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Archiv > Geldanlage > Alternative Investments > Rohstoffe |
Rohstoffe Die Rohstoff-Hausse ist noch lange nicht zu Ende |
| Minenaktien, Rohstoffe und -fonds zählten in den vorigen Jahren zum Besten, was die Börse zu bieten hatte. Nach Gewinnen von einhundert Prozent und mehr denken viele Anleger nun an den Ausstieg. Doch das könnte sich womöglich als fataler Fehler erweisen, wie Aussagen von Wissenschaftlern jetzt zeigen. |
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Geldanlage-Brief −
Denn nachdem Analysten seit geraumer Zeit eine Fortdauer der Hausse prognostizieren, erhalten Anleger nun auch Beistand aus den Elfenbeintürmen. Wie aus einen Forschungsbericht der Vereinigung Europäischer Konjunkturinstitute hervorgeht, sind die historischen Höchststände bei den Rohstoffpreisen keineswegs der Zenit, von dem aus es nun wieder nach unten geht. Die Forscher, darunter auch das Institut für Weltwirtschaft (IfW) und das Hamburger Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA), rechnen im Gegenteil mit einer Beschleunigung beim Preisauftrieb. Stiegen die Preise, gemittelt über alle Rohstoffe, in 2003 um 14 Prozent, so werden es in diesem Jahr dreißig Prozent sein. Bei Energierohstoffen sagen die Forscher gar ein Plus von 35 Prozent voraus. Ausnahme: der Ölpreis. Er soll allenfalls um drei Prozent steigen.
Eklatante Fehlplanung in den Neunzigern
Grund für den Optimismus - Sie ahnen es - ist der chinesische Wirtschaftsdrache. Er allein verschlingt gut dreißig Prozent aller gewonnenen Eisenerze und jede fünfte Kupfertonne. Hält der Hunger auch nur annähernd an, werden Minenbetreiber auch weiterhin ein Problem haben, das Ihnen als Anleger nur recht sein kann: Viele Produzenten haben nämlich in den Neunzigern ihre Kapazitäten schlicht ohne China geplant und beim Investieren geknausert. Folge: Sie können die Nachfrage aus boomenden Volkswirtschaften kaum bedienen. Ein Trend, der durchaus noch einige Zeit anhalten sollte. Zumal: Ehe die neuen Anlagen produzieren können, verstreichen weitere Jahre. Manche Unternehmen suchen darum nach schnellen Lösungen zur Beseitigung ihrer Lieferengpässe. Wie der Goldförderer Harmony Gold, der jüngst 8 Mrd. US-Dollar locker machte, um den Konkurrenten Gold Fields zu übernehmen. Oder der britische Minenkonzern Xstrata mit Sitz in der Schweiz. Die Nummer vier unter den diversifizierten Rohstoffkonzernen liebäugelt aktuell mit WMC Resources. Preis einer möglichen Liaison: gut 5 Mrd. US-Dollar.
Große Unterschiede selbst innerhalb des Sektors
Lassen Sie sich vom Übernahmerausch aber bitte nicht anstecken. Rohstoffpreise und Kurse von Minenproduzenten sind hochvolatil und für Laien kaum prognostizierbar. Beispiel Eramet: In 2003 fuhr der französische Nickelproduzent 0,16 Cent Verlust je Aktie ein. Für 2004 rechneten Analysten mit 3,50 Euro. Tatsächlich wurden es 5,47 Euro. Plus der Aktie seit Januar: 75 Prozent. Oder nehmen Sie ThyssenKrupp: Im November meldete der Stahlkocher überaus passable Neunmonatszahlen. Was macht der Kurs? Er schmilzt. Wenn Sie im Januar eingestiegen wären, hätten Sie bislang nichts verdient. Umso erstaunlicher. Die französische Acelor, Nummer eins im Stahlgeschäft, erfreut die Anleger seit Monaten mit festen Notierungen. Plus 2004 bisher: fast siebzig Prozent.
Risikoarm via Zertifikat, mehr Rendite fördern mit Fonds
Wenn Ihnen Einzelaktien zu riskant sind, sollten Sie auf Paketlösungen setzen. Konservative Papiere, zumal solche mit Kapitalschutz und Währungssicherung, finden Sie ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 33/2004 (pdf, 176 kB), erschienen am 17.12.2004.
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