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Archiv > Börse > Zertifikate > Rolling Diskont-Zertifikate |
Rolling Diskont-Zertifikate Grenzwanderung |
von Florian Brechtel, X-markets-Team der Deutsche Bank AG
Stete Anpassung an aktuelle Kurse - das ist der Vorteil der sogenannten Rolling Diskont-Zertifikate. Spätestens seit einer Aufsehen erregenden Studie sind die Anleger von der Attraktivität der Diskont-Zertifikate überzeugt. Denn die Untersuchung belegt, dass in über 84 Prozent aller Fälle die Zertifikate besser abschnitten als der Index oder die Aktie selbst (siehe auch im Internet unter www.db-xm.com). Und so verwundert es nicht, dass vermehrt Aktionen im Gange sind, bei denen Aktionäre zu einem Wechsel in Diskont-Zertifikate angeregt werden. Motto: "Diskont statt Aktie." |
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Auf der Basis des erwiesenen Produkterfolges entstand vor einiger Zeit eine Weiterentwicklung des Diskont-Zertifikats. Bekanntlich partizipieren Anleger bei einem Diskonter nur bis zu einem bestimmten Höchstbetrag der Aktie oder des Index. Jener "Cap" genannte Höchstbetrag ist dabei fixiert. Wenn nun während der Laufzeit der Kurs des Basiswerts darüber liegt, so schielt der Anleger eher neidisch zum Aktionär. Denn ganz klar: Wer kontinuierlich steigende Kurse erwartet, schneidet mit der Aktie oder dem Index oftmals besser ab. Aus diesem Grund wird nun bei den Rolling Diskont-Zertifikaten die "Fessel" Cap, die zum einen für den Diskont, aber auch für die Kursbegrenzung verantwortlich ist, nur noch für jeweils einen Monat fixiert - das heißt, er wird monatlich neu angepasst. Dadurch erhalten die rollenden Diskonter immer wieder "frischen", zusätzlichen Renditespielraum und können sich den aktuellen Marktschwankungen anpassen. Die Grenze wird also "gerollt" - daher auch der Name dieses Produktes: "Rolling Diskont".
Rollende Diskonter auf Indizes
In der Praxis funktioniert die "Grenzwanderung" wie folgt: Anleger kaufen das Rolling Diskont-Zertifikat wie einen gewöhnlichen Diskonter - und zwar wie gewohnt mit einem Cap. Nach einem Monat - es ist immer der dritte Freitag eines Monats - wird der Cap nun neu angepasst. In der Praxis funktioniert dieses "Rollen" wie folgt: Die Rolling Diskont-Zertifikate besitzen sozusagen einen eingebauten "Diskont-Manager". Dieser Manager investiert in aktuelle Diskont-Zertifikate. Je nach Strategie des Rollers besitzen diese Diskonter Caps in Höhe von 95%, 100% oder 103% des jeweiligen Basiswerts und einer Restlaufzeit von einem Monat. Nun steht einmal im Monat eine Anpassung des Caps bevor. Und zwar nach folgender Faustformel: Steigt der Basiswert, wird der Cap hoch gesetzt, fällt der Basiswert, wird der Cap nach unten angepasst. Damit wird der aktuellen Marktsituation des jeweiligen Basiswerts Rechnung getragen. Fazit: Die Rolling Diskont-Zertifikate sind nicht nur in Sachen Cap eine Auffrischung der "normalen" Diskonts. Die Laufzeit der Produkte ist unbegrenzt. Dadurch spart das Rolling-Konzept Transaktionskosten, die dann anstünden, wenn der Anleger wieder in ein neues Diskont-Zertifikat investieren würde - dennoch ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 11/2004 (pdf, 179 kB), erschienen am 26.03.2004.
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