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Archiv > Börse > Zertifikate > Rohstoff-Investments |
Rohstoff-Investments Stolze Renditen mit Gold, Öl und Kakao |
| Wer sein Depot gut diversifizieren möchte, kommt an Rohstoffen kaum vorbei. Doch Einzelkäufe sind oft ein Glücksspiel und laufen dem Gedanken der Streuung zuwider. Gegen die Kurskapriolen und Einzelwertrisiken haben sowohl die DZ Bank als auch Goldman Sachs nun Zertifikate entwickelt, die den Warenterminmarkt auch für Privatanleger attraktiv machen. |
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Finanzprodukte, die sich abseits von Aktien und Renten bewegen, haben in den zurückliegenden Monaten einen regelrechten Run erlebt. Vielen Anlegern sitzt (noch immer) die teure Erfahrung der letzten Jahre sowie (schon wieder) die Angst vor einem neuerlichen Absturz am Aktienmarkt im Nacken. Einen Ausweg aus der Zwickmühle "risikoreiche Aktien oder sichere Zinsanlagen" bieten zum einen die momentan trendigen Garantieprodukte. Anleger, die ihr Geld momentan nicht in die Obhut von Unternehmensvorständen geben möchten, bieten sich aber auch "aktienfremde" Investmentmöglichkeiten. Zum Beispiel die Anlage in Rohstoffe.
Zumindest die Kursavancen dieses Börsensegmentes machen Appetit. Das gelbe Edelmetall beispielsweise glänzt - trotz des Rücksetzers zu Monatsbeginn - wie lange nicht mehr. Preisanstieg der Feinunze seit August 2002: 16 Prozent. Auch das schwarze Gold sprudelt wieder ansehnliche Renditen in die Depots. Nach dem Absturz im April liegt das Rohöl bereits wieder mit knapp 19 Prozent vorn. Wer dagegen zum Kakao griff, hatte schwer zu schlucken. Der Future brach in den letzten sechs Monaten um ein Drittel ein.
Stolze Renditen und gute Aussichten
Es sind Beispiele, die zeigen: Die Entwicklung einzelner Rohstoffpreise setzt beim Anleger ein starkes Nervenkostüm voraus. Betrachtet man jedoch die Warenterminmärkte im Ganzen, gerinnen die Kurs-Jo-Jos zu einem respektablen Renditebringer. Abzulesen ist das am Goldman Sachs Commodity Index (GSCI), der seit 1970 um durchschnittlich gut elf Prozent pro Jahr steigt. Der Index verpackt die Preise von insgesamt 25 Rohstoffen und ist eingeteilt in fünf Sektoren. Die Gewichtung orientiert sich am Fünfjahresdurchschnitt der Weltproduktion. Den größten Anteil am GSCI haben die Energiewerte. Sie werfen gut zwei Drittel in die Waagschale. Es folgen landwirtschaftliche Erzeugnisse (16,7%), Vieh (7,3%), Industriemetalle (6,2%) und Edelmetalle (2,3%).
Für die Zukunft sagen Anlagestrategen einen längeren Aufwärtstrend an den Rohstoffmärkten voraus. Die Begründung liefern sie gleich mit: den Technologieboom der letzten Jahre. Während der High-Tech-Ekstase seien die Investitionen im Rohstoffbereich drastisch abgebaut worden, so dass sich bei einer Erholung der Weltkonjunktur ernste Engpässe bei der Versorgung mit Waren auftun könnten. Noch in den 80er Jahren reichten die Rohöl-Lager, um den weltweiten Verbrauch für 25 Tage abzusichern. Heute liegt die Deckungsquote hingegen nur noch bei sieben Tagen. Nicht wenige Investoren stellen sich daher auf einen nachhaltigen Boom an den Rohstoffmärkten ein.
Geldzurückgarantie und Bonuschance: Der Garant Tracker macht den Terminmarkt auch für Privatanleger attraktiv
Eine Möglichkeit, sein Depot an den GSCI-Index anzudocken, bietet bereits seit dem 30. Mai die DZ Bank mit ihrem Waren & Rohstoff Garant Tracker-Zertifikat (WKN 758503, ISIN DE0007585036). Wie der Name bereits andeutet, beinhaltet das Papier eine Kapitalgarantie. Zum Laufzeitende, am 4. Juni 2009, zahlen die DZ Banker mindestens den Nennwert von 100 EUR zurück. Dazu kommt ein Bonus, der von der Entwicklung des Rohstoffbarometers abhängt.
Und der wird so ermittelt: Während der gesamten Laufzeit misst die DZ Bank halbjährlich, jeweils im Juni und Dezember, die Performance des GSCI. Aus allen positiven Werten errechnen die DZ Banker zum Laufzeitende einen Durchschnittskurs. Von der so gemessenen Performance schlagen sie schließlich zwischen siebzig und achtzig Prozent dem Nennwert des Zertifikates hinzu. Die endgültige Partizipationsrate gibt die DZ Bank jedoch erst zum Laufzeitende bekannt.
Werden die Ressourcen knapp und sind die Lager leer, schaltet der GSCI auf Hausse
So weit, so unspektakulär. Was das Papier der DZ Banker eigentlich interessant macht, ist dessen Basiswert. Der GSCI Excess Return, wie er sich konkret nennt, ist nämlich bei genauer Inspektion alles andere als ein gewöhnlicher Index ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 24/2003 (pdf, 57 kB), erschienen am 29.8.2003.
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