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Archiv > Börse > Aktien > Russische Aktien |
Russische Aktien Investieren in Russland: Das Riesenreich gewinnt Ansehen bei Investoren |
| Russland ist raus aus der Schmuddelecke. Das zumindest sagt Moody's. Die Ratingagentur stuft das Riesenreich erstmals in den Investmentgrade-Bereich hoch. Doch der Aktienmarkt in Moskau hat nach wie vor seine Tücken. Der Geldanlage-Brief gibt Ihnen Tipps für den Einstieg. |
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Geldanlage-Brief −
Man stelle sich das 'mal bei einer Privatperson vor: Sie haben einen Kredit aufgenommen. Wenig später teilt Ihnen die Kundenbetreuerin mit: "Wir haben Ihre finanzielle Situation erneut unter die Lupe genommen. Sie haben sich stark verbessert und brauchen fortan nur noch 3,5 Prozent zahlen."
Was wie ein Märchen klingt, hat sich tatsächlich zugetragen. Und zwar in Russland. Am Mittwoch letzter Woche stufte die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit Russlands erstmals in den Bereich seriöser Investments auf. Das Land kann sich nun zu deutlich günstigeren Konditionen refinanzieren. Folge: Die Wirtschaft profitiert. Und mit ihr auch Sie als Anleger.
Günstige Rahmenbedingungen auf Staats- und Unternehmensebene
Schon heute steht das ehemalige Zarenreich fundamental stark da: Das Bruttoinlandsprodukt wächst zurzeit mit sieben Prozent, die Devisenreserven liegen auf Rekordniveau und Putins Haushalt produziert Überschüsse. Auch konjunkturell passt's: Das Rohstoff dominierte Land profitiert insbesondere von anziehenden Grundstoffpreisen. Kommt die Weltwirtschaft in Fahrt, sind russische Metallförderer, Ölproduzenten und Stahlkocher auch im Export die ersten Gewinnler.
Fit sind sie allemal. Der Gasriese Gazprom zum Beispiel. Finanzvorstand Boris Yurlov rechnet für 2003 mal eben mit einer Vervierfachung des Nettoergebnisses auf 6,6 Mrd. US-Dollar. Grund sind die hohen Gaspreise. Oder schauen Sie sich LUKOil an. Der Ölkonzern will nicht nur, er hat auch schon: Im abgelaufenen zweiten Quartal kletterte sein Gewinn vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Tilgung (EBITDA) um rund neunzig Prozent auf gut 1,9 Mrd. US-Dollar.
Der russische Bär ist ein höchst launisches Wesen
Doch bei aller Euphorie: Das Riesenreich hat Regeln, die Sie als Anleger kennen sollten. Die wichtigste: Nie alles auf eine Karte setzen! Denn mit Tagesumsätzen von kaum mehr als 20 Mio. US-Dollar und nur 250 Unternehmen ist die Moskauer Börse immer noch ein Zwerg. Zumindest wenn man es mit westlichen Märkten vergleicht. Sie erkennen das auch an den Kursausschlägen in der Vergangenheit. Von Oktober 1997 bis November 1998 stürzte das Moskauer Aktienbarometer um 94 Prozent ab. Bergauf ging's erst wieder zum Amtsantritt von Putin zum Jahreswechsel 1999/2000. Seinerzeit verdoppelte sich der russische Leitindex binnen weniger Monate. Auch in den Folgejahren markierte er ein Hoch nach dem anderen. Kursplus 2001: 95 Prozent, im letzten Jahr immer noch gut ein Drittel.
Bequemer Marktzugang mit Zertifikaten
Russlandpapiere müssen Sie übrigens nicht in Moskau kaufen. Auf dem deutschen Kursblatt finden Sie viele Titel auch als so genannte... ADRs (American Depositary Receipts) bzw. GDRs (Global Depositary Receipts), die Ihnen Anteile an den Originalaktien verbriefen. Bequemer und Nerven schonender geht es indes mit ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 29/2003 (pdf, 57 kB), erschienen am 17.10.2003.
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