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Commerzbank Rohstoff-Index-Zertifikat
Investieren in Rohstoffe

Heute kaufen wir Orangensaft und die Position Kakao aus der Vorwoche stellen wir glatt." Mit Verlust? "Ja, es ließ sich leider nichts machen." So oder ähnlich trug es sich in den Neunzigern am Telefon unbedarfter Privatanleger zu. Seinerzeit waren Rohstoffinvestments ein gern bemühtes Lockmittel dubioser Finanzvermittler. Je Deal kassierten sie oft zweistellige Provisionen. Solche Zeiten sind zum Glück vorbei. Und das Thema für Privatanleger auch dank neuer Investmentmöglichkeiten wieder attraktiv.
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Geldanlage-Brief − "Commodities", wie Rohstoffe im Börsenjargon heißen, haben einen vergleichsweise geringen Gleichlauf mit anderen Anlageklassen. Anleger erwerben folglich ein Stück Unabhängigkeit von der Börse. Und sie bieten Ihnen einen Schutz vor Geldentwertung. Kein Wunder, beginnt doch die Teuerung bei den Rohstoffen selbst, ehe sie sich über Zwischenprodukte bis in die Portemonnaies der Endverbraucher fortpflanzt. Beides, Börsenunabhängigkeit und Inflationsschutz, machen Rohstoffe zum sprichwörtlichen Grundwert für jedes gut sortierte Depot.

Umfangreiches Produktsortiment
Dabei freut es, dass Sie als Anleger nicht mehr auf teure Broker angewiesen sind, sondern sich einer breiten Palette transparenter Produkte bedienen können. Vorreiter bei der Markterschließung ist die ABN Amro. Die Niederländer halten zu fast jedem Segment mindestens ein Produkt vor. Ein Zertifikat auf Zucker, ein Optionsschein auf Orangensaft oder ein Knock-Out auf Kakao gefällig? Es gibt fast nichts, was es nicht gibt.

Einzelpreisprognosen äußerst schwierig
Nehmen Sie Zucker? Ihrem Depot könnte es schmecken. Grund: Der Zuckermarkt steht derzeit vor einem großen Umbruch. Bislang werden gerade einmal dreißig Prozent der weltweit produzierten Menge am freien Markt gehandelt. Da aber die EU die Restriktionen aufheben will, dürfte das Marktvolumen künftig erheblich wachsen. Nach gängiger Lehrmeinung müsste das den Preis (weiter) unter Druck setzen. In praxi könnte es jedoch ganz anders kommen. Grund: Brasilien der führende Billigerzeuger von Zucker, behält immer größere Teile der Ernte für sich. Die Ursache dieser an sich überraschenden Entwicklung finden Sie im Ölpreis. Da er die Ethanol-Herstellung zuletzt über die Maßen hinaus verteuerte, ersetzten die Latinos das Vorprodukt kurzerhand durch den Rohstoff Zucker. In diesem Jahr werden die Brasilianer schon die Hälfte ihrer Zuckerernte für die Ethanol-Produktion verwenden.

An diesem Beispiel sehen Sie, wie frappierend sich mitunter Wechselwirkungen ausnehmen können. Und: wie schwierig eine seriöse Preisprognose ist. Wenn Ihnen die Zeit zur Marktbeobachtung fehlt und Sie nicht auf die "Binärspekulation" zielen (Motto: Alles oder nichts), sollten Sie daher eher Korblösungen den Vorzug geben.

Rohstoffkörbe erheblich pflegeleichter
Eine solche kommt in diesen Wochen von der Commerzbank. Es ist ein Endlos-Zertifikat (WKN CB4365) auf den Stoxx Basic Resources Index. Darin: 18 nach Marktkapitalisierung gewichtete Rohstoffunternehmen. Die Schwerpunkte: Industriemetalle, Holz/Papier, Erdgas und Erdöl sowie in geringer Dosis Agrarprodukte.

Die größten vier Werte aus dem Index bringen es auf ein Gewicht von gut 64 Prozent. Dass das kein Nachteil sein muss, zeigt deren hohe Diversifikation. Beispiel Anglo American: Der 27 Mrd. Euro schwere Konzern ist in fast allen Segmenten aktiv: Er gewinnt 38 Prozent der weltweiten Platinproduktion, fördert Öl, baut Kohle ab und nennt über die Tochter AngloGold Ashanti die größten Goldreserven der Welt sein eigen. Die Besonderheit: Anglo Americans Kosten fallen in der Weichwährung Rand, die Einnahmen dagegen in härteren Dollars an.

Schwer im Index wiegt zudem mit gut 18 Prozent das weltweit größte Minenunternehmen Rio Tinto. Das Unternehmen zieht knapp ein Drittel der Umsätze aus Kupferminen. Eisenerze steuern 28 Prozent, Kohle 16 und Aluminium zwölf Prozent zum Erlös bei. Gut zu wissen: Durch die Präsenz in Australien profitiert Rio Tinto von den benachbarten Boomregionen China und Indien.
Den mit einem Gewicht von knapp 17 Prozent ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 07/2005 (pdf, 261 kB), erschienen am 22.04.2005.

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