Nach der EZB ist vor der Fed +++ Geldpolitik vs. charttechnische SKS

Inhalt dieser Ausgabe

  1. Nach der EZB ist vor der Fed
  2. USD/JPY – Geldpolitik vs. charttechnische SKS-Formation
  3. Facebook, Amazon, Netflix und Google – Vier Fliegen mit einer Klappe schlagen
  4. Kostenlose Seminare der Börse Düsseldorf

 

›› Nach der EZB ist vor der Fed
von Sven Weisenhaus

Verehrte Leserinnen und Leser,

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-Brieflaut der „Geldanlage-Brief“-Ausgabe vom vergangenen Sonntag war es ratsam, nach der Aktivierung des bearischen Elliott-Wellen-Szenarios (siehe folgender Chart) zunächst noch auf eine Bestätigung der Signale zu warten. Denn der DAX konnte bereits am Montag die 10.000er Marke erreichen und sogar recht deutlich überbieten (grüner Kreis), womit auch das bearishe Elliott-Wellen-Szenario aufgehoben wurde (durchgestrichener Pfeil).

Nach der EZB ist vor der Fed

DAX - Elliott-Wellen-AnalyseUnd im Hinblick auf die noch anstehenden Ereignisse dieser Woche – die heutige Fed-Sitzung und den Verfallstag am Freitag – halte ich an dem Tipp fest, vorerst abzuwarten. Für die US-Notenbank gehen die Märkte davon aus, dass sie die Füße noch stillhält. Die Fed-Fund-Futures preisen eine heutige Anhebung der US-Leitzinsen nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 4 Prozent ein. Stärkere Kursausschläge sind also nur zu erwarten, wenn die Fed entgegen den Erwartungen die Zinsen anhebt.

 



›› USD/JPY – Geldpolitik vs. charttechnische SKS-Formation
von Sven Weisenhaus

Derweil hat die Bank of Japan (BoJ) die Markterwartungen gestern erfüllt und keine neuen Maßnahmen beschlossen, nachdem sie auf ihrer Sitzung im Januar überraschend negative Zinsen eingeführt und für Einlagen bei der Zentralbank einen Strafzins von 0,1 Prozent verhängt hatte.

Die BoJ wiederholte allerdings frühere Aussagen, dass weitere Zinssenkungen in der Zukunft möglich seien, sollte dies notwendig werden. Und es ist durchaus zu erwarten, dass die japanische Notenbank auf einer ihrer kommenden Sitzungen noch einmal aktiv wird. Denn ihr Ziel, die Inflation auf 2 Prozent zu erhöhen, ist noch in weiter Ferne. Und sie hat gestern die wirtschaftlichen Aussichten noch etwas skeptischer als zuletzt beurteilt. So wurde die Einschätzung einer schwachen Entwicklung bei der Industrieproduktion und den Exporten bekräftigt und zugleich die Inflationserwartungen gesenkt.

Aufwertung des Yen lastet auf den Exporten

Zudem dürfte ihr dir jüngste Aufwertung des Yen gegenüber dem Euro und dem US-Dollar nicht gefallen, lastet dies doch zusätzlich auf den Exporten. Denn bei einem starken Yen müssen ausländische Kunden mehr Geld in die Hand nehmen, um japanische Exportwaren zu erwerben.

Geldpolitik vs. charttechnische SKS-Formation

Am 31. Januar 2016, als ich hier an dieser Stelle über die Einführung des negativen Einlagezinses von 0,1 Prozent in Japan berichtete, war der USD/JPY-Wechselkurs noch infolge der Zinssenkung über Nacht von 118,5 auf über 121,4 Yen nach oben geschossen. Damit hatte der Kurs genau das obere Ende einer (blauen) Seitwärtsrange angesteuert (roter Pfeil).

USD/JPY - Chartanalyse

Genau an diesem Widerstand prallte der Kurs sehr deutlich nach unten ab und rutschte anschließend sogar aus der Seitwärtsrange heraus. Am 14. Februar berichteten wir dazu, dass der Yen zum US-Dollar binnen neun Handelstagen satte 8,6 Prozent verlor. Damit komplettierte sich augenscheinlich eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS, blaue Buchstaben im Chart), aus der sich ein Kursziel von mindestens 105 Yen ableiten lässt. Wenn die US-Notenbank Fed heute ihre Zinsen nicht weiter anhebt, kann der Kurs sogar noch ein wenig weiter in Richtung des Kursziels fallen.

Japanische Notenbank wird nicht tatenlos zusehen

Allerdings dürfte die japanische Notenbank dieser konjunkturbremsenden Entwicklung nicht tatenlos zusehen. Sie könnte insbesondere bei einer weitergehenden Aufwertung des Yen neue Maßnahmen beschließen. Die Geldpolitik spricht deshalb eher dafür, dass sich der USD/JPY-Wechselkurs weiter stabilisiert und dann erneut ansteigt, womit der Yen wieder ab- und der US-Dollar aufwertet. Zumal: Während weitere Maßnahmen der BoJ auch auf einen schwächeren Yen abzielen, stärken steigende US-Zinsen derweil tendenziell den US-Dollar.

Mit Short-Trades auf der Gewinnerseite

Aktuell ist man aber noch mit Short-Trades auf der Gewinnerseite. Denn mit dem bisherigen Verbleib des Wechselkurses unter der 116er Marke ist das Chartbild nach wie vor deutlich eingetrübt. Markiert der Kurs im Anschluss an die aktuelle Seitwärtskonsolidierung ein neues Korrekturtief, dürfte weiteres Potential aus der SKS ausgenutzt werden. Erst wenn der Kurs zurück in die (blaue) Seitwärtsrange kehren kann, ist die SKS hinfällig.

Tradingchancen im USD/JPY-Wechselkurs

Für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung könnte folgendes Produkt interessant sein: USD/JPY WAVE XXL Call, WKN: DX4QJM, aktueller Hebel: 5,3, Briefkurs: 17,04 Euro

Für wieder fallende Kurse könnte sich folgendes Tradinginstrument anbieten: USD/JPY WAVE XXL Put, WKN: XM4F1S, aktueller Hebel: 4,66, Briefkurs: 19,38 Euro


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Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

 



›› Facebook, Amazon, Netflix und Google – Vier Fliegen mit einer Klappe schlagen
von Geldanlage-Brief-Team

Die Internet-Unternehmen Facebook, Amazon, Netflix und Alphabet (Google) beeinflussen mehr und mehr unser reales Leben und wachsen seit Jahren rasant. Dies spiegelt sich auch im jeweiligen Aktienkurs der vier an der NASDAQ gelisteten US-amerikanischen Unternehmen wider.

Wohin kann die Reise der Internet-Giganten noch gehen?

Doch die Meinungen über das zukünftige (Kurs-)Potential gehen inzwischen auseinander. Während der Durchschnitt der Analysten die Kursziele dieser vier Aktien über 20 Prozent höher ansiedelt, mahnen Zweifler die teilweisen hohen Kurs-Gewinn Verhältnisse (KGV) dieser Unternehmen an. Es bleibt also spannend, wohin die Aktienkurse der Internet-Giganten gehen werden.

Mit dem FANG-Index schlagen Sie vier Fliegen mit einer Klappe

Wenn sie in diese Unternehmen investieren möchten, dann geht dies recht komfortabel über den sogenannten FANG-Index. Dabei handelt es sich um einen Aktienindex, der sich aus den oben genannten vier Unternehmen zusammensetzt. Die Berechnung des Index erfolgt durch die ICF Bank AG (Indexsponsor) in Euro. Diese ist für die Gestaltung, Berechnung und Zusammensetzung des Index sowie für die Gewichtung der Indexbestandteile verantwortlich. Die Zusammensetzung ist statisch. Zum Start am 17.02.2016 enthielt der Index die vier Aktien zu gleichen Teilen.

Ungehebelt und gehebelt auf den FANG-Index setzen

Das Team von X-markets hat nun ein Index-Zertifikat ohne Managementgebühren auf diesen FANG-Index emittiert: WKN: DL2FAN, aktueller Kurs: 109,88 Euro
Für Anleger, die gehebelt von diesem Index partizipieren möchten, bietet das X-markets-Team außerdem WAVE XXL Calls und Puts auf diesen Index an.

 



›› Kostenlose Seminare der Börse Düsseldorf
von Geldanlage-Brief-Team

Ob Einsteiger, Interessierter oder Profi – die Börse Düsseldorf bietet ab April 2016 wieder Seminare zu wichtigen Themen rund um die Geldanlage und den Wertpapierhandel an. Erfahrene Referenten vermitteln Expertenwissen und geben praxisnahe Tipps. Diese sollen den Teilnehmern dabei helfen, Anlageentscheidungen selbstständig und kompetent treffen zu können und an der Börse erfolgreich zu handeln.

Unsicherheit unter Anlegern macht sich derzeit breit. Aktienindizes wie der DAX kennen keine eindeutige Richtung. Die Märkte sind volatil. Oder ist doch ein Trend erkennbar? Worauf sollte man bei der Aktienanlage achten? Und wie kann man Risiken reduzieren? Dies sind unter anderem Themen, die in der Seminarreihe im April und Mai 2016 angesprochen werden.

Die kostenlosen Veranstaltungen finden immer um 18.00 Uhr in der Börse Düsseldorf am Ernst-Schneider-Platz statt und dauern ca. 90 Minuten.

Sven Weisenhaus, Chefredakteur Geldanlage-BriefAuch unser Chefanalyst Sven Weisenhaus wird in diesem Rahmen zwei Seminare halten - siehe 14. April und 3. Mai:

Termine und Themen:

Einsteiger-Seminar
Aktien, Renten, Fonds – Einführung in die Grundbegriffe
Referent: Thomas Dierkes, Vorstand der Börse Düsseldorf AG
6. April 2016, 18.00 Uhr

Einsteiger-Seminar:
Fonds & ETFs - Die idealen Produkte für Privatanleger
Referent: Dirk Elberskirch, Vorsitzender des Vorstands der Börse Düsseldorf AG
11. April 2016, 18.00 Uhr

Einsteiger-Seminar:
Blick auf den Markt – Was die Börsen aktuell bewegt
Referent: Sven Weisenhaus, Chefredakteur des Geldanlage-Briefs
14. April 2016, 18.00 Uhr

Einsteiger-Seminar:
Aktien: Grundlageninfos zur Anlageform, den verschiedenen Arten und dem Handel
Referent: Florian Weber, Vorstand der SCHNIGGE Wertpapierhandelsbank AG
19. April 2016, 18.00 Uhr

Einsteiger-Seminar:
Plädoyer für die Aktie – Bewertung, Chancen und Risiken einer realen Anlageklasse
Referent: Arnd Brechmann, Bereichsleiter Wertpapiere, Vermögensmanagement, Private Banking der Sparkasse Essen
25. April 2016, 18.00 Uhr

Einsteiger-Seminar:
„The Trend is your friend“ – Tipps eines Börsenhändlers zwischen Bauchgefühl und Trendkanal
Referent: Florian Weber, Vorsitzender des Vorstands der SCHNIGGE Wertpapierhandelsbank AG
28. April 2016, 18.00 Uhr

Fortgeschrittenen-Seminar:
Chartanalyse: Mit Elliott-Wellen wissen, wohin die Kurse laufen
Referent: Sven Weisenhaus, Chefredakteur des Geldanlage-Briefs
3. Mai 2016, 18.00 Uhr

Fortgeschrittenen-Seminar:
Value-Investing als Anlagestrategie – Einordnung und Innenansichten eines Fondsmanagers

Referent: Marc Siebel, Geschäftsführender Gesellschafter von Peakcock Capital GmbH
11. Mai 2016, 18.00 Uhr

Einsteiger-Seminar:
Quality Trader Tools – Echtzeitkurse, Musterdepots und Tipps rund um die Website der Börse Düsseldorf
Referent: Thomas Strelow, Leiter Marketing & Events der Börse Düsseldorf AG
19. Mai 2016, 18.00 Uhr

Anmeldeverfahren:

Die Anmeldung zu den Seminaren ist ab sofort über die Internetseite der Börse Düsseldorf im Bereich „Veranstaltungen“ möglich. Schnelles Handeln lohnt sich, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Zu den Anmeldungen gelangen Interessierte über: www.boerse-duesseldorf.de/seminare

 


 

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