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HSBC Indian Equity und ABN Amro Indien Open End
Indien: Kursturbulenzen bieten günstige Einstiegsgelegenheit

Woran denken Sie beim Stichwort Indien? An Mutter Theresa, die Slums von Kalkutta, den Clinch mit Pakistan oder gar an Computerspezialisten? Alles richtig. Doch es gibt da noch eine weitere Assoziation: Das Land bescherte Emerging Markets-Investoren im letzten Jahr dreistellige Kurszuwächse und könnte über Jahre hinaus eine der attraktivsten Anlageregionen bleiben.
Geldanlage-Brief − Die Daten beeindrucken durchaus: Viertgrößte Volkswirtschaft, die Hälfte der 1,1 Milliarden Einwohner jünger als 25 und ein BIP-Wachstum von vier bis sieben Prozent pro Jahr. Und: Asienweit das Land mit der geringsten Exportabhängigkeit (BIP-Anteil: 10%). Folge: eine geringe Korrelation mit westlichen Börsen.

Kursdruck durch Linksruck
Hauptrisiko: Im Mai kam, für viele völlig überraschend, eine Linkspartei an die Macht. Anleger befürchteten, dass der neue Premier Manmohan Singh, 72, die vom Vorgänger Vajpayee eingeführten Reformen aufgeben werde. Folge: Kapitalabflüsse im Volumen von 800 Mio. US-Dollar allein im Mai (April: +1,5 Mrd. US-Dollar). Die Börse brach so stark ein, dass der Handel zeitweilig eingestellt wurde. Inzwischen haben sich die Wogen aber geglättet und der Aktienindex Sensex die Hälfte seiner Verluste wettgemacht. Grund der neuen Zuversicht: Die neue Regierung ist nicht das Schreckgespenst, für das man sie zunächst hielt. Vielmehr knüpft sie dort an, wo die alte kraft Wählervotum aufhören musste: Sie senkt die Einfuhrzölle, unterstützt Schlüsselzweige wie die Biotechnologie und hebt die Grenze, bis zu der sich Ausländer an Unternehmen beteiligen dürfen, deutlich an. Nur Privatisierungen hat sie fürs erste gestoppt - wohl auch, um Druck vom Aktienmarkt zu nehmen. Bedenken Sie: Hinter jeder vierten Börsennotiz steckt noch immer Staatsbesitz.
Der Kursrutsch hat dazu geführt, dass der indische Leitindex momentan nur noch mit einem KGV von etwa zwölf bewertet wird. Und der breite Markt ist noch deutlich günstiger zu haben.

Beachtliches Wirtschaftswachstum
Summa summarum könnte die Rechnung von Premier Singh aufgehen: Begünstigt auch durch einen milden Monsun mit gleichmäßigen Niederschlägen, stiegen die Im- und Exporte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres um 14 bzw. 25 Prozent. BIP-Prognose fürs Haushaltsjahr 2003/04: plus 8,2 Prozent (Vj.: gut 4%).
Und das Wachstum wird sich fortsetzen: Einer im Juli veröffentlichten Studie zufolge wird Indien auch in den kommenden Jahren relativ problemlos jährliche Wachstumsraten von sieben Prozent und mehr erreichen. Die Autoren der Studie, Dani Rodrik (Professor an der Harvard University) und Arvind Subramanian (Volkswirt beim IWF), begründen ihren Optimismus unter anderem mit der hohen Qualität der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Auf 40-Jahressicht halten die Volkswirte ein Wachstum von mehr als 5,3 Prozent pro Jahr für mehr als realistisch.

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Wenn Sie zwischen Bombay und Neu Delhi investieren möchten, ist ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 25/2004 (pdf, 188 kB), erschienen am 27.08.2004.

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