millionenbereich.

Kein Schnäppchen, aber dennoch Potential

Bei einer Marktkapitalisierung von 2,43 Mrd. Euro errechnet sich ein Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von günstigen 0,7. Beim Ergebnis je Aktie erzielte das Unternehmen 4,33 Euro im Jahr 2014. Daraus errechnet sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 16,2. Die Analystenprognose auf Onvista zeigt für 2015 ein erwartetes Ergebnis je Aktie von 4,72 Euro. Damit sinkt das KGV auf 14,8. Bei einem Gewinnwachstum von 9% ist das nicht besonders günstig, aber angesichts des Kursniveaus, von dem die Aktie kommt, besteht dennoch Kurspotential.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus


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›› Kostenlose Herbst-Seminare der Börse Düsseldorf
von Geldanlage-Brief-Team

Die Börse Düsseldorf bietet in diesem Herbst wieder eine Reihe interessanter Seminare an. Diese Seminare erfreuen sich stets einer regen Nachfrage. Ob Einsteiger, Interessierter oder Profi – die Börse Düsseldorf bietet wieder hilfreiche und praxisnahe Tipps zu wichtigen Themen rund um die Geldanlage und den Wertpapierhandel an. Erfahrene Referenten vermitteln Expertenwissen, welches gleich gewinnbringend eingesetzt werden kann. Einige wenige Plätze sind noch frei, sichern Sie sich jetzt Ihren Vorteil durch Information. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Anmeldung schließt spätestens am Tag der jeweiligen Veranstaltung um 15:30 Uhr.

- 28.10.2015: Gut informiert: Geschäftsberichte und Bilanzen lesen
- 10.11.2015: Einblick Behavioral Finance - Verhaltensbedingte Anlagefehler vermeiden
- 24.11.2015: Aktien: Grundlageninfos zur Anlageform, den verschiedenen Arten und dem Handel
- 24.11.2015: Anleihen: Grundlageninfos zur Anlageform, den verschiedenen Arten und dem Handel
- 03.12.2015: Volkswirtschaftliche Einflüsse auf die Finanzmärkte

Kostenfreie Seminare

Die Teilnahme an diesen jeweils um 18:00 Uhr startenden Seminaren ist kostenfrei. Es wird lediglich um vorherige Anmeldung gebeten. Hierzu reicht eine formlose E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! unter Angabe von:

  • Name
  • Vorname
  • Straße/Hausnr.
  • PLZ/Ort
  • E-Mail-Adresse

Zweiteiliger Workshop zur „Fundamentalen Aktienanalyse

Im November findet zudem ein zweiteiliger Workshop mit dem Thema „Fundamentalanalyse Aktien: Relevante Informationen ermitteln, verstehen und bewerten“. Am 04. und 18. November wird unser Chefanalyst Sven Weisenhaus langfristig orientierten Investoren relevante Kennzahlen aufzeigen, mit denen man Aktien findet, die über eine günstige fundamentale Bewertung verfügen und damit hohes Kurspotential bieten. Es werden die Fragen beantwortet:

- Lohnt jetzt ein Einstieg in Aktien?
- Wie stellt man fest, ob ein Unternehmen bzw. eine Aktie attraktiv bewertet ist?
- Wie stellt man fest, ob sich ein Investment in eine bestimmte Aktie noch lohnt?
- Welche Methoden kann man zur Analyse einer Aktie anwenden?
- Welche Kennzahlen werden bei der Analyse einer Aktie verwendet und wie werden diese ermittelt?

Erfahren Sie in diesem zweiteiligen Seminar, auf welche Informationen es ankommt, wo man diese findet und wie man sie als Grundlage einer persönlichen Einschätzung in Beziehung setzt. Neben der Vermittlung theoretischen Fachwissens wird der Fokus auf eine praxisnahe Anwendung des Wissens mit Beispielen aus dem aktuellen Börsenkontext gelegt.

Zu diesem Workshop können Sie sich hier anmelden.

 


 

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