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Archiv > Börse > Anleihen > Tier-Anleihen |
Tier-Anleihen Nachrangige Papiere mit vorzüglichen Renditen |
| Fans der Festverzinslichen stehen derzeit vor einem Dilemma. Zehnjährige Bundespapiere bringen nur noch 3,89 Prozent. Nach Abzug von Inflationsrate, Order- und Depotkosten bleiben unterm Strich allenfalls 1,7 Prozent. Das ist nicht wirklich attraktiv. Doch es gibt Alternativen. |
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Eine davon hatten wir Ihnen bereits in Ausgabe 18/2003 vorgestellt: Es waren die hoch verzinslichen Unternehmensanleihen ("Corporate Bonds") mit Renditen von teilweise mehr als sechs Prozent. Mit Ausnahme des General Motors-Bonds (ISIN XS0171922569) sind deren Kurse in den letzten Monaten allesamt massiv gestiegen. Wer Sie hat, sollte Sie behalten. Von Neu-Engagements und Nachkäufen raten wir aber mit Blick auf die jüngsten Konjunktursorgen eher ab.
Wenn Sie zurzeit Anlagebedarf im Rentenbereich haben, wird Ihnen vielmehr eine andere Hochzinsspezies gefallen. Eine, die wir in der aktuellen Börsenlage für den Königsweg aus der Zinsfalle halten: die so genannten Tier-Anleihen. Die Gattung ist sicher nur den wenigsten Anlegern ein Begriff. Da sie aber bei relativ geringem Risiko mit attraktiven Zinsvorteilen lockt, lohnt sich die Betrachtung dieser zumeist von Banken begebenen Papiere in jedem Fall.
Im Fall der Fälle nachrangig, bei den Zinsen vorzüglich
Das Konzept der Titel mit dem befremdlichen Namen ist vergleichsweise einfach: Tier-Anleihen sind Schuldverschreibungen, die allen anderen Verbindlichkeiten des Emittenten nachgeordnet sind. Heißt: Geht die Bank pleite, erhalten zunächst alle anderen Gläubiger ihr Geld. Als Ausgleich für das höhere Risiko zahlt Ihnen die Bank einen attraktiven Zinsaufschlag. Eine Bankenpleite können Sie zwar nie ganz ausschließen. Doch der Fall ist höchst selten, bei deutschen Großbanken geradezu höchst unwahrscheinlich. Grund: Die Kreditinstitute sind seitens der nationalen Aufsichtsbehörden verpflichtet, jederzeit ein Mindestmaß an Eigenkapital vorzuhalten, mit dem sie ihre Geschäftsrisiken unterlegen.
Große Population
Je nach Grad der Nachrangigkeit müssen Sie zwischen fünf verschiedenen "Tieren" unterscheiden:...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 11/2004 (pdf, 179 kB), erschienen am 26.03.2004.
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