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Exchange Traded Funds
Indexfonds - Alternative für Trader und Langfristanleger

Sie sind das Spiegelbild der Fondsbranche: Weil viele Fondsmanager trotz aller Mühe ihren Referenzindex nicht erreichen, ziehen immer mehr Anleger ihre Gelder ab und kaufen sich einfach die Benchmark. So erzielen sie zwar keine Überrenditen, sind aber auch nie schlechter als der Markt selbst. Der Geldanlagebrief erklärt die kostengünstige Strategie.
Geldanlage-Brief − In den USA sind sie der Verkaufsschlager. Sie stemmen sich erfolgreich gegen die Konjunkturkrise, bleiben - was das Handelsvolumen angeht - durch die Baisse hindurch stabil auf Kurs und bei den Anleger hoch in der Gunst. Einzig die Manager herkömmlicher Publikumsfonds wollen sie nicht so recht wahrhaben. Kein Wunder - machen ihnen die Exchange Traded Funds oder ETF's, wie sie im Börsenjargon kurz heißen, doch immer mehr Marktanteile streitig.

Der größte ETF, der auf den amerikanischen Leitindex S&P500, verzeichnet inzwischen ein Handelsvolumen von 90 Mrd. EUR im Monat und ist damit das liquideste Wertpapier weltweit. Man darf also unterstellen: Der börsengehandelte Indexfonds ist mehr als nur eine neue Mode der Finanzbranche. Doch was steckt wirklich dahinter und wie können Anleger von dem neuen Produkt profitieren?

Wissen was man kauft: Der ETF beinhaltet alle Aktien eines Börsenbarometers

Das Konzept der börsengehandelten Fonds ist einfach und schnell erzählt: Exchange Traded Funds sind börsengehandelte Fondsanteile, die ein Börsenbarometer exakt nachbilden. Ihr Kurs fällt und steigt damit im gleichen Ausmaß wie deren zu Grunde gelegter Index. So weit, so gewöhnlich.

Doch im Gegensatz zu konventionellen Fonds, deren Positionen der Anleger nur aus dem Geschäftsbericht erfährt und bei denen meist nur ein Kurs pro Tag ermittelt wird, kann die transparente neue Anlagegattung praktisch in Echtzeit gehandelt werden. Für sie wird, ähnlich den Börsenbarometern selbst, permanent ein Kurs gestellt. Das garantiert dem Anleger eine hohe Flexibilität und ermöglicht es ihm, ohne lästigen Zeitverzug auf Kursschwankungen zu reagieren - die Möglichkeit einer limitierten Order inklusive.

Eine ETF-Order ist kaum teurer als ein Aktienkauf

Dies ist umso angenehmer, wenn man weiß, dass beim Kauf der Indexaktien, wie sie salopp genannt werden, keine Ausgabeaufschläge anfallen. Stattdessen zahlt der Käufer eine so genannte All-in-Managementgebühr. Diese liegt - je nach Produkt - zwischen 0,05 und 0,5 Prozent vom Nettoinventarwert (siehe Kastentext) des Fonds pro Jahr. Dazu kommen die üblichen Orderprovisionen sowie die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs (Spread). Das war's.

Auf den Nenner gebracht heißt das: Die Kosten für den Erwerb eines börsennotierten Indexfonds unterscheiden sich - mit Ausnahme der All-in-Managementgebühr - nicht von denen einer Aktie. Dafür erhält der Anleger aber ein breit gestreutes und Laufzeit unabhängiges Investment in einem Papier. Für den reibungslosen Handel und die Möglichkeit, die Stücke jederzeit wieder veräußern zu können, sorgen zudem mindestens zwei Market Maker.

Aufpassen: Die Kleinen können der Streichliste zum Opfer fallen

Um bei der Investition in eine Indexaktie keine unangenehme Überraschung zu erleben, sollte der Anleger die bisherige Entwicklung des noch jungen Produktes kennen. Denn aus ihr leitet sich eine wichtige Erkenntnis ab. ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage brief 11/2003 (pdf, 87 kB), erschienen am 9.5.2003.

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