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Archiv > Börse > Anleihen > Akzo Nobel, Syngenta, DaimlerChrysler |
Akzo Nobel, Syngenta, DaimlerChrysler Ein Trio mit vielen Qualitäten |
| Börsenexperten werden nicht müde, vor Anleihen zu warnen. Mit dem Verweis auf die Zinsanhebungen in den USA und die hohen Rohstoffpreise rechnen sie seit langem schon mit der "großen Zinswende". Doch der Markt hat die Experten bislang nicht erhört. Im Gegenteil: Er belohnte Anleger, die sich trotz aller Unkenrufe in Renten engagierten. |
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Geldanlage-Brief −
Wer zu Jahresbeginn etwa auf den Dax setzte, hat bisher nur Geld gewechselt. Wer dagegen eine zehnjährige Bundesanleihe kaufte, kann sich bis heute über ein Kursplus von annähernd vier Prozent freuen. Auch mit den vom Geldanlage-Brief empfohlenen Rententiteln liegen Sie bislang deutlich vorn.
Allerdings: Kommt es in den nächsten Monaten tatsächlich zu einer Korrektur, kann sie durchaus heftig ausfallen. Grund: Der Renditevorteil von Unternehmensanleihen im Vergleich zu den als sicher geltenden Bundespapieren ist inzwischen auf ein Minimum geschmolzen, das kaum mehr Raum für Kurssteigerungen zulässt. Zudem hat sich zwischen den Renditen von US- und Eurotiteln eine historisch beispiellose Kluft aufgetan. Regel Nummer eins daher: Kaufen Sie Qualität.
Akzo Nobel: Lack-Anleihe ohne Kratzer
Dass es die nicht nur im Bereich der Staats-, sondern auch bei Unternehmenspapieren gibt, zeigt die niederländische Akzo Nobel. Die bis zum 14. Juni 2011 laufende Anleihe (WKN 874037) des weltweit führenden Farben- und Lackherstellers bringt es auf ein blitzsauberes Rating von A-/A3. Grund der hohen Solidität: Vorstandschef Hans Wijers strukturiert das Unternehmen derzeit um. Er stärkt die Farbensparte durch Zukäufe und bereinigt die Pharmasparte durch Desinvestitionen. Das Ergebnis der Bemühungen finden Sie in der Bilanz. Diese weist für das Erstquartal 2005 einen um mehr als einhundert Prozent auf 287 Mio. Euro gestiegenen Nettogewinn aus. Die Niederländer dürften daher Zins- und Rückzahlung ihrer Anleihe (Kupon 4,25%, Rendite gut 3,5%) auch künftig ohne Verzug leisten.
Wenn Sie die Rententitel der Niederländer erwerben möchten, sollten Sie jedoch noch bis zur Ausschüttung am 14. Juni warten. Dann können Sie die Anleihe mit einem geringen Stückzinsanteil kaufen.
Syngenta: Neue Saat am Anleihemarkt
Wenn Sie dagegen bereit sind, eine längere Laufzeit in Kauf zu nehmen, dürfte Ihnen Syngenta gefallen. Das Schweizer Unternehmen entstand aus dem Zusammenschluss der Agrobereiche von Novartis und Astra Zeneca und setzte in 2004 mit 7,3 Mrd. Euro gut elf Prozent als im Vorjahr um.
Beide Sparten, Pflanzenschutz und Saatgut, laufen gegenwärtig so gut, wie seit Mitte der Neunziger nicht mehr. Kein Wunder also, dass die Kredit-Agenturen Syngenta mit einem soliden Rating von A-/A3 würdigen.
Zur Rückzahlung eines früheren Bonds hat Syngenta nun eine 500 Mio. Euro schwere Schuld aufgenommen (WKN A0D148). Dem bis 2015 laufenden Papier heftet ein ordentlicher Kupon von 4,13 Prozent an. Beim Kurs von derzeit 101,90 Prozent bringt es Ihnen eine Rendite von rund 3,9 Prozent, damit knapp siebzig Basispunkte mehr als eine Bundesanleihe vergleichbarer Laufzeit.
DaimlerChrysler: Ausgebremst von Ford & Co.
Deutlich kürzer, nämlich nur bis März 2008, läuft eine weitere, derzeit durchaus interessante Anleihe. Sie kommt von DaimlerChrysler (WKN A0DZP6), ist ausgestattet mit einem Kupon von 3,125 Prozent und bringt es bei ebenso qualitativ hoch stehendem Rating von A3 auf eine Rendite von etwa 3,3 Prozent. Zu verdanken haben Anleger diese im Vergleich zu den Vorwochen wieder leicht gestiegenen Rendite den Unbilden bei Ford und General Motors. Im Gefolge der Unsicherheiten bei den US-Autobauern gerieten nämlich auch die Schwaben-Anleihen kräftig unter Druck. Zu unrecht, wie wir meinen. Daher: eine Kaufgelegenheit für akuten Anlagenotstand.
Fazit: Wer es sich nicht leisten kann, auf Anleihen per se zu verzichten, weil er auf Zinseinnahmen angewiesen ist, findet ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 09/2005 (pdf, 285 kB), erschienen am 20.05.2005.
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