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ABN Amro Africa Top 40-Zertifikat
So entdecken Sie den schwarzen Kontinent als Anleger

Afrika. Wohl kaum jemand, der nicht sofort an Armut, AIDS oder Analphabetismus denkt. Aber Afrika und Aktien? Abwegig, werden Sie sicher meinen. Doch dem ist nicht so, wie der Blick auf Wirtschaftsdaten und Investment-Möglichkeiten zeigt.
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Geldanlage-Brief − Tatsächlich finden Sie zwar unter den 53 afrikanischen Staaten viele Konfliktzonen, regiert von grotesken Stammesführern, die untereinander noch dazu im Dauerclinch stehen und blutige Bürgerkriege vom Zaun brechen. Doch wenn Sie genauer hinsehen, können Sie durchaus Mut machende Entwicklungen ausmachen: Sank die Wirtschaftsleistung vieler Länder vor wenigen Jahren noch kontinuierlich, so geht es in weiten Regionen jetzt umso stetiger bergauf. Afrika, das ist heute der Kontinent mit dem - nach Asien - weltweit dynamischsten Wachstum.

Afrika profitiert von der Hausse an den Rohstoffmärkten…
Hauptursache: Die Hausse an den Rohstoffmärkten. Der schwarze Kontinent ist in vielen Bereichen wichtiger Rohstofflieferant. Bei der Goldgewinnung kommen die Afrikaner auf einen Weltmarktanteil von 25 Prozent, bei Diamanten gar auf 50 Prozent. Beim Öl steuert Afrika immerhin jedes achte weltweit geförderte Barrel bei, Tendenz steigend: Nach Berechnungen des Beratungsdienstleisters IHS Energy wird Afrika schon in fünf Jahren 30 Prozent des weltweiten Öl-Produktions-Anstiegs und mehr als 25 Prozent der globalen Flüssiggas-Kapazität bereitstellen. Erst kürzlich gab der Gasimporteur E.On Ruhrgas bekannt, künftig auch in Afrika einkaufen zu wollen. Noch dichter an die Öl-Quellen rücken die Chinesen vor: Um den Antrieb ihrer Wirtschaft zu sichern, erwarben sie einen 45-Prozent-Anteil an einem großen Tiefsee-Ölfeld in Nigeria. Volumen der Transaktion: 2,3 Mrd. US-Dollar.

…und gewinnt auch als Reiseziel an Attraktivität.
Zusätzlich zum Hunger nach Rohstoffen befeuert der Tourismus die Wirtschaft. In Ostafrika etwa hat sich die Zahl der Touristen seit 1990 verdoppelt, im Süden vervierfacht. Gemittelt über ganz Afrika liegt das Wachstum bei 6,2 Prozent - ein Spitzenwert im "interkontinentalen Vergleich". Und, auch das eine Folge der Attraktivität: Viele Urlauber entdeckenn Südafrika als ihren Alterssitz. Beides, Tourismus und Zuzug, lassen die Immobilienpreise kräftig in die Höhe schnellen. Wenn Sie heute am Kap Grund und Boden erwerben, zahlen Sie das Doppelte dessen, was noch vor sechs Jahren zu berappen war. Auch stehen die Chancen auf eine Verfestigung des Trends gut: In vier Jahren lädt Südafrika zur Fußball-WM. Experten erwarten, dass allein dadurch zusätzlich 2,6 Mrd. Euro in die Wirtschaft fließen und 160.000 Arbeitsplätze entstehen, allen voran im Bau-, Tourismus- und Einzelhandelsgewerbe.

Als Anleger stehen Ihnen mehrere "Afrika-Scheine" zur Auswahl
Daran können Sie auch als Anleger partizipieren. Nahezu alle großen Unternehmen der Börse Johannesburg, dem wichtigsten Finanzplatz des Kontinents, sind auch in Deutschland notiert. So etwa der Baukonzern und WM-Profiteur Pretoria Portland Cement (WKN 867572).
Weniger Risikobereite sollten von Einzelwerten eher Abstand nehmen und Ihr Afrika-Investment breiter anlegen. Zum Beispiel mit dem South-Africa-2010-Select-Zertifikat der WestLB (WKN 699888). Das Papier investiert in einen Aktienkorb, bestehend auf elf gleich gewichteten Einzelwerten. Darunter Titel wie die Medienholding Naspers, Baustoff-Produzent Pretoria Portland oder auch SABMiller, der nach Marktkapitalisierung weltweit zweitgrößte Bierkonzern. Und auch: der Festnetz-Monopolist Telekom SA. Gemeinsamkeit aller: Sie sollen direkt oder indirekt von der WM profitieren. Rohstoffwerte bleiben folglich unberücksichtigt.
Zweiter Investment-Kandidat: Das WM-Südafrika-Zertifikat 1/11 der Dresdner Bank (WKN DR87ZJ). Auch "die Grünen" setzen vorrangig auf WM-Profiteure - insgesamt neun Werte. Vielfach sogar mit den gleichen Titeln. Doch mit dem Öl-, Gas- und Chemiekonzern Sasol und der Bau- und Medienholding Murray & Roberts packen Sie noch zwei Rohstoffwerte in den Korb. Was uns bei beiden Körben überhaupt nicht gefällt: Die Zertifikate sind statisch zusammengesetzt. Weder WestLB noch Dresdner machen sich die Mühe, sie während der Laufzeit anzupassen - Sie als Anleger werden mit Ihrem Investment also allein gelassen.

Repräsentativ und ausgewogen investieren mit dem Africa Top 40-Zertifikat
Wenn Sie repräsentativer investieren wollen, sollten Sie zum FTSE/JSE Africa Top 40-Zertifikat von ABN Amro greifen (WKN 256688). Es kommt ohne Laufzeitgrenze daher, beteiligt Sie mit unterschiedlicher Gewichtung an den vierzig größten Unternehmen Südafrikas und berücksichtigt von Werten aus dem Gesundheitswesen (12%) über Öl- (6%), Minen- (11%), TK- (3%) bis zu Nahrungs- (4%) und Finanzwerten (44%) das gesamte Spektrum der südafrikanischen Volkswirtschaft. Was uns gefällt: Die Niederländer erheben keine Verwaltungsgebühr. Sie zahlen lediglich eine - für das Produkt nicht zu hoch bemessene - Geld/Brief-Spanne von zwei Prozent.

Fazit: Südafrika bietet Ihnen sowohl aus Diversifikations- als auch Rendite-Aspekten eine interessante Depot-Ergänzung, die sich risikobereite Anleger am ehesten über breit streuende Afrika-Scheine erschließen. Am besten gefällt uns der Ansatz von ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 04/2006 (pdf, 259 kB), erschienen am 03.03.2006.

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