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ER Global XL-Zertifikat
Zwei Nordlichter beglänzen den Hedge Fonds-Markt

"Hedge Fonds senken das Risiko konventioneller Depots und erhöhen vielfach die Gesamtrendite." Es sind Sätze wie diese, die wohl in keinem Hochglanzprospekt der Anbieter fehlen. Doch wie steht es mit der Wirklichkeit? Der Geldanlage-Brief hat für Sie ein Produkt geortet, das die kühn beworbenen Renditeziele der Branche regelmäßig sogar noch überbietet. Rendite seit 1991: durchschnittlich fünfzehn Prozent pro Jahr.
Geldanlage-Brief − Es ist eine Ironie der Börse: Ausgerechnet in dem Jahr, in dem die Hedge Fonds-Industrie den lang ersehnten Segen der Behörden erhielt und erstmals auch deutsche Anleger ohne Umwege direkt in die Königsdisziplin der Geldanlage investieren können, rutschen viele der kühn beworbenen Produkte in die roten Zahlen. Besonders gebeutelt: Managed Futures. Die Branchenindizes von Standard & Poors und Credit Suisse First Boston (CSFB) weisen für die reizvollste aller Hedge Fonds-Strategien im Jahresvergleich ein Minus von fünf beziehungsweise gut einem Prozent aus. Doch das schwierige Marktumfeld hat auch sein Gutes: Es trennt die sprichwörtliche Spreu vom Weizen. Jetzt sehen Sie, wer das Prädikat "Alternatives Investment" wirklich verdient.

Vortrefflich verdient
Zwei der wenigen Manager, die sich erfolgreich vom Abwärtstrend abkoppeln konnten,, sind die Finnen Kay Rönnlund und Martin Estlander. Beide zeichnen verantwortlich für ein Handelssystem namens ER Global XL, das mit Futures auf Devisen, Agrarprodukte, Anleihen und Aktienindizes sowohl an steigenden als auch an fallenden Trends vortrefflich verdient. Seit dem Start des Systems im Jahr 1991 brachte es Ihnen nach Abzug aller Kosten im Schnitt eine Rendite von gut fünfzehn Prozent pro Jahr ab. Zum Vergleich: Der Branchenindex von CSFB schaffte es seither auf 6,5 Prozent pro Jahr. Rücksetzer gab es lediglich in drei Jahren, wobei das Jahr 1994 mit Einbußen von gut vierzehn Prozent den Tiefpunkt markierte.
Plus seit 2000: rund neunzig Prozent. Damit lassen die Skandinavier so ziemlich alles hinter sich: Aktienindizes wie den MSCI World, den weltweit ob seiner glanzvollen Performance angesehenen Templeton Growth Fund ebenso wie auch den unter deutschen Anlegern beliebten DWS Vermögensbildungsfonds I.

Permanente Optimierung
Stellt sich die Frage nach dem Rezept, das zu einer solchen Erfolgsserie führt. Estlander und Rönnlund nennen mehrere Gründe. Punkt eins: striktes Money Management. Pro Transaktion set-zen Sie nie mehr als ein oder zwei Prozent des Gesamtvermögens ein. Punkt zwei: Der Drang zur ständigen Optimierung ihres Systems. Indem sie zuletzt etwa auf die Mustererkennung kürzerer Trends setzten, können sie aktuell sowohl den Dax-Anstieg, als auch die Euro-Schwäche für sich buchen. Punkt drei: Die Abkehr vom Glauben, dass die Kauf- und Verkaufssignale aus dem Computer auch in Sondersituationen das Maß aller Dinge sind. Folgerichtig greifen sie in Extremsituationen schon mal ein und handeln auch gegen das System.
So geschehen nach den Ereignissen nach dem 11. September 2001: Drei Monate nach den Terroranschlägen schlossen sie auf diese Weise mit einem Plus von fast fünfzehn Prozent. Punkt vier: Die Finnen sind auch mit eigenem Geld dabei. Ihr Anteil am mehrere hundert Millionen Euro schweren Portfolio liegt zwischen zehn bis fünfzehn Prozent.

Anspruchsvolle, aber faire Kostenstruktur
Sie ahnen, dass man sich eine solche Erfolgsbilanz auch von der Kostenstruktur her ordentlich vergüten lassen könnte. Tatsächlich aber wachsen die Gebühren der Skandinavier nicht über das Branchenniveau hinaus. Der Ausgabeaufschlag für das über Barclays emittierte und monatliche handelbare ER Global XL-Zertifikat (WKN BC0AYD) liegt zwischen einem und fünf Prozent, die jährliche Managementgebühr bei 3,4 Prozent. Hinzu kommt eine Erfolgsbeteiligung ("Performance-Fee") von zwanzig Prozent auf neue Höchststände. Sie wird also nur dann fällig, wenn die Nordlichter zuvor mit guter Arbeit glänzten.
Aufschlussreich finden wir die Verwendung der ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 19/2005 (pdf, 275 kB), erschienen am 07.10.2005.

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