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Benchmark Opportunitas
Commerzbank emittiert neues Hedgefonds-Zertifikat

Die schlechte Nachricht kennen Sie zur Genüge: Ein Jahr nach Zulassung von Hedgefonds in Deutschland ist deren Bilanz eher rot statt rosig. Statt erwarteter 10 Mrd. Euro sammelte die Branche kaum mehr als 900 Mio. Euro ein und erreichte auch in punkto Rendite nur selten, was sie einst als Zielmarke vorgab. Die gute Nachricht aber: Wer sich die Mühe macht und sich auf die Suche begibt, findet durchaus Anbieter, die sich so gar nicht in dieses Muster einordnen lassen.
Geldanlage-Brief − Der österreichische Anbieter Benchmark ist ein solches Unternehmen. Seit der Gründung vor 14 Jahren hat das auf Alternative Investments spezialisierte Haus im Bereich Dach-Hedgefonds kein einziges Jahr mit einem Verlust abgeschlossen und in kurzer Zeit die Position des Marktführers in der Alpenrepublik erklommen. Verwaltetes Vermögen heute: gut 500 Mio. Euro.

Dieser Trumpf dürfte sich beim Vertrieb ihrer jüngsten Produkte auszahlen. Noch bis zum 18. März bietet Ihnen das Unternehmen in Kooperation mit der Commerzbank zwei bis März 2009 laufende Hedgefonds-Zertifikate zur Zeichnung an. Beide Papiere basieren auf dem neu geschaffenen Benchmark Opportunitas Hedgefonds-Index, der Ihr Kapital über mindestens 15 Fonds streut. Wie es von Benchmark heißt, nehme man nur Fonds auf, die eine "besonders innovative und interessante" Strategie verfolgen.

Fündig wurde man in zwei Bereichen: der Wandelanleihen-Arbitrage-Strategie und der ereignisorientierten Strategie. Zur Erinnerung: Im Bereich Wandelanleihen versucht ein Hedgefonds-Manager aus dem Preisunterschied zwischen Anleihe und Aktie Gewinne zu ziehen. Beim ereignisorientierten Investmentstil hingegen steht das Ausnutzen von Bewertungsunterschieden, etwa bei Übernahmen, im Vordergrund. Beide Fondsstile bringen es im Benchmark-Portfolio auf ein Gewicht von mehr als sechzig Prozent.
Daneben setzt die Mannschaft um Gründer und Geschäftsführer Georg Klein mit einem Anteil von 15 Prozent auf das Ausnutzen von Zinsunterschieden. Abgesicherte Aktienstrategien (11%), die risikoreichen Managed Futures (5%) und Multi-Strategie-Ansätze (5%) runden das Depot ab. Ziel der so erreichten Mischung: eine von Aktien- und Rentenlaunen unabhängige Rendite bei niedrigen Schwankungen.

Zwischen zehn und zwanzig Prozent pro Jahr
Variante eins, das Basis-Zertifikat (WKN CB1C4T), bildet den Opportunitas-Index im Verhältnis eins zu eins ab und soll eine Rendite von zehn Prozent bei Schwankungen von sechs Prozent im Jahr erreichen. Wenn Sie indes mehr herauskitzeln möchten, steht Ihnen ferner eine Turbo-Variante (WKN CB1C4S) zur Verfügung, die Sie gleich mit dem dreifachen Hebel an der Index-Performance beteiligt. Rendite- und Risikomarke hier: ein Ertrag von jährlich zwanzig Prozent bei einer Volatilität von höchstens 13 Prozent.

Sie sehen: Die Messlatten liegen hoch auf. Ob sie sich erreichen lassen, werden freilich erst die nächsten Jahre zeigen. Dabei freut es natürlich, dass die Österreicher ihre Produkte einer historischen Simulation unterzogen haben. Das Ergebnis: Mit dem Basis-Zertifikat hätten Sie von Januar 1998 bis Dezember 2004, so es in diesem Zeitraum bereits verfügbar gewesen wäre, einen Wertzuwachs von einhundert Prozent erzielt. Bei der Turbo-Variante wären gar mehr als 350 Prozent zu verdienen gewesen. Zum Vergleich: Mit einer Investition in den Dax hätten Sie im selben Zeitraum per Saldo lediglich Geld gewechselt.

Stark vor allem in schwachen Börsenmonaten
Schaut man sich die Resultate des Backtests en detail an, fallen zwei Aspekte ins Auge: Zum einen die Kontinuität, mit der die Opportunitas-Zertifikate ihre Renditen herausgearbeitet haben und zum anderen die relative Stärke in schlechten Börsenphasen. Den Katastrophenmonat September des Jahres 2002 etwa, als der Dax um gut 25 Prozent abrutschte, überstanden beide Titel mit Zugewinnen von 0,7 (Basis) bzw. 1,5 Prozent (Turbo) unbeschadet. In anderen, mit zweistelligen Einbußen ähnlich schwarzen Börsenmonaten, gaben sie allenfalls um zwei oder drei Prozent nach.
Gesamtergebnis der siebenjährigen Rückrechnung: eine Durchschnittsrendite von 10,5 Prozent pro Jahr beim Basis-Zertifikat und stolze 25 Prozent beim Turbo-Modell. Wichtig zudem: schwankungs- und damit risikoseitig blieben beide Titel deutlich unter dem Niveau einschlägiger Aktienindizes.

Kündigung ohne Zusatzkosten
Ein solches Ergebnis, wenn auch nur in der Simulation, könnte man sich freilich teuer bezahlen lassen. Umso mehr freut es, dass der Emittent bei den Kosten nicht überzieht, sondern Zurückhaltung übt: Mit einer Jahresgebühr von 0,5 Prozent bewegen sich die laufenden Kosten sogar eher auf dem Niveau passiv investierender Indexpapiere. Dazu kommt ein Ausgabeaufschlag von erträglichen fünf Prozent. Ebenfalls untypisch für ein Hedgefonds-Produkt: Sie müssen ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 04/2005 (pdf, 201 kB), erschienen am 11.03.2005.

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