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CROCI-Zertifikat
Deutsche Bank macht interne Strategie handelbar

Erinnern Sie sich an Sammy? Jetzt kommt Croci - mitten im Sommerloch. Croci schnappt sich die dicksten Fische. Doch aufgepasst: Croci ist nicht etwa der Kosename eines Krokodils im Badesee, sondern der ungewöhnliche Name für drei nicht ganz alltägliche Zertifikate. Mit ihnen können Sie erstmals ohne Aufwand eine Fundamental-strategie verfolgen, die bislang Rendite-Alligatoren vom Rang eines Warren Buffets vorenthalten war. Der Geldanlage-Brief erklärt Konzept und Umsetzung.
Geldanlage-Brief − Die Globalisierung schreitet zwar rasch voran. Doch die Bilanzierungspraktiken der Unternehmen sind vielfach noch nationalen Eigenheiten unterworfen. Für technisch orientierte Anleger ist dies unproblematisch. Schwerer haben Sie es, wenn Sie Ihre Kaufentscheidung auf Fundamentalfaktoren wie Gewinn, Erlös, Cash-Flow oder dem Kursbuchwertverhältnis treffen. Dabei ist deren schlechte internationale Vergleichbarkeit noch ein nobles Problem. Grund: Wenn Sie sich auf die Fundamentalanalyse stützen, wollen noch ganz andere Hindernisse überwunden sein: Sie brauchen viel Zeit und Expertenwissen.

700 Unternehmen auf dem Radar
Klar, dass nicht in jedem ein Bilanzfuchs steckt. So dürfte dann auch die Deutsche Bank mit ihren neuen CROCI-Zertifikaten einen Selbstläufer aufs Parkett entlassen. CROCI steht dabei für Cash Return On Capital Invested und bezeichnet zugleich den Kern: Mit Hilfe eines standardisierten Modells fahnden die Blauen nach den aus fundamentaler Perspektive aussichtsreichsten Aktien. Sie durchforsten deren Geschäftsberichte, beziehen Branchendaten ein und werten Volkswirtschaftsdaten, wie die nationale Inflationsrate, aus. Resultat des monatlichen Castings von weltweit 700 Unternehmen: eine neue, um nationale Eigenheiten bereinigte Kennziffer namens ökonomisches Kursgewinnverhältnis pro Aktie. Sie ist die Basis für die Bestückung dreier Indizes - einer für Europa, einer für die USA und einer für Japan. Darin enthalten: die nach CROCI günstigsten Aktien der jeweiligen Region.

Outperformance in allen Märkten
Das CROCI-Modell ist an sich ein alter Hut. Die Deutsche Bank setzt es schon länger im Eigenhandel ein. Der CROCI Euro-Index (ISIN DE000DB091Z1) etwa besteht zurzeit aus dreißig europäischen Aktien, darunter mit BASF, Bayer, Siemens, Volkswagen & Co. auch neun deutsche Titel. In den vergangenen zwölf Monaten legte das Barometer ein Plus von knapp 28 Prozent aufs hauseigene Parkett (EuroStoxx 50: +19%). Überrendite zum EuroStoxx 50 seit 1996: etwa 8,9 Prozent pro Jahr. Ähnlich der CROCI US-Index (ISIN DE000DB091X6): Das mit vierzig Werten bestückte Barometer übertraf seine Benchmark, den S&P500, um etwa 9,6 Prozent pro Jahr. Aus dem Rahmen fällt dagegen die Japan-Kreation (ISIN DE000DB091Y4), die immerhin um 12,7 Prozent besser als der Markt abschnitt. Messlatte hier: der markbreite Topix.
Die Kosten für die monatlich inspizierten und gegebenenfalls neu bestückten Aktienkörbe, die noch bis zum 16.08.2004 in einer Stückelung von 100 Euro zur Zeichnung aufliegen, fallen erfreulicherweise nicht aus dem Rahmen. Mit einer Gebühr von jeweils einem Prozent pro Jahr bewegen sie sich sogar eher im Bereich von Indexpapieren.

Fazit: Erwarten Sie vom CROCI-Modell ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 24/2004 (pdf, 196 kB), erschienen am 13.08.2004.

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