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Archiv > Börse > Zertifikate > Augur US Life II-Zertifikat |
Augur US Life II-Zertifikat So umgehen Sie geschlossene Fonds und senken Kosten und Steuern |
| Fonds auf US-Lebenspolicen. Für Sie als Leser des Geldanlage-Briefs sicher kein Fremdwort mehr. Bereits im Geldanlage-Brief 15/2004 hatten wir Ihnen das Konzept vorgestellt. Jetzt hat auch die Zertifikate-Branche das Thema entdeckt. Vorteil für Sie als Anleger: Es winken erhebliche Steuervorteile. |
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Geldanlage-Brief −
Zur Erinnerung: Anders als in Deutschland sind in den USA lebenslang laufende Lebenspolicen üblich. Viele Policen werden daher vorzeitig gekündigt. Malaise dabei: Die Versicherungen zahlen nur miese Rückkaufwerte. Viele veräußern Ihre Police daher im Zweitmarkt. Dort erhalten sie weit höhere Preise. Sie müssen dann keine weiteren Prämien mehr zahlen, denn die übernimmt fortan der Käufer - und kassiert im Todesfall des Versicherten die Versicherungssumme. Heißt: Erwirbt der Aufkäufer die Police zu guten Konditionen und liegt er mit der Prognose der Lebenserwartung richtig, erzielt er attraktive Renditen.
Markt mit strammem Wachstum - deutsche Anleger eher außen vor
Wechselten in 2001 Policen im Wert von 1 Mrd. US-Dollar den Besitzer, waren es 2005 bereits 8 Mrd. US-Dollar. Doch selbst dieses Volumen entspricht nur einem Promille am gesamten US-Lebensversicherungsmarkt. Bis 2008, so die Prognose der Branche, werde sich das Volumen mindestens verdoppeln.
Doch deutsche Anleger, die sich an einem Policen-Pool beteiligen wollen, hatten bislang wenig Freude. Weil der Fiskus viele Fonds als "gewerblich tätig" einstufte, sanken die Netto-Erträge deutlich (vgl. Geldanlage-Brief 20/2005).
Da trifft es sich gut, dass sich nun mit der Dresdner Bank und der Augur Capital Group zwei Gesellschaften gefunden haben, die das Thema für deutsche Anleger auf neue Weise wiederbeleben. Sie setzen erstmals auf die kostengünstige Zertifikate-Lösung. Ihr Produkt hört auf den Namen Augur US Life II-Zertifikat, läuft je nach Verlängerungsoption bis 2015 oder 2017 und birgt einen entscheidenden Vorteil: Die Erträge sind nach gegenwärtiger Rechtslage nach Ablauf der Spekulationsfrist steuerfrei.
Sicherheitskonzept soll Fehlgriffe verhindern
Doch das ist nicht der einzige Vorteil: Um Fehlgriffe zu minimieren, setzt Augur auf ein vierstufiges Sicherheitsnetz. Die Lebenserwartung des Versicherten lässt man von ausgewiesenen konservativen Gutachtern bestimmen. Im Anschluss holt Augur zu jedem Gutachten eine ärztliche Zweitmeinung ein. Weicht sie vom Erst-Gutachten ab, fällt der Kandidat durchs Raster; ein Kauf findet dann nicht statt. Die dritte Stufe gilt dem Portfolio selbst: Augur will mehr als 100 Policen erwerben und so Risiken zufälliger Streuungen weithin ausschalten. Ferner soll das Durchschnitts-Rating (S&P) der Lebensversicherer, deren Policen man hält, mindestens bei "A" liegen. Last not least unterwirft man sich noch einem ethischen Kodex: Die Policen-Aufkäufer nehmen vornehmlich vermögende Kunden mit einer Versicherungssumme von mehr als 1 Mio. US-Dollar ins Visier. Vorwürfe, wonach die Käufer Zwangslagen der Versicherten ausnutzten, gelten hier also nicht.
Konservative Rendite-Erwartung
Bleibt die Frage nach der Rendite. Das Zertifikat gibt es in zwei Varianten: mit und ohne Währungssicherung. Für die Dollar-Variante (WKN DR5FVA) erwartet Augur im Schnitt acht bis neun Prozent pro Jahr. Für das Euro-Papier (WKN DR0DDD) wegen der Währungssicherungkosten eine um zwei Prozentpunkte geringere Rendite von sechs bis sieben Prozent. Die Gebühr liegt in beiden Fällen unter denen vieler geschlossener Fonds: Sie zahlen ein Agio von fünf Prozent sowie eine Beratungsgebühr von zwei Prozent pro Jahr. Hinzu kommt eine Erfolgsbeteiligung von 12,5 Prozent pro Jahr - fällig nach Erreichen neuer Höchststände, wenn das Portfolio mit mehr als fünf Prozent pro Jahr im Plus liegt.
Fazit: Von seinen Ideengebern aus der Fondswelt hat das Produkt im Grunde nur die lange Laufzeit geerbt. Doch das sehen wir eher als ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 06/2006 (pdf, 206 kB), erschienen am 31.03.2006.
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