War das bereits der finale „Sell-Off‘‘?

Inhalt dieser Ausgabe

  1. War das bereits der finale „Sell-Off‘‘?
  2. DAX-Rückkehr über 9.300 Punkte könnte das Ende der Korrektur bedeuten
  3. Börse vor Ort – Privatanleger-Foren in mehreren NRW-Städten
  4. Termine der kommenden Woche

 

›› War das bereits der finale „Sell-Off‘‘?
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefkonnte man vor einer Woche beim Blick auf die Handelsschirme nur mit dem Kopf schütteln, so waren in dieser Woche die Gegenbewegungen und damit die Gewinnentwicklung im „Geldanlage Premium Depot“ geeignet, ein breites Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Wieder ging unser Investmentplan ein Stück weiter auf.

Starke Gegenbewegungen trotz schwacher Konjunkturdaten

Grund dafür waren ordentliche Gegenbewegungen an den Märkten. Ausgangspunkt war zu Wochenbeginn die Börse in Japan, wo der Nikkei allein am Montag um mehr als sieben Prozent auf über 16.000 Punkte stieg. Und das, obwohl quasi zeitgleich bekannt wurde, dass es mit Chinas Außenhandel im Januar wieder steil bergab ging. Nach einer kurzen Verschnaufpause im Dezember blieben sowohl die Exporte als auch die Importe der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt erneut hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Wie die Zollverwaltung in Peking zu Wochenbeginn mitteilte, sanken die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent und die Einfuhren sogar um 14,4 Prozent.

Nur ein „Short-Squeeze“?

Da demnach die rasanten Kursanstiege an den Aktienmärkten nicht mit den fundamentalen Daten zusammenpassten, sprachen viele Experten von einem „Short Squeeze“, also davon, dass der Kursanstieg hauptsächlich auf Leerverkäufer zurückzuführen war, die in der Kurserholung ihre Positionen schlossen.

Verlierer der Vorwoche wurden die Gewinner der neuen Woche

Erinnern Sie sich noch, wie wir vor einer Woche hier an dieser Stelle über einen zehnprozentigen Kurssturz und ein Allzeittief am griechischen Aktienmarkt berichteten? Oder dass wir über eine Verkaufspanik bei Bankaktien schrieben? (Siehe „Steigende Sorgen vor einer erneuten Finanzkrise“.)

Die Verlierer der Vorwoche waren die Gewinner der aktuellen Woche. An der Börse von Athen stieg der Leitindex am Montag um mehr als zehn Prozent. Und der Banksektor zählte weltweit zu den größten Gewinnern. Die Ölpreise schossen innerhalb weniger Tage zeitweise mehr als 15 Prozent nach oben. Und der Anstieg des Nikkei um sieben Prozent erfolgte, nachdem der Index in der Vorwoche elf Prozent eingebüßt hatte. Da ist es absolut naheliegend, dass die Short-Trader ihre Gewinne mitgenommen haben und die Eindeckung von Short-Positionen zu den steigenden Kursen geführt hat.

Anfangs musste man daher an der Nachhaltigkeit des Anstiegs zweifeln, denn auch die enorme Dynamik in Form einer großen Aufwärtslücke (grüne Ellipse im Chart) sprach eher für einen „Short-Squeeze“.

DAX - Vom „Short-Squeeze“ zur ordentlichen Gegenbewegung

Vom „Short-Squeeze“ zur ordentlichen Gegenbewegung

Doch nach einer kurzen Konsolidierungsphase (rot) stiegen die Notierungen weiter an, womit wichtige Marken im DAX zurückerobert (horizontale Linie, rund 9.300 Punkte) bzw. markante Unterstützungen in den US-Indizes Dow Jones und S&P500 verteidigt wurden.

Dow Jones - Chartanalyse S&P500 - Chartanalyse

Haben wir den finalen „Sell-Off“ bereits gesehen?

Dass die Kurse im Bereich ihrer Tiefs extrem ausschlugen, sich zum Teil zweistellig auf und ab bewegten, und die Verlierer nun zu den Gewinnern wurden, deutet auch auf einen finalen Ausverkauf („Sell-Off“) hin. Wir könnten also bereits den Beginn einer Trendwende gesehen haben.

Richtiger Riecher

Wir hatten vor einer Woche unsere Hoffnungen in die US-Indizes gelegt (siehe „Hoffnung liegt nun auf den US-Indizes“) und wurden nicht enttäuscht. Zudem hatten wir uns von der aufkommenden Panik nicht anstecken lassen und sahen in dem deutlich spürbaren Pessimismus unter den Marktteilnehmern einen guten Boden für eine Wende. Daher nahmen wir den schwachen Anlegern ihre Wertpapiere zu günstigen Kursen ab, was sich nun, wie in jeder Korrektur zuvor, bereits bewährt hat.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus


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›› DAX-Rückkehr über 9.300 Punkte könnte das Ende der Korrektur bedeuten
von Sven Weisenhaus

Durch die Rückeroberung der ehemaligen Unterstützung oberhalb von 9.300 Punkten im DAX (grüne, horizontale Linie im Chart) hat es eine sogenannte Überschneidung gegeben. Der Kurs ist über das Korrekturtief der ersten Abwärtswelle zurückgestiegen.

DAX - Chartanalyse

In der Elliott-Wellen-Theorie ist eine solche Überschneidung stets ein Anzeichen dafür, dass wir es nicht mit einem (Abwärts)Trend, sondern lediglich mit einer Korrektur zu tun haben. Und solche Korrekturen laufen meist in drei Wellen ab: einer ersten Abwärtswelle (A), einer Gegenbewegung (B) und einer zweiten Abwärtswelle (C).

Zwar befindet sich der DAX kurzfristig betrachtet und nach der klassischen Charttechnik noch in einem (roten) Abwärtstrendkanal, dennoch könnten wir nach den Elliott-Wellen bereits das Tief gesehen haben. Die aktuellen Kursgewinne könnten daher bereits der Beginn eines neuen Aufwärtstrends gewesen sein. Bestätigt wird dies mit einem Bruch des Abwärtstrendkanals. Verwerfen muss man dies erst, wenn der DAX ein neues Korrekturtief markiert.

Fazit

Da die Unterstützungen in den US-Indizes gehalten haben und der DAX sein wichtiges Niveau oberhalb von 9.300 Punkten zurückerobern konnte, besteht weiterhin Hoffnung für die Bullen. Eine stärkere Gegenbewegung scheint nach den starken Kursverlusten angelaufen zu sein. Damit hat sich die extrem schlechte Stimmung am Markt im Sinne des Sentiments als Kontraindikator (siehe auch www.trader-sentiment.de) erneut als ein guter Boden für steigende Kurse erwiesen.

Allerdings hatten wir Ihnen bereits vor einer Woche geschrieben, dass wir vor allem für die US-Indizes nur eine stärkere Gegenbewegung erwarten. Bei ihnen sehen wir die Korrekturtiefs angesichts der Topformationen erst erreicht, wenn die Hochs aus den Jahren 2000 und 2008 noch einmal angesteuert wurden. Aber diese stärkere Gegenbewegung wird uns nach aktuellem Stand der Dinge reichen, um schon bald die ersten Früchte unserer Investmentstrategie zu ernten.

Tradingchancen im DAX

Für eine anhaltende Gegenbewegung im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein: DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DX6X1U, aktueller Hebel: 7,9, Briefkurs: 11,95 Euro

Für wieder fallende Kurse im DAX könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten: DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM3B20, aktueller Hebel: 3,6, Briefkurs: 25,91 Euro.


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›› Börse vor Ort – Privatanleger-Foren in mehreren NRW-Städten
von Geldanlage-Brief-Team

Turbulent hat das Börsenjahr 2016 begonnen und eine klare Richtung lässt sich nicht erkennen. Umso wichtiger ist es für Anleger, unabhängige Informationen zu bekommen. Die Börse Düsseldorf hat daher in Kooperation mit der DSW und mit Unterstützung des Skontroführers SCHNIGGE die Veranstaltungsreihe „Privatanleger-Forum" ins Leben gerufen. Das Beste daran: Die Teilnahme ist kostenlos und Börsenprofis kommen in Ihre Nähe.

Zu Beginn dieses neuen Formats werden Info-Abende in drei Städten angeboten. Noch sind überall Plätze verfügbar:

  • Dortmund: Mittwoch, 24. Februar 2016, 18:00 Uhr (noch ausreichend Plätze)
  • Düsseldorf: Montag, 7. März 2016 , 18:00 Uhr (nur noch wenige Plätze frei!)
  • Köln: Dienstag, 8. März 2016, 18:30 Uhr (noch ausreichend Plätze)

Thema wird sein:

  • DAS BÖRSENJAHR 2016
    - Wie entwickeln sich die Finanzmärkte?
    - Wie behält man die Kosten im Griff?
    - Wie lassen sich Psychofallen vermeiden?

Als Referenten treffen Sie vor Ort:

  • Dirk Elberskirch, Vorsitzender des Vorstands der Börse Düsseldorf AG
  • Florian Weber, Handelschef an der Börse Düsseldorf und Vorstandsvorsitzender der SCHNIGGE Wertpapierhandelsbank AG
  • Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der DSW - Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V.

Die Veranstaltung ist für Einsteiger wie Fortgeschrittene gleichermaßen interessant. Im Anschluss an die Vorträge können Sie mit den Referenten diskutieren und Ihre individuellen Fragen stellen.

Die Teilnahme am „Privatanleger-Forum“ ist kostenfrei. Die begrenzten Plätze werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben.

Weitere Informationen und Anmeldung:

Gerne können Sie diese Einladung zum Privatanleger-Forum an Freunde und Bekannte weiterleiten, für die das Thema ebenfalls interessant sein könnte.

 



›› Termine der kommenden Woche
von Geldanlage-Brief-Team

(KW 08: Handelswoche vom 22.02.2016 bis 26.02.2016)


Sie können die „Termine der kommenden Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Montag, 22.02.2016

  • 02:35 - JP Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar (vorläufig)
  • 09:30 - DE Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar (vorläufig)
  • 09:30 - DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar (vorläufig)
  • 10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar (vorläufig)
  • 10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar (vorläufig)
  • 10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Composite Februar (vorläufig)
  • 14:30 - US Chicago Fed National Activity Index Januar
  • 15:45 - US Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar (vorläufig)
  • 15:45 - EU Volumen der EZB-Käufe von Staatsanleihen, Pfandbriefen und ABS

Dienstag, 23.02.2016

  • 08:00 - DE BIP Q4 (2. Veröffentlichung)
  • 08:00 - DE Maastricht-Defizitquote 2015
  • 10:00 - DE ifo-Geschäftsklimaindex Februar
  • 15:00 - US Case Shiller Hauspreisindex Dezember
  • 16:00 - US Verbrauchervertrauen Conference Board Februar
  • 16:00 - US Verkauf bestehender Häuser Januar

Mittwoch, 24.02.2016

  • 15:45 - US Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar (vorläufig)
  • 16:00 - US Neubauverkäufe Januar
  • 16:30 - US Rohöllagerbestände

Donnerstag, 25.02.2016

  • 10:00 - EU Geldmenge M3 Januar
  • 10:00 - EU Kredite an den privaten Sektor Januar
  • 11:00 - EU Verbraucherpreise Januar
  • 14:30 - US Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
  • 14:30 - US Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Januar
  • 15:00 - US FHFA-Hauspreisindex Dezember

Freitag, 26.02.2016

  • 00:30 - JP Verbraucherpreise Großraum Tokio (Kernrate) Februar
  • 00:30 - JP Verbraucherpreise (Kernrate) Januar
  • 14:00 - DE Verbraucherpreise Februar (Vorabschätzung)
  • 14:30 - US Konsumausgaben Januar
  • 14:30 - US Persönliche Einkommen Januar
  • 14:30 - US BIP Q4 (2. Veröffentlichung)
  • 16:00 - US Konsumklima Uni Michigan Februar (endgültig)

 


 

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