Kurseinbruch zum Jahresstart - DAX mahnt zur Vorsicht - US-Indizes im Korrekturmodus

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Das war das Börsenjahr 2015
  2. Kurseinbruch zum Jahresstart – Prognose aus 2015 bereits eingetreten
  3. Mangelnder Aufwärtsdrang im DAX mahnt zur Vorsicht
  4. US-Indizes wechseln in den Korrekturmodus

 

›› Das war das Börsenjahr 2015
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefniemand wird es bestreiten können: das Börsenjahr 2015 war ein äußerst schwieriges und folgte damit dem bereits sehr anspruchsvollen Jahr 2014. Die Zinsen blieben auf Rekordtief, die Aktienmärkte legten eine Berg- und Talfahrt hin, die Rohstoffmärkte setzten ihre Kurseinbrüche fort und an den Devisenmärkten gab es Kurskapriolen, ausgelöst von einigen Notenbankentscheidungen.

Geschichtsträchtige Ereignisse

Nach geschichtsträchtigen Entwicklungen in 2014 schafften es daher auch 2015 einige Kursbewegungen in die Geschichtsbücher. Ich erinnere nur an die enorme Kursbewegung des Franken (siehe Chart), als die Schweizer Notenbank kurz nach Jahresbeginn 2015 bekanntgab, die Eurobindung zu lösen.

EUR/CHF - Kurseinbruch Anfang 2015

Ebenso einschneidend für den Devisenmarkt war das Ende der ultralockeren Geldpolitik der amerikanischen Notenbank. Eine Zinsanhebung einer wichtigen Notenbank werden viele in ihrem Börsenleben zum ersten Mal erlebt haben.

DAX drei Viertel des Jahres korrektiv

Für den DAX war das zu Ende gegangene Börsenjahr 2015 insgesamt ein eher durchwachsenes. Der einzige Lichtblick war der Blitzstart im ersten Quartal, der durch die EZB ausgelöst wurde. Bis April kletterte der Index von 9.805 Zählern Ende 2014 auf ein neues Allzeithoch bei knapp 12.400 Punkten.

DAX - Kursverlauf 2015

Der weitere Jahresverlauf war jedoch korrektiv und von hohen Kursausschlägen geprägt. Allein bei der Korrektur im August rutschte der DAX zeitweise um rund 20% ab. Von seinen Tiefständen bei 9.325 Zählern konnte sich der Index zwar wieder deutlich erholen, er blieb aber am Ende mit 10.743 Punkten mehr als 13% unter seinem Hoch. Insgesamt steht im Jahr 2015 beim DAX aber ein Plus von 9,57% zu Buche, womit er den vierten Jahresgewinn in Folge einfuhr.

Das war das Börsenjahr 2015

Eine gute Zusammenfassung der börsenrelevanten Ereignisse des Jahres 2015 hat das Brokerhaus GKFX auf Youtube veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=77CBqd2JCG4

GKFX - Jahresrückblick 2015


Ich wünsche Ihnen einen guten Start in das neue Jahr 2016
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Kurseinbruch zum Jahresstart – Prognose aus 2015 bereits eingetreten
von Sven Weisenhaus

Trotz mangelndem Schnee und mildem Winterwetter war es für DAX & Co. ein rutschiger Start ins neue Jahr. Die Aktienkurse sind nicht ins neue Jahr reingerutscht, sondern mächtig ausgerutscht. Mit einem Stand von 10.743 Punkten aus dem Jahr 2015 gegangen, notierte der DAX zum Beispiel gleich zum Handelsstart 2016 satte 258 Punkte oder 2,4% tiefer bei 10.485 Zählern. Im Tief bei 10.173 Punkten lag der Verlust sogar bereits bei über 5,3% (siehe rote Ellipse im Chart).

DAX - Kurseinbruch Jahresbeginn 2016

Kurseinbruch begann in China

Allerdings waren es diesmal nicht die Ölpreise, die den Anlegern die Kauflaune vermiesten, sondern neuerliche Konjunktursorgen aus China, wo der Börsenhandel sogar am ersten Handelstag des neuen Jahres eingestellt wurde. Nachdem der Shanghai Composite um fast 7% eingebrochen war (siehe folgender Chart), wurde entsprechend den gerade erst neu eingeführten Regeln der Handelstag vorzeitig beendet, um weitere Verluste zu vermeiden.

Shanghai Composite - Kurseinbruch Jahresbeginn 2016

Zusammen mit den Kursverlusten der US-Indizes vom verkürzten Silvesterhandel war dies eine ziemlich bittere Pille, die die Anleger zum Jahresstart schlucken mussten.

Neuerliche Sorgen um Chinas Wirtschaftswachstum

Die neuerlichen Konjunktursorgen kamen auf, weil der Caixin-Einkaufsmanagerindex für Dezember zum zehnten Mal in Folge gesunken ist und unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten liegt, was auf eine anhaltende Wachstumsschwäche in China hindeutet. Zudem fiel er schlechter aus als von Experten erwartet.

Prognose aus 2015 bereits eingetreten

Damit ist jetzt schon genau das eingetreten, wovor wir in den letzten Ausgaben des Jahres 2015 wiederholt gewarnt hatten. So konnten Sie zum Beispiel noch am 23. Dezember lesen: „Das Börsenjahr 2016 könnte genauso korrektiv weitergehen, wie es das Jahr 2015 in weiten Teilen bereits war.“ Und weiter: „Die Risiken gehen daher in 2016 von den Schwellenländern aus, die unter den niedrigen Rohstoffpreisen und der geringeren Nachfrage Chinas leiden.“ Die Probleme der Schwellenländer werden in 2016 die Aktienkurse belasten.

Fazit

Nur weil wir uns nun an eine neue Jahreszahl gewöhnen müssen, legen die Märkte deswegen keinen Neustart hin. Stattdessen dreht sich die (Börsen-)Welt einfach weiter, inklusive der vorherrschenden Probleme. Entsprechend hat sich an unseren Einschätzungen seit der letzten Geldanlage-Brief-Ausgabe vom 23. Dezember nur wenig geändert – abgesehen von unserer kurzfristigen Einschätzung zum DAX:

 



›› Mangelnder Aufwärtsdrang im DAX mahnt zur Vorsicht
von Sven Weisenhaus

Unseren Abonnenten des „Geldanlage Premium Depot“ hatten wir bereits am 01.01.2016 mahnende Worte zum DAX zukommen lassen. Denn eigentlich hatten wir gehofft, dass der DAX zum Jahresende 2015 stärker zulegen kann (grüner Pfeil im Chart vom Jahresende 2015).

DAX - bisherige Elliott-Wellen-Analyse

Es sah so aus, als hätten wir von dem neuen 5-gliedrigen Aufwärtszyklus bereits die Aufwärtswelle 1 und die Korrekturwelle 2 gesehen (siehe blaue Ziffern im Chart), so dass wir uns bereits in der Welle 3 befanden. Doch weil der DAX an der roten Abwärtslinie zu scheitern schien und es dabei zu einer Überschneidung gekommen war, musste man aus unserer Sicht vorsichtig werden.

Wenn der Index zum Start in das neue Jahr nicht schnell die Aufwärtsbewegung wieder aufnehmen bzw. fortsetzen kann, dann besteht die Gefahr, dass man die Wellen anders zählen muss und sich die Korrektur fortsetzt. Dafür spricht übrigens auch, dass die vorangegangene dynamische Abwärtsbewegung bis auf das 61,80%-Retracement führte“, schrieben wir unseren Abonnenten.

Theoretisch könnten wir am bisherigen Elliott-Wellen-Szenario noch solange festhalten, wie das Tief der vermeintlichen Welle C nicht unterschritten wird. Aber Sie wissen, dass wir zuletzt mehrfach die fundamentalen Risiken betont haben und zudem noch die möglichen „rounding tops“ in den US-Indizes beobachten (siehe folgendes Kapitel). Entsprechend skeptisch sahen wir den mangelnden Aufwärtsdrang im DAX zum Jahresende und sehen wir die jüngste Kursschwäche zum Jahresstart.

Tradingchancen im DAX

Sollten Sie von weiter fallenden Kursen im DAX ausgehen, könnte sich weiterhin folgendes Tradinginstrument anbieten, welches wir Ihnen schon am 20. Dezember 2015 vorgestellt hatten (damals noch zu einem Kurs von 14,75 Euro): DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM3B20, aktueller Hebel: 6, Briefkurs: 17,55 Euro
Für steigende Kurse im DAX erscheint weiterhin folgendes Produkt geeignet: DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DX6X1U, aktueller Hebel: 4,76, Briefkurs: 21,06 Euro


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›› US-Indizes wechseln in den Korrekturmodus
von Sven Weisenhaus

Die US-Märkte scheinen weiter Stück für Stück in den Korrekturmodus zu wechseln. Die US-Indizes haben im Vergleich zum DAX Nachholpotential was die Korrektur angeht. Hier brechen immer mehr Aufwärtstrendlinien.

S&P500 - rounding top

Und nach einer Seitwärtsphase (blaues Rechteck) lassen sich nun sogar schon Abwärtstrends einzeichnen. Daher haben wir im „Geldanlage Premium Depot“ bereits einen Short auf den S&P 500 aufgenommen.

Mögliche Themen-Comebacks

Wir hatten Ende 2015 mehrfach angemahnt, dass das Börsenjahr 2016 genauso korrektiv weitergehen könnte, wie es das Jahr 2015 in weiten Teilen bereits war. Entsprechend skeptisch sahen wir den mangelnden Aufwärtsdrang im DAX zum Jahresende und sehen wir die jüngste Kursschwäche zum Jahresstart.

Zumal es auch noch überraschende Themen-Comebacks geben könnte. Erinnern Sie sich noch an die Berichterstattungen in 2015 über die kriegerischen Handlungen in der Ukraine oder die Schuldenprobleme in Griechenland? In beiden Fällen sind Lösungen nicht in Sicht. Der einzige Unterschied: Sie sind (derzeit) kein Thema mehr. Das könnte sich 2016 wieder ändern.

Trading-Chancen im S&P 500

Passend zu der Erwartung einer Topbildung im S&P 500 könnte sich folgendes Produkt anbieten: S&P 500 WAVE Unlimited Put, WKN: DT3EYM, Hebel: 2, Briefkurs: 9,48 Euro
Für die Erwartung an wieder steigende Kurse in den US-Indizes könnte folgendes Produkt interessant sein: S&P 500 WAVE Unlimited Call, WKN: DX35YP, Hebel: 3,36, Briefkurs: 5,44 Euro


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