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SG M&A-Zertifikat und Sal. Oppenheim Squeeze Out-Basket
Welches sind die nächsten Übernahmekandidaten?

Reden wir heute einmal über die Leichtigkeit des schnellen Euros. Zum Beispiel durch den Kauf der Schering-Aktie, die Ihnen binnen vier Wochen 50 Prozent eingebracht hätte. Oder durch den Erwerb der ThyssenKrupp-Aktie, die Ihnen seit Dezember einen Gewinn von 35 Prozent einbrachte. Nun, was verbindet diese Werte? Es ist die Aussicht auf einen Eigentümerwechsel.
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Geldanlage-Brief − Doch wie findet man die nächste Schering? Zum Beispiel mit dem SG European Strategy Screen Tool der Société Générale. Es durchleuchtet ein Mal im Jahr gut 1.400 europäische und amerikanische Titel mit einer Kapitalisierung von mehr als 2 Mrd. Euro. Die Kriterien, bei denen das Radar anschlägt: Das Unternehmen muss relativ zur Branche geringe Umsätze erzielen, eine eher mäßige Kapitalrendite aufweisen und zudem schwächer als der Durchschnitt wachsen.
Folglich kam der Société Générale auch Schering schon vor der Ankündigung einer Übernahme ins Visier. Ebenso die spanische Endesa, die sich E.On zum Preis von fast 29 Mrd. Euro einverleiben will.
Dies, sowie die nette Performance von 39 Prozent seit Auflage im September 2004 nehmen die Franzosen nun zum Anlass, ihre Aktienlese unter dem Label M&A-Zertifikat (WKN SG63FU) in ein Anlageprodukt zu überführen. Das Endlos-Papier bietet Ihnen somit eine Jahr für Jahr aktualisierte Auswahl der fünfzig aussichtsreichsten Übernahme-Spekulationen. Die Kosten: konkurrenzlose 0,85 Prozent pro Jahr.

Von Squeeze-Outs profitieren
Übernahmen rufen allerdings nicht immer Freude unter Anlegern hervor. Geschehen sie schleichend und erwirbt der Aufkäufer die Anteile peu á peu, stabilisiert das zwar den Kurs. Doch die verbliebenen Aktionäre haben meist das Nachsehen, wenn "ihre Aktie" im Zuge eines so genannten Delistings vom Kursblatt verschwindet.
Seit 2002 gibt es daher eine Erweiterung des Wertpapier-Übernahmegesetzes. Demnach können Anteilseigner ab einem Anteil von 95 Prozent den Minderheitsaktionären ein Abfindungsangebot unterbreiten, um das Unternehmen vollständig zu übernehmen und so die Publizitätskosten einer Börsennotierung zu sparen. Das Ganze nennt sich Squeeze Out und wurde seitdem schon 260 Mal praktiziert. Prominente Beispiele: Discountbroker Consors oder die Ford-Werke.

Der neue Herr im Haus muss meist nachbessern
Der Reiz für Profi-Anleger: Großaktionäre müssen eine so genannte "angemessene Abfindung" zahlen. Da diese nach Ansicht der Minderheitsaktionäre oft zu lau ausfällt, kommt es häufig zum Spruchstellen-Verfahren. Und in 80 Prozent der Fälle tatsächlich zu einer Nachbesserung. Die Größenordnung: stattliche 30 bis 50 Prozent. Wer also gezielt auf - die zumeist unterbewerteten -Squeeze Out-Titel setzt, kann einen guten Schnitt machen.
Genau das ist der Ansatzpunkt des von Sal. Oppenheim emittierten Squeeze Out-Baskets (WKN SAL2QZ). In ihm bündeln die Kölner von A wie Anzag und Audi über D wie Dyckerhoff bis H wie Hypo- und Vereinsbank zehn Squeeze Out-Kandidaten. Mit Erfolg: Rund ein Jahr nach Auflage der Abfindungsauswahl freuen sich die Inhaber des Zertifikates über Gewinne von 48 Prozent. Weniger erfreulich indes: Der Korb hat einen stolzen Preis. Sal. Oppenheim verlangt pro Jahr Gebühren von 1,25 Prozent, dazu pro Quartal eine Erfolgsbeteiligung von zehn Prozent auf neue Höchststände.

Fazit: Der Fokus der Société Générale ist ... Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 06/2006 (pdf, 206 kB), erschienen am 31.03.2006.

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