|
|
|
|
 |
| Jahrgänge:
2012
2011
2010
2009
2008/2
2008/1
2007/2
2007/1
2006/2
2006/1
2005/2
2005/1
2004/2
2004/1
2003/2
2003/1 |
Archiv > Börse > Zertifikate > Discount-Zertifikate |
Discount-Zertifikate Rolling Discounts eröffnen Anlegern neue Möglichkeiten |
| Permanente Erträge vereinnahmen bei steigenden, stagnierenden oder leicht fallenden Kursen? Ohne Rücksicht auf die Laufzeitbegrenzung? Was mit gewöhnlichen Discount-Zertifikaten nicht möglich war, ist bei Rolling Discounts nun zum Programm der Emittenten geworden. Der Geldanlagebrief erklärt, für wen sich die neuen Kreationen der Derivatekonstrukteure eignen. |
|
Geldanlage-Brief −
Nicht von ungefähr sind Hebelzertifikate, Optionsscheine und Optionen bei vielen Anlegern zum festen Bestandteil ihrer Anlagestrategie geworden. Bei geschickter Wahl des richtigen Produkts zur richtigen Zeit versprechen sie satte Erträge. Und das bei einem vergleichsweise geringen Kapitaleinsatz. Allerdings: Bleibt die erwartete Kursbewegung aus oder überrascht der Markt gar mit einer scharfen Gegenreaktion, zerbröselt die Rendite rasch zum handfesten Ärgernis.
Besonders problematisch sind die Optionen. Ihre Kursentwicklung hängt nicht nur von der Performance des Basiswertes ab. Mindestens ebenbürtig ist deren Schwankungsbreite ("Volatilität"). Steigt sie, zieht auch der Optionspreis an. Fällt sie, gibt der Kurs der Option - oft sogar bei steigendem Basiswert -nach. Die Nichtbeachtung dieses Preisbildungsfaktors ließ weniger erfahrene Investoren nicht selten ins offene Messer laufen. Profis dagegen nutzen die Volatilität gezielt, um die laufende Rendite ihres Portfolios aufzupolieren. Rechnen sie mit steigenden Kursen, veräußern sie Verkaufsoptionen und kassieren dafür eine Prämie. Äußerst beliebt, da besonders renditeträchtig, sind Optionen mit einer kurzen Restlaufzeit.
Ohne Erfahrung sind Termingeschäfte nur mehr besseres Lotto
Allerdings eignet sich die Strategie nicht für jedermann. Anleger, die an der vom Berufshandel dominierten Terminbörse Eurex "Optionen schreiben" möchten, wie es im Fachjargon heißt, brauchen nicht nur ein erstklassiges Wissen und langjährige Erfahrungen, sondern dazu auch einen Broker oder eine Bank, die Marktzugang gewährt. Denn hat der Anleger seine Positionen nicht im Griff, kann sein Kapital rasch durch empfindliche Verluste aufgezehrt werden.
Die Banken haben daher in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Produkte begeben, die das Risiko, das den Termingeschäften gewöhnlich innewohnt, auf ein bekömmliches Maß reduzieren. Zu ihnen gehören die Bonus- und Garantiezertifikate ebenso wie die Aktienanleihen und die Discountzertifikate. Sie alle sind nichts anderes als die Variation eines Termingeschäftes. Entscheidender Nachteil auch bei ihnen: Die Papiere haben in der Regel eine begrenzte Laufzeit. Die klassische Buy-and-Hold-Strategie über mehrere Jahre hinweg funktioniert demnach nicht.
Der risikolosere Zugang zur Eurex kommt in Form eines Zertifikates
Einige Emittenten haben nun einen interessanten wie eleganten Ausweg gefunden. Ihr Produkt, mit dem sie bei den Anlegern landen wollen, hört auf den Namen "Rolling Discount-Zertifikat". Die Anlagestrategie dahinter ist schnell erzählt. Ein Mal im Monat verkauft die Bank eine "am Geld" liegende Verkaufsoption mit einer Restlaufzeit von vier Wochen. Als Basiswert dient - je nach Produkt - entweder der heimische DAX oder der breiter gefasste EuroStoxx 50. Der Basispreis ("Cap") der gekauften Verkaufsoptionen orientiert sich generell am aktuellen Indexstand. Bei den eher konservativen Produkten liegt er unterhalb des Index', bei der offensiven Spielart darüber. Die Folge: Schließt der Index nach Ablauf des Monatszyklus auf oder über dem Cap, winkt im Vier-Wochen-Rhythmus eine nette Prämie. Dax & Co. dürfen sogar leicht fallen, ohne dass die Prämie, die dann als Risikopuffer wirkt, aufgezehrt wird. Das war es.
Gebühren 'runter, Steuern weg, Schwankung im Zaum
Länger ist da schon die Liste der Vorteile, die mit diesem Anlageinstrument generiert werden. Zunächst einmal spart das Konzept der "Rollings" bares Geld. Zum Vergleich: Bildet ein Anleger die Terminmarktstrategie eigenhändig nach, muss er, über das Jahr gerechnet, zwölf Käufe und zwölf Verkäufe schultern. Bei einer angenommenen Transaktionsgebühr von einem halben Prozent schlügen demnach Kosten in Höhe von zwölf Prozent pro Jahr zu Buche. Weiterer Vorteil: Bleibt das Zertifikat mindestens ein Jahr lang im Depot, ist der erzielte Gewinn spekulationssteuerfrei. Zumindest nach derzeit geltendem Steuerrecht. Last not least sind die Wertschwankungen einer solchen Anlage erheblich geringer, als die eines Direktinvestments. Das macht die Rolling Discount-Zertifikate attraktiv.
Deutsche Bank schickt gleich sechs Rollings ins Rennen
Die Marktführerschaft für die "rollende Geldanlageautomatik" hatte bis vor kurzem die Investmentbank UBS Warburg inne. Doch das änderte sich, als am 21. Juli die Deutsche Bank - Branchenprimus im Zertifikatehandel - gleich sechs neue Rollings ins Rennen schickte. Für jedes Naturell haben die Deutschbanker exakt zwei Zertifikate im Angebot, jeweils eines davon auf den Dax und eines auf den EuroStoxx 50. Anleger können zwischen den Ausstattungen Konservativ, Neutral und Offensiv wählen.
Beim konservativen Produkt auf den Dax (WKN 149541) etwa kauft der Emittent ein Mal im Monat eine Verkaufsoption auf den Dax mit einer Restlaufzeit von vier Wochen, deren Basispreis um fünf Prozent unter dem aktuellen Indexstand liegt. Folglich kann die Prämie nach Ablauf des Monats in voller Höhe vereinnahmt werden, wenn der Index mindestens 95 Prozent seines Kursniveaus behauptet hat.
Bei der neutralen Variante (WKN 149542) hingegen ist der Cap mit dem anfänglichen Indexstand identisch. Der Dax muss also nach Ablauf der Vier-Wochen-Periode mindestens stagnieren, damit dem Zertifikat die volle Prämie hinzu geschlagen werden kann.
Das dritte Rolling Diskont-Zertifikat (WKN 149543), das die Deutschbanker ins Rennen schicken, eignet sich für jene, die mit einem ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage brief 20/2003 (pdf, 64 kB), erschienen am 1.8.2003.
Weitere spannende Investment-Ideen finden Sie im Geldanlage-Brief – jetzt kostenfrei anmelden!
|
|
|
|
Copyright: Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Vervielfältigung und Weiterverbreitung mit Quellenangabe einschließlich Link auf diese Website gestattet. Belegexemplar erbeten.
Haftungshinweise/Disclaimer
|
Jahrgänge:
2012
2011
2010
2009
2008/2
2008/1
2007/2
2007/1
2006/2
2006/1
2005/2
2005/1
2004/2
2004/1
2003/2
2003/1
Partnersites:
Geldanlage
Berufsunfähigkeit / Berufsunfähigkeitsversicherung
Private Krankenversicherung
Altersvorsorge |
|
|
|
Lieber Leser,
nehmen Sie das Thema Geld- anlage selbst in die Hand? Dann informieren auch Sie sich jetzt mit dem Geldanlage-Brief kostenfrei per E-Mail über
- chancenreiche Aktien,
- spannende Zertifikate,
- die besten Investmentfonds,
- geldwerte Steuer-Tipps für
- Privatanleger.
Tragen Sie einfach Ihre E-Mail- Adresse ein und Sie sind dabei!
Ja, ich möchte den Geldanlage- Brief ab der nächsten Ausgabe kostenfrei per E-Mail erhalten. .
PS. Der Geldanlage-Brief wurde mehrfach als 'Best-Newsletter der Kategorie Finanzen' aus- gezeichnet. Melden auch Sie sich jetzt kostenfrei an!
|