Sinkende Ölpreise - negative Effekte +++ Chinas Wirtschaft - Anzeichen für eine Stabilisierung?

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Sinkende Ölpreise – Ab einer gewissen Grenze überwiegen negative Effekte
  2. China – Erste Anzeichen für eine Stabilisierung der Wirtschaft
  3. Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

 

›› Sinkende Ölpreise – Ab einer gewissen Grenze überwiegen negative Effekte
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

zunächst ein wichtiger Hinweis: Aufgrund der nahenden Feiertage erhalten Sie die nächste „Geldanlage-Brief“-Ausgabe am 06.01.2016.

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-BriefZu Beginn der Woche gingen Ölpreis und Aktienmarkt noch einmal gemeinsam nach unten. Seitdem erholen sich beide gemeinsam. Wir kommt es zu diesem aktuellen Gleichlauf?

Billiges Öl ist ja eigentlich erst einmal gut für das Wirtschaftswachstum. Allerdings gibt es negative Nebeneffekte, die ab einer gewissen Grenze schwerer wiegen:

Problem für ölfördernde Unternehmen

Da wäre zum Beispiel der Markt für Hochzinsanleihen zu nennen, an dem sich vor allem viele US-Fracking-Unternehmen refinanziert haben. Anleger fürchten, dass Öl- und Gaskonzerne wegen der extrem niedrigen Ölpreise nicht mehr profitabel arbeiten und daher ihre Anleihen nicht zurückzahlen können.

Problem für ölfördernde Staaten

Daneben trifft die Preisentwicklung vor allem Schwellenländer, die das schwarze Gold fördern. Aber auch reiche Ölländer im Nahen Osten müssen ihr Geld ab einem bestimmten Ölpreis zusammenhalten, weil sich der Staatshaushalt nicht mehr finanziert. Dies führt zu einer geringeren Staatsnachfrage, was sich negativ auf das Bruttoinlandsprodukt und damit auf das Weltwirtschaftswachstum auswirkt.

Auf aktuellem Niveau blicken die Märkte auf die Ölpreise

Am Montag vergangener Woche war ein Barrel der Sorte WTI erstmals seit Februar 2009 unter die Marke von 35 Dollar gefallen. Inzwischen haben sich die Kurse davon zwar etwas erholt. Doch die Entwicklung an der Börse dürfte auch in 2016 zumindest teilweise vom Ölpreis abhängen. So werden steigende Ölpreise mit steigenden Aktienkursen einhergehen – und umgekehrt.

Und daher lautete am vergangenen Mittwoch (siehe „So wird das Börsenjahr 2016“) eine unserer Thesen für die Zukunft: „Man sollte weiterhin sehr genau die Entwicklungen auf dem Rohstoffmarkt beobachten. Denn nach wie vor sehen wir hierin ein Anzeichen für eine Abschwächung der Weltwirtschaft, die in einzelnen Regionen sogar zu neuerlichen Rezessionen führen kann. Auch Europa und die USA sehen wir gefährdet. Alleine bei Betrachtung des üblichen Wirtschaftszyklus kann man zu dem Schluss kommen, dass nach einem jahrelang anhaltenden Aufschwung einfach eine Rezession bald wieder fällig ist.

Fazit

Das Börsenjahr 2016 könnte genauso korrektiv weitergehen, wie es das Jahr 2015 in weiten Teilen bereits war. Es gilt daher weiterhin, das aus unserer Sicht grundsätzlich vorhandene Kurspotential zu nutzen, die Risiken aber nicht aus den Augen zu verlieren.


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›› China – Erste Anzeichen für eine Stabilisierung der Wirtschaft
von Sven Weisenhaus

Ähnliches gilt übrigens auch für den aktuellen Blick nach China. Hier sind erste (!) Signale für eine Stabilisierung der Wirtschaft zu erkennen. Die Industrie produzierte im November mehr als erwartet und die Einzelhändler hatten mehr in den Kassen. Wie das nationale Statistikamt Anfang vergangener Woche mitteilte, legte die Industrieproduktion verglichen mit dem Vorjahr um 6,2% zu, was das stärkste Plus seit fünf Monaten ist. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg um 5,6% gerechnet. Und beim Einzelhandel lag das Plus sogar bei 11,2% und damit so hoch wie seit Jahresbeginn nicht. Zwar lassen die niedrigen Vergleichswerte aus dem Vorjahr das Wachstum stark ausfallen, dennoch könnten diese Daten eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau erkennen lassen. Hier gilt es noch, die kommenden Daten zu beobachten.

Glaubwürdigkeit der Daten – Neue Gründe für Skepsis

Zumal es neue Gründe zur Skepsis bezüglich der Glaubwürdigkeit dieser Daten gibt. Der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge gaben mehrere Funktionäre aus dem Nordwesten Chinas zu, in den vergangenen Jahren gefälschte Daten veröffentlicht zu haben. Beispielsweise seien Steuereinnahmen, Haushaltseinkommen und Bruttoinlandsprodukt viel zu hoch angegeben worden. „Wenn die Daten in der Vergangenheit nicht so aufgebläht worden wären, würden die jetzigen Zahlen nicht so steil zurückgehen“, zitiert Xinhu einen lokalen Funktionär. Dieser wollte damit eigentlich erklären, warum die Wachstumszahlen im Nordwesten der Volksrepublik plötzlich zu den schwächsten des Landes gehören. Doch mit dieser Aussage hat er noch etwas ganz anderes eingestanden, was viele längst vermutet hatten (auch wir berichteten bereits über Zweifel an den offiziellen Daten aus China).

Fazit

Als Fazit verweise ich auf die Analyse vom 18. Oktober 2015 (siehe „Schwellenländer – Neues Hauptproblem der Märkte?“). Der Ausblick für die Industrieländer, insbesondere die USA und Europa, ist grundsätzlich verhalten positiv, da die konjunkturellen Indikatoren aktuell mehrheitlich Unterstützung bieten. Die Risiken gehen daher in 2016 von den Schwellenländern aus, die unter den niedrigen Rohstoffpreisen und der geringeren Nachfrage Chinas leiden.

Schon Ende 2014 war die Situation ähnlich wie heute

Übrigens: Blicken Sie einmal in das Newsletter-Archiv in die Ausgaben des Geldanlage-Briefs von Ende 2014 (siehe zum Beispiel „Aktienmarkt und Ölpreis – Wer läuft hier wem davon?“). Auch damals wiesen wir bereits auf den Verfall der Rohstoffpreise hin und sahen darin „ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich die Weltwirtschaft abschwächt“. Aus heutiger Sicht wissen wir, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft tatsächlich deutlich abgeschwächt hat. Und der DAX befindet sich seit April 2015 (!) in einer Korrektur, während die US-Indizes seit mehr als einem Jahr an einer Top-Formation zu arbeiten scheinen (siehe „Elliott-Wellen im DAX vs. „rounding Top“ in US-Indizes“).

Es könnte also Sinn machen, unseren Analysen – und vielleicht sogar unserer Investmentstrategie im „Geldanlage Premium Depot“ – auch im Jahr 2016 zu folgen.


Ich wünsche Ihnen ein frohes und besinnliches Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Ihr
Sven Weisenhaus


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›› Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!
von Geldanlage-Brief-Team

Verehrte Leserinnen und Leser,

ein Börsenjahr, wie wir es 2015 erlebt haben, fordert Anlegern und Tradern alles ab. An bis zu 365 Tagen haben Sie das Geschehen in der Welt und an bis zu 251 Tagen dessen Folgen an den Finanzmärkten verfolgen können. Dabei durften wir Sie mit unserem kostenlosen Newsletter „Geldanlage-Brief“ unterstützen. Wir bedanken uns für das entgegengebrachte Interesse und das Vertrauen in unsere Analysen.

Das Team vom Geldanlage-Brief wünscht frohe WeihnachtenSpätestens jetzt dürfte sie allerdings für jeden präsent sein – die schöne Weihnachtszeit. Und so konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf andere, wichtigere Dinge.

Auch wir werden in den kommenden Tagen inne halten und auf das gemeinsam Geschaffte in Freude zurückblicken. Die nächste „Geldanlage-Brief“-Ausgabe erhalten Sie daher am 06.01.2016. Wir freuen uns darauf, Ihnen ab dann auch in 2016 zur Seite zu stehen.

Das gesamte Geldanlage-Brief-Team wünscht Ihnen ein frohes und besinnliches Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.


Ihr
Team von www.geldanlage-brief.de

 


 

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