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Archiv > Börse > Anleihen > Christkindl, X-Mas und Nikolaus der Zweite |
Christkindl, X-Mas und Nikolaus der Zweite Banken locken mit weihnachtlichen Renditen |
| Haben Sie sich dieser Tage schon durch die weihnachtlichen Auslagen der Banken geklickt? Dann sind Sie ihm sicher schon begegnet. Nein, nicht dem Weihnachtsmann oder Nikolaus. Sondern den nach ihnen benannten Produkten. Die gibt es in diesem Jahr nämlich gleich in mehrfacher Ausführung: von der Deutschen Bank, der Credit Suisse First Boston und der WestLB. |
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Geldanlage-Brief −
Zuerst kommt, wie schon im vorigen Jahr, der Nikolaus der Deutschen Bank (WKN DB0N1K). Wenn Sie ihn zeichnen wollen, müssen Sie sich beeilen. Die Zeichnungsfenster schließen bereits heute um 16 Uhr. Doch zuvor gilt es, sich genau zu informieren. Denn Niko II hat mit dem Vorgänger aus 2004 (vgl. Geldanlage-Brief 31/2004) nur wenig gemein. Die Anleihe schüttet nicht in den ersten vier, sondern nur in den ersten beiden Jahren der maximal siebenjährigen Laufzeit je fünf Prozent aus. Danach knüpft sie die Ausschüttung an einen selbstgeflochtenen Aktienkorb, der mit 25 internationalen Titeln bestückt ist. Allerdings: In die Wertung kommt nur die Aktie mit der lausigsten Rendite, jeweils verglichen mit dem Startniveau vom 19.12.2005. Ein Fünftel ihrer Performance zuzüglich eines Fixums von fünf Prozent, das ist schließlich Ihr Jahreskupon.
Niko II bringt es auf bis zu 15 Prozent in drei Jahren
Haken: Die Performance kann freilich auch negativ ausfallen. Büßt der Loser des Korbes beispielsweise zwanzig Prozent ein, kassieren Sie nur ein Prozent (5% plus ein Fünftel von -20%). Ein Prozent - das ist zugleich der Mindestzins, den Ihnen "die Blauen" ab dem dritten Jahr garantieren. Um aber nicht Jahr für Jahr unter der Schwäche derselben Aktie zu leiden, sortiert die Deutsche Bank den Verlierer des Jahres für die Folgezeit aus.
Geerbt hat Niko II vom Vorgänger die Möglichkeit vorzeitiger Tilgung. Sobald die Summe aller Kupons die Schwelle von 15 Prozent erreicht, kommt es zur Rückzahlung der Anleihe. Heißt: Im besten Fall fließt Ihr Kapital schon nach drei Jahren zurück. Die Rendite liegt dann bei fünf Prozent pro Jahr. Im ungünstigsten Fall schüttet Niko II nach sieben Jahren nur 15 Prozent aus (2x Fixkupon + 5x Mindestzins). So oder so abzuziehen: der Ausgabeaufschlag von zwei Prozent.
Christkindl für die Freunde der einfachen Arithmetik
Deutlich einfacher beschaffen ist das Christkindl (WKN CSFB22). Das Produkt der Credit Suisse First Boston läuft fix drei Jahre und beschert Ihnen nach Ablauf des ersten Jahres 4,25 Prozent. Im Anschluss daran knüpft es die Ausschüttung ebenfalls an einen mit 25 Titeln bestückten Aktienkorb. Wieder zählt die Aktie mit der miesesten Jahresrendite. 35 Prozent dieser Rendite zuzüglich eines Fixums von sieben Prozent, das ist die Höhe der an Sie weitergereichten Ausschüttung. Beispiel: Beläuft sich der Verlust der schwächsten Aktie auf zehn Prozent, kassieren Sie 3,5 Prozent (7% + 35% x (-10%)). Bedenken Sie aber bitte: Die Schweizer beteiligen Sie zwar nur an positiven Renditen des EuroStoxx50, bieten Ihnen aber keine Sockelrendite beziehungsweise einen Mindestzins. Im ungünstigsten Fall können Sie in den Jahren zwei und drei daher auch gänzlich leer ausgehen. An Kosten fallen an: ein Ausgabeaufschlag von 0,95 Prozent.
Die WestLB setzt auf den EuroStoxx
Anders der Ansatz der WestLB: Ihre 2008 fällige X-Mas-Anleihe (WKN WLB37C) zahlt Ihnen in jedem Jahr einen Basiszins von 1,25 Prozent. Obendrauf packen die Landesbanker zwanzig Prozent der jährlichen Performance des EuroStoxx 50 als Zusatzzins. Gut zu wissen: Der Zusatzzins kann nie negativ werden. Kosten der Anleihe: ein Ausgabeaufschlag von einem Prozent.
Fazit: Wirklich überzeugen kann uns ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 24/2005 (pdf, 261 kB), erschienen am 16.12.2005.
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