DAX – Korrektur im Ausmaß eines Bärenmarktes +++ Aktienanalyse: ProSiebenSat.1

Inhalt dieser Ausgabe

  1. DAX – Korrektur im Ausmaß eines Bärenmarktes
  2. ProSiebenSat.1 Media – Ein riskantes Unterfangen!

 

›› DAX – Korrektur im Ausmaß eines Bärenmarktes
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefwährend man kurzfristig durchaus von crashartigen Bewegungen im DAX sprechen kann, haben wir es übergeordnet betrachtet keineswegs mit einem Crash, sondern lediglich mit einer normalen Korrektur zu tun, die wir in diesem Ausmaß sogar erwartet haben.

So hat der DAX gerade exakt sein 50%-Fibonacci-Retracement aus der Aufwärtsbewegung von Herbst 2011 bis März 2015 erreicht, wie der folgende Chart zeigt, den wir Ihnen hier schon mehrfach präsentiert haben, zuletzt in der Geldanlage-Brief-Ausgabe vom 17. Januar.

DAX - erreicht 50%-Fibonacci-Retracement

Und vielleicht erinnern Sie sich auch noch an die beiden DAX-Charts aus der Analyse vom 30. August 2015, als wir eine „Korrektur im Ausmaß eines Bärenmarktes“ für möglich hielten?!

DAX - Elliott-Wellen-Analyse und Fibonacci-Retracements DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Schauen wir einmal, wie sich der DAX seitdem entwickelt hat:

DAX - Elliott-Wellen-Analyse DAX - Wellengleichheit

Offensichtlich hat es im DAX tatsächlich eine ABC-Korrektur gegeben, die in Richtung der ehemaligen Allzeithochs (grüne, horizontale Linie im linken Chart) strebt. Sie fand lediglich in deutlich kürzerer Zeit statt, als wir es erwartet und mit den roten Pfeilen angedeutet hatten.

Für uns läuft daher eigentlich alles nach Plan und wir haben daher keinen Grund, von unserer bisherigen Strategie im „Geldanlage Premium Depot“ abzurücken. Wir haben uns nicht beirren lassen und in die fallenden Kurse weiter eingekauft, um am Ende der Korrektur mit steigenden Kursen schöne Gewinne zu erzielen. Mit den jüngsten Kurserholungen sprudeln bereits die ersten Gewinne. Ich hoffe, auch Sie haben sich (vielleicht auch aufgrund unserer Beiträge) nicht vom aktuellen Stimmungsumschwung in Panik versetzen lassen!

Tradingchancen im DAX

Für eine anhaltende Gegenbewegung im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein: DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DX6X1U, aktueller Hebel: 8,47, Briefkurs: 10,94 Euro

Für wieder fallende Kurse im DAX könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten: DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM3B20, aktueller Hebel: 3,42, Briefkurs: 27,05 Euro.


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Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› ProSiebenSat.1 Media – Ein riskantes Unterfangen!
von Christian Lohmer, Lohmer Research LR

Christian Lohmer, Lohmer Research LRGeschäftstätigkeit!

Die Die ProSiebenSat.1 Media SE (WKN PSM777) zählt zu den führenden europäischen Medienkonzernen. Das Kerngeschäft besteht aus Free-TV, welches sich aus den Werbeeinnahmen finanziert. Mehr als 42 Mio. Haushalte im deutschsprachigen Raum erreicht dadurch der Anbieter. Die verschiedenen Programme der Sender SAT.1, ProSieben, SAT.1 Gold, sixx, kabel eins und ProSieben MAXX zielen darauf ab, alle kommerziell relevanten Zielgruppen im deutschsprachigen Raum zu erreichen.

Die Produktion von TV-Programmen übernimmt dabei Red Arrow Entertainment. Die produzierten Formate werden dann auch an andere Fernsehsender weltweit verkauft.

Der Konzern ist zudem im Internet Deutschlands führender Bewegtbild-Vermarkter und erreicht über 30 Mio. digitale Nutzer. Im Angebot befinden sich maxdome, Studio71 oder der 7TV App auch on demand.

ProSiebenSat.1 Media SE - Geschäftszahlen

Nur 750 Mio. Euro Eigenkapital!

Die Netto-Finanzverschuldung belief sich zum 30.09.2015 auf knapp 2 Mrd. Euro; ein Anstieg um rund 200 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreswert. Hintergrund für den Anstieg sind Kaufpreiszahlungen für getätigte Akquisitionen sowie die im Juni 2015 ausgeschüttete Dividende von rund 650 Mio. Euro. Das Eigenkapital belief sich zum 30.09.2015 auf 750 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote auf schwache 16,5%. Bei einem Börsenwert von knapp 10 Mrd. Euro liegt damit das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei 13.

Einschätzung

Die hohe Bewertung zum Buchwert rechtfertigt der Kapitalmarkt derzeit offensichtlich mit der hohen Profitabilität und der attraktiven Dividendenpolitik. Allerdings spricht vieles dafür, dass es in diesem Jahr zu einer deutlichen Korrektur an den Kapitalmärkten kommen könnte. Sollte dieses Szenario eintreten, wäre der MDAX-Wert ein riskantes Unterfangen: Bereits in den Baissephasen 2001 bis 2003 brach der Medientitel von 35 auf 5 Euro ein und von 2007 bis 2009 gar von 30 Euro auf 1 Euro. Die Wertverluste von den Höchstkursen zu den Tiefstkursen in den Korrekturjahren lagen damit bei 85-97%.

ProSiebenSat.1 Media SE - Chartanalyse

Bei ProSiebenSat.1 Media liegen im Falle einer Konjunkturabschwächung zwei Risikofaktoren vor: Zum einen der hohe Verschuldungsgrad und zum anderen, da es sich um einen von den Werbeeinnahmen abhängigen Medientitel handelt.

Fazit

Solange die Gewinne herhalten, könnte die Aktie das hohe Kursniveau beibehalten. Der Blick auf den derzeitigen Buchwert je Aktie von 3,4 Euro verdeutlicht aber ebenso das hohe Verlustrisiko! Finger weg!

ProSiebenSat.1 Media SE - Kennzahlen zur Aktie


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