DAX – Erholungsbewegung ging in die zweite Runde

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Erholung der Märkte zündet Gewinnturbo
  2. Aussicht auf mehr Liquidität rettete die Aktienmärkte
  3. DAX – Erholungsbewegung ging in die zweite Runde
  4. Termine der kommenden Woche

 

›› Erholung der Märkte zündet Gewinnturbo
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Briefobwohl diverse Wirtschaftsdaten in Gestalt von Frühindikatoren die Aussichten für die Wirtschaft in dieser Woche weiter eingetrübt haben, konnten die Aktienmärkte ihre Erholungsbewegungen fortsetzen. Der DAX folgte dabei unserem Elliott-Wellen-Szenario (siehe unten).

Kurse laufen der Wirtschaft sechs bis neun Monate voraus

Vor einer Woche hatten wir genau auf diese Möglichkeit hingewiesen, dass der DAX sein Tief bereits gesehen hat, obwohl wir noch eine Weile schwächere Konjunkturdaten erwarten. Denn die Börsenkurse laufen der realen Wirtschaft sechs bis neun Monate voraus (siehe „Ende der Korrektur trotz wirtschaftlichen Abschwungs?“).

„Geldanlage Premium Depot“ zündet den Gewinnturbo

Wir hatten uns im „Geldanlage Premium Depot“ entsprechend positioniert. Und die Börsenerholung hat nun dazu geführt, dass unsere Wertpapierpositionen innerhalb von drei Wochen um rund 1.800 Euro zulegen konnten (bei einem investierten Kapital von 24.207 Euro). Am Donnerstag konnten wir daher einen weiteren Gewinn mitnehmen. Ein Volatilitätstrade brachte nach nur 21 Tagen einen sehr ordentlichen Gewinn von 35,82 Prozent. – Damit zeigt sich nun sehr schön, wie unsere Investmentstrategie aufgeht. Wir hatten in die fallenden Kurse hinein stückweise Schnäppchenkäufe getätigt.

Weiter steigende Kurse in Aussicht

Und wenn der DAX weiterhin unserem Elliott-Wellen-Szenario folgt (siehe unten), dann werden wir schon in Kürze weitere Gewinnmitnahmen melden können. Werfen wir also heute einen Blick auf die aktuelle (Chart-)Situation, um festzustellen, wo die Reise in den kommenden Tagen noch hingehen kann....


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus


In der folgenden Tabelle sehen Sie alle abgeschlossenen Trades des „Geldanlage Premium Depot“ der vergangenen 11 Monate.

abgeschlossene Trades im

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›› Aussicht auf mehr Liquidität rettete die Aktienmärkte
von Sven Weisenhaus

Zu Beginn der Handelswoche wurde der Aktienmarkt zunächst von zwei Faktoren bewegt, wobei einer die Kurse belastete und der zweite zu einer deutlichen Kurserholung führte:
Zunächst erlitt der deutsche Leitindex DAX einen Schwächeanfall und sackte vom Schlusskurs der Vorwoche bei 9.513 auf im Tief 9.332 Punkte um 1,9 Prozent ab. Medienberichten zufolge war der Grund für die Kursschwäche, dass beim G20-Treffen kein globales Konjunkturpaket verabschiedet wurde, worauf jedoch im Vorfeld angeblich einige Investoren gesetzt hatten.

DAX schließt Kurslücke und testet Unterstützung

Ich sehe dagegen charttechnische Gründe für die anfängliche Kursschwäche: So kommt es nicht selten vor, dass Kurslücken im weiteren Handelsverlauf geschlossen werden. Im DAX wurde mit dem Rücksetzer eine Eröffnungslücke vom 26. Februar (siehe blauer Pfeil) vollständig geschlossen. Zudem wurde der wichtige Bereich bei rund 9.300 Punkten (grüne Linie) noch einmal von oben erfolgreich getestet (grüner Pfeil), womit die Basis für den anschließenden Ausbruch über den Widerstand bei 9.581,45 Punkten (rote Linie) gelegt wurde.

DAX - Kurslücke geschlossen, Unterstützung erfolgreich getestet

Rutscht die Eurozone in die Deflation

Nachdem der DAX die Lücke geschlossen und die Auffangzone knapp oberhalb von 9.300 Punkten erreicht hatte, führte der oben genannte zweite Faktor zu einer deutlichen Kurserholung. Denn es wurde bekanntgegeben, dass die Inflationsdaten im Euroraum im Februar unter den Erwartungen lagen. Wie die Statistikbehörde Eurostat in einer ersten Schätzung mitteilte, fielen die Verbraucherpreise mit minus 0,2 Prozent zum Vorjahresmonat nach vier Monaten wieder in den negativen Bereich zurück. Ökonomen hatten mit stagnierenden Preisen gerechnet, nachdem die Teuerung im Januar noch bei +0,3 Prozent lag.

Entwicklung der Inflation in der Eurozone
(Quelle: Eurostat)

März-Sitzung der EZB rückt in den Fokus der Anleger

Daraufhin drehte die Stimmung und der DAX konnte die anfänglichen Verluste bereits am Montag fast vollständig aufholen. Das Argument der Bullen: Die niedrigen Inflationsraten wird die Europäische Zentralbank (EZB) dazu veranlassen, noch mehr Liquidität in den Markt zu pumpen, um die Inflationsrate stärker anzutreiben. Bereits jetzt wird von vielen Marktteilnehmern unterstellt, dass der EZB-Rat auf der nächsten Sitzung am kommenden Donnerstag, den 10. März, den Einlagensatz um mindestens um 10 Basispunkte senken wird. Und diese Erwartung an eine höhere Liquidität beflügelte die Märkte. Die Kurse dürften bis zu diesem Termin also von Daten, die neue geldpolitische Maßnahmen der EZB begründen, gestützt oder sogar weiter nach oben getrieben werden. – Das sollten Sie bei Ihrem Trading beachten.

Zumal beim näheren Blick auf die Inflationsdaten neue EZB-Maßnahmen durchaus wahrscheinlich erscheinen. Denn zwar sorgte insbesondere der Ölpreisverfall dafür, dass die Lebenshaltungskosten im Februar gesunken sind – Energie verbilligte sich im Februar binnen Jahresfrist um satte 8,0 Prozent (siehe folgende Grafik), nachdem bereits im Januar der Rückgang 5,4 Prozent betragen hatte – doch auch die sogenannte Kernrate, die besonders volatile Preise ausklammert, gab nach. So sank die Inflation ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak im Februar von 1,0 auf 0,7 Prozent.

Detaildaten zur Inflation in der Eurozone
(Quelle: Eurostat)

Chinesische Notenbank kämpft gegen Wirtschaftsschwäche

Während die Anleger noch bis Donnerstag auf neue EZB-Maßnahmen warten müssen, hat die chinesische Notenbank am Montag bereits geliefert. Sie senkte die Anforderungen an die Höhe der Mindestreserven der chinesischen Geschäftsbanken um 50 Basispunkte. Auch hier galt: Liquidität treibt Kurse. Weil diese Meldung zeitgleich zu den europäischen Inflationszahlen am Montag um 11:00 Uhr kam, verlieh dies den Bullen zusätzlichen Schwung.

Der Grund für die Aktion der chinesischen Notenbank wurde dann am Dienstag deutlich: Der vom staatlichen Handelsverband CFLP ermittelte Einkaufsmanagerindex fiel um 0,4 Zähler auf 49 Punkte und der private Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex ging von 48,4 auf 48,0 Punkte zurück. Beide Indikatoren entfernten sich damit weiter von der kritischen Marke von 50 Zählern, die auf Wachstum hindeutet.
Auch der Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe ist gefallen, von 53,5 im Januar auf nun 52,7 Punkte. Dieser Index liegt damit zwar noch deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, es ist jedoch der niedrigste Wert seit gut sieben Jahren.

Aussicht auf mehr Liquidität rettete die Aktienmärkte

Wenn man sich neben dem DAX-Chart oben den folgenden Chart des Shanghai Composite Index ansieht, fällt auf, dass nicht nur der DAX an einer wichtigen Unterstützung nach oben drehte, sondern auch der chinesische Leitindex eine markante Marke zunächst verteidigen konnte:

Shanghai Composite - Unterstützung erfolgreich getestet

Im Tagestief hatte der Kurs nämlich punktgenau auf den bisherigen Jahrestiefs vom Januar aufgesetzt (rote Linie bei 2.638 Punkten) und konnte sich dann wieder ein nach oben absetzen.

Zwischenfazit: Märkte weiter abhängig von Konjunktur- und Finanzspritzen

Glaubt man den Medien, dann gaben die Kurse zu Wochenbeginn nach, weil die G20-Staaten kein globales Konjunkturpaket verabschiedeten. Weil aber die chinesische Notenbank ihre Mindestreserveanforderung um 50 Basispunkte senkte und die Inflationsdaten vom Euroraum weitere EZB-Maßnahmen wahrscheinlich machen, stiegen die Kurse wieder an. Wichtige Unterstützungen konnten dadurch soeben noch verteidigt werden. Mit anderen Worten: Die Anleger sind nach wie vor stark abhängig von Konjunktur- und Finanzspritzen.

 



›› DAX – Erholungsbewegung ging in die zweite Runde
von Sven Weisenhaus

Dem DAX ist es im weiteren Verlauf der Woche trotz der schwachen Einkaufsmanagerindizes aus China gelungen, ein neues Zwischenhoch zu markieren. Der Widerstand bei 9.581 Punkten (obere blaue Linie im Chart) wurde gebrochen. Damit ging die Erholungsbewegung in die nächste Runde.

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Für unsere Elliott-Wellen-Analyse bedeutet dies, dass nach der abgeschlossenen 5-gliedrigen Aufwärtsbewegung (linkes Rechteck) lediglich eine ABC-Korrektur stattfand, der nun wieder eine neue 5-gliedrige Aufwärtswelle folgt (rechtes Rechteck).

Elliott-Wellen-Szenario wird Stück für Stück abgearbeitet

Von dieser neuen Welle haben wir bereits die Teilwellen 1, 2 und 3 gesehen. Mit der aktuellen Konsolidierung könnte sich die Korrekturwelle 4 ausbilden, der dann noch eine Aufwärtswelle 5 folgen sollte (grüner Pfeil). Im Grunde erwarte ich also für die aktuelle Aufwärtsbewegung (rechtes Rechteck) genau das gleiche Wellenmuster, wie wir es auch in der ersten Aufwärtsbewegung gesehen haben (linkes Rechteck).

DAX auf 10.000 Punkte trotz weitergehende Abschwächung des Wirtschaftswachstums?

Interessant ist, dass diese Stärke im DAX und das bullishe Szenario mit Kursen bis rund 10.000 Punkten in einer Zeit zu erkennen sind, in der schwache Einkaufsmanagerindizes aus China gemeldet wurden, die auf eine weitergehende Abschwächung des Wirtschaftswachstums hindeuten.

US-Konjunkturindikatoren tauchen tiefer in den kontraktiven Bereich ein

Und auch die US-Einkaufsmanagerindizes zeigten sich in dieser Woche schwach. Am Montag war in den USA der Einkaufsmanagerindex für Chicago tiefer in den kontraktiven Bereich gefallen. Er ist im Februar um stolze 8,0 Punkte von 55,60 auf 47,6 Indexpunkte quasi eingebrochen. Damit befindet er sich, wie die anderen wichtigen regionalen Frühindikatoren Empire State- und Philly-Fed-Index, unterhalb der Wachstumsschwelle. Komplettiert wurde das Bild durch den nationalen ISM-Index für die gesamte US-Industrie (siehe folgende Grafik), der am Dienstag veröffentlicht wurde. Er lag zwar mit 49,5 Punkten oberhalb der Erwartungen (Konsens: 48,5) und auf dem höchsten Wert seit November 2015, notiert aber dennoch ebenfalls immer noch im Kontraktionsbereich.

ISM-Index

Die Börsenkurse laufen der realen Wirtschaft sechs bis neun Monate voraus

Doch mit dieser Entwicklung wird nur die These unterstützt, die ich vor einer Woche hier im Geldanlage-Brief aufgestellt habe. In dieser Ausgabe konnten Sie lesen, dass wir noch eine Weile mit schwächeren Wirtschaftsdaten leben müssen, der DAX aber dennoch bereits ansteigen kann in Erwartung einer wirtschaftlichen Erholung in sechs bis neun Monaten.

Der aktuelle Anstieg im DAX und meine Erwartung an weiter steigende Kurse passen also durchaus zu den weiter schwächelnden Wirtschaftsdaten. Und dass der ISM-Index als Frühindikator nun schon den zweiten Monat in Folge gestiegen ist (von 48,0 auf 48,2 auf 49,5 – siehe Grafik), deutet darauf hin, dass auch die Wirtschaftsschwäche in einigen Monaten ein Ende finden könnte. Mit anderen Worten: Die Analysen dieser und der vergangenen Woche ergeben gemeinsam ein wunderbar rundes Bild der aktuellen Situation.

Tradingchancen im DAX

Für eine anhaltende Gegenbewegung im DAX könnte folgendes Produkt interessant sein: DAX WAVE Unlimited Call, WKN: DX6X1U, aktueller Hebel: 6, Briefkurs: 16,61 Euro

Für wieder fallende Kurse im DAX könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten: DAX WAVE Unlimited Put, WKN: XM3B20, aktueller Hebel: 5, Briefkurs: 21,02 Euro

 



›› Termine der kommenden Woche
von Geldanlage-Brief-Team

(KW 10: Handelswoche vom 07.03.2016 bis 11.03.2016)

Sie können die „Termine der kommenden Woche“ auch auf unserer Homepage einsehen. Dort haben wir für Sie einen Wirtschaftskalender implementiert, der Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen (aktuelle und prognostizierten Werte, Erklärungen und Charts zu den einzelnen Daten) liefert.

Wirtschaftstermine der KW 10

Die weiteren Termine der Woche finden Sie auf unserer Internetseite im Wirtschaftskalender.

 


 

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