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Strategie
Optimismus an den Märkten: Indikator für eine Korrektur?

Ein Gastbeitrag von Axel Tumat, Postbank Research, Bonn
Geldanlage-Brief − Volatil, aber im Monatsvergleich weiter aufwärts entwickelten sich die internationalen Aktienmärkte. Getrieben durch Zinssenkungsphantasie und technische Kaufsignale erreichten der S&P 500 und der DAX neue Jahreshöchststände. Nach der schlechteren Kursentwicklung bis zum Jahrestief am 12. März, hat der DAX den S&P 500 im weiteren Jahresverlauf outperformt. Im Halbjahresvergleich zeigt er nun fast die gleiche Wertentwicklung, in Euro ist die S&P-Performance sogar zehn Prozent schwächer. Der DAX hat sich unserer Jahresprognose bereits deutlich angenähert. Gemessen an der Entwicklung der letzten Monate sehen wir nur noch ein moderates Kurspotential von rund 15 Prozent für den DAX.

US-Optionsmarkt: Hoher Optimismus deutet Verkaufssignal an

Kurzfristig sind die Aktienmärkte überkauft. Zwar kann die Rally aufgrund der geringen Anlagealternativen weiter anhalten, internationale Fondsmanager haben ihre Aktienquoten aber schon stark erhöht. Auch das Verhältnis von Calls zu Puts an den Optionsmärkten zeigt, dass die Zahl der Optimisten überdurchschnittlich hoch ist. Mit der beginnenden Berichtssaison stehen die Erwartungen an die aktuellen Unternehmensgewinne und insbesondere die hohen Erwartungen für das zweite Halbjahr auf dem Prüfstand. US-Manager verkaufen laut Vickers massiv eigene Aktien und signalisieren damit, dass sie dem Markt zunächst keine weitere Erholung zutrauen. Eine Konsolidierung wird immer wahrscheinlicher.

Europa: Geringere (Re-)Finanzierungskosten begünstigen Bankaktien

Bankwerte profitieren besonders von der aktuellen Markterholung. Mit dem kräftigen Rückgang der Renditeaufschläge (Spreads) begeben immer mehr Unternehmen neue Anleihen. Das Emissionsvolumen europäischer Unternehmensanleihen hat im ersten Halbjahr 83 Prozent des gesamten Vorjahres erreicht. Auch die Banken können ihre Bilanzen über die günstigere Weitergabe von Kreditrisiken entlasten. Die gesunkenen Finanzierungskosten sollten zu weiter steigendem Kredit- und Emissionsvolumen führen.

Deutschland: Zeichen für konjunkturelle Erholung sind noch nicht nachhaltig

In den USA mehren sich die Anzeichen für eine konjunkturelle Belebung. Da die Investoren optimistischer wurden, sind risikoreiche Titel zuletzt überproportional gestiegen. Der DAX hat schon einen Großteil der erwarteten konjunkturellen Erholung vorweggenommen, zumal der Gewinnrevisionstrend weiterhin negativ ist. Die Exporterwartungen sind nach einer Phase mit sinkendem US-Dollar bisher nur leicht gestiegen. Wir gehen davon aus, dass im Zuge der volkswirtschaftlichen Erholung die deutschen Exporte wieder steigen werden. In diesem Szenario ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage brief 17/2003 (pdf, 66 kB), erschienen am 11.7.2003.

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