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Preisbildung
Die Komponenten bestimmen den Preis

von Steffen Scheuble, X-markets-Team der Deutsche Bank AG

Das Thema Zertifikate ist aus dem täglichen Börsengeschehen nicht mehr wegzudenken. Anleger schätzen an ihnen die Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten: Sie können von steigenden Kursen ebenso profitieren wie von stagnierenden oder fallenden. Daneben haben Zertifikate den Vorteil, dass - im Gegensatz zu den meisten Fonds - nicht nur ein Kurs am Tag gestellt wird, sondern Anleger die Produkte zwischen 8 und 22 Uhr fortlaufend handeln können.
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Geldanlage-Brief − Viele Produkte sind daneben durch ein vollkommen transparentes Auszahlungsprofil gekennzeichnet und der auszuzahlende Betrag bei Fälligkeit steht bereits bei der Emission fest. Was für Anleger am Laufzeitende sehr einfach ist, bereitet während der Laufzeit häufig Probleme: Warum fällt der Kurs, wenn die Aktie steigt? Warum verliert das Zertifikat nicht an Wert, obwohl die Kursentwicklung doch negativ sein müsste?

Zertifikate bestehen im Allgemeinen aus mehreren Bestandteilen. Einer der Bestandteile ist das Underlying, z.B. die Aktie. Je nach Art des Zertifikats kommen nun verschiedene Optionen dazu. Die in der Regel an der Eurex gehandelten Optionen können entweder ge- oder verkauft werden. Während der Laufzeit spiegelt jedes Zertifikat den Wert seiner Bestandteile wieder.

Praxisbeispiel Diskont-Zertifikat
Genug der Theorie: Betrachten wir nun ein Diskont-Zertifikat, so besteht dieses aus zwei Komponenten: Dem direkten Kauf der Aktie sowie dem Verkauf einer Option, genauer gesagt: einer Call-Option. Per Fälligkeit ist das Auszahlungsprofil leicht nachvollziehbar: Notiert die Aktie am Laufzeitende über dem Höchstbetrag, erhält der Anleger diesen gutgeschrieben, notiert die Aktie unter dem Höchstbetrag, so erhält der Anleger die Aktie zu ihrem dann gültigen Wert.

Während der Laufzeit unterliegt das Diskont-Zertifikat jedoch einigen Schwankungen. Die "Bausteine" reagieren dabei ganz unterschiedlich auf Veränderungen des Basiswertes: Steigt die Aktie, so wirkt sich das zunächst einmal positiv auf den Baustein "Aktie" aus. Auf der anderen Seite gewinnt auch die Call-Option an Wert, da sie auf steigende Kurse setzt. Für den Kurs des Diskont-Zertifikates wirkt sich dies jedoch trotzdem negativ aus: Denn die Option wurde verkauft und müsste nun teurer zurückgekauft werden. Dieser Wertverlust wirkt somit auch negativ auf den Wert des Diskonts. In der Summe kann sich der Anleger jedoch entspannt zurücklehnen. Denn der Gewinn des Aktienbausteins übersteigt den Verlust der Optionskomponente, so dass für den Investor in der Summe ein Gewinn anfällt.

Es gibt jedoch noch zwei weitere Szenarien: ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 24/2004 (pdf, 196 kB), erschienen am 13.08.2004.

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