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Archiv > Börse > Anleihen > Türkische Anleihen |
Türkische Anleihen Attraktive Zinspapiere aus Ankara |
| Es war und ist eine helle Freude: Türkische Aktien steigen von einem Hoch zum nächsten. Und auch wenn Sie sich mit den Mickerzinsen hierzulande nicht zufrieden geben möchte, könnte die Türkei für Sie interessant sein. Denn die Staatstitel vom Bosporus bieten Ihnen - je nach Laufzeit - einen Renditevorsprung von bis zu dreihundert Basispunkten. |
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Geldanlage-Brief −
Sowohl Bundesanleihen als auch US-Staatstitel sind kräftig unter Druck geraten. Für eine fünfjährige Bundesanleihe bekommen Sie jetzt schon wieder nominal 3,6 Prozent. Doch haben Sie einmal überschlagen, was Ihnen davon bleibt? Nach Abzug der jährlichen Inflationsrate von gut zwei Prozent sind es real kaum mehr als anderthalb Prozent. Wirklich attraktiv ist das nicht. Was liegt also näher, als einen Blick über die EU-Grenze zu werfen? In die Türkei zum Beispiel.
Regierung, Notenbank und IWF: In der Türkei haben Sie gleich drei Verbündete
Das Interessante: Türkische Staatstitel profitieren gleich von einer ganzen Reihe positiver Nachrichten. Im letzten Quartal hatten die Ratingagenturen Standard & Poors und Fitch die Kreditbewertung des Landes hoch gestuft. Seit zwei Wochen machen Gerüchte die Runde, wonach die Einstufung abermals angehoben werden könnte. Dazu kommt: Als Anleger haben Sie die Notenbank klar auf Ihrer Seite. Sie hat nämlich bereits zum sechsten Mal in Folge den Leitzins gesenkt. Grund ihrer anlegerfreundlichen Geldpolitik: Die Industrieproduktion steigt zurzeit deutlich, zuletzt um beachtliche 18 Prozent. Gleichzeitig sinkt die Teuerungsrate auf aktuell 25 Prozent pro Jahr. Zur Erinnerung: Ende der 90er Jahre galoppierte die Inflation noch mit unsäglichen 75 Prozent.
Gut möglich also, dass Premier Erdogan seinen angepeilten Haushaltsüberschuss von fünf Prozent noch übertreffen kann. Gelingt der Regierung mit ihrer Steueranhebung auf Autos und Alkohol ein Budget-Plus von 6,5 Prozent, hat sie einen weiteren Verbündeten: den Internationalen Währungsfonds (IWF). Im Kampf gegen Inflation und Schulden hat er das Land bislang mit 18 Mrd. US-Dollar unterstützt. Dem Vernehmen nach will der IWF noch im November einen weiteren Scheck ausstellen. Volumen der vorauseilenden Würdigung der Sparmaßnahmen: 500 Mio. US-Dollar. Erwarteter Gesamtnutzen aller Hilfen: Ein ähnliches Wirtschaftswunder wie damals in Deutschland. So zumindest die Hoffnung von Horst Köhler, dem Geschäftsführenden Direktor beim IWF.
Dennoch ist es derzeit weniger der IWF, auf den die Finanzinvestoren schauen. Ihr Augenmerk richtet sich vielmehr nach Übersee. Der Auslöser: Washington stellte unlängst eine nicht unerhebliche Hilfe von 8,5 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Nach dem Beschluss der Nationalversammlung, 10.000 Soldaten in den Irak zu entsenden, dürfte die Auszahlung nach Ansicht von Marktbeobachtern bald erfolgen.
Mit kurzen Laufzeiten halten Sie Ihr Risiko gering
Zinspolitik, Konjunktur und außenpolitisches Techtelmechtel - sie alle machen das geburtenstarke Land als Schuldner wieder attraktiv. Dennoch dürfen Sie nicht vergessen: ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 30/2003 (pdf, 102 kB), erschienen am 24.10.2003.
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