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Archiv > Börse > Zertifikate > BNP Paribas Umwelt-Ethik-24, ABN Amro Öko-Invest und Alternative Energy |
BNP Paribas Umwelt-Ethik-24, ABN Amro Öko-Invest und Alternative Energy Die interessantesten New Energy-Zertifikate |
| Eigentlich, so darf man meinen, ist die Investition in erneuerbare Energien denkbar einfach: Sie investieren in ein Unternehmen Ihrer Wahl und behalten fortan nur noch den Ölpreis im Auge. Motto: Je teurer das schwarze Gold, umso wettbewerbsfähiger "Ihr" Wind-, Solar- oder Biogas-Unternehmen. |
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Geldanlage-Brief −
Natürlich: So einfach dürfte es künftig dann doch nicht mehr sein. Nehmen Sie den deutschen Markt: Die Branche plant bis 2012 zwar immense Investitionen von 70 Mrd. Euro, davon je etwa ein Drittel in Solar- und Biogas-Energie sowie 13 Mrd. Euro in die Nutzung der Windkraft. Die Crux aber: Viele Unternehmen beackern nur eine, allenfalls zwei Stufen der Wertschöpfungskette.
Beispiel Solarbranche: Wacker-Chemie produziert Reinsilizium, Solarworld verarbeitet es zum Wafer, Q-Cells zur Solarzelle und Solon zum Modul. Dienstleister wie Conergy schließlich arrangieren das einsatzbereite Solarsystem. Eine Spezialisierung, die bei steigenden Preisen bislang gut funktionierte.
Doch die hohen Margen rufen peu á peu starke Wettbewerber auf den Plan: Analysten erwarten, dass auch Großkonzerne wie Sharp, Sanyo oder SunTech den attraktiven Markt aufmischen. Folge dann: ein Konzentrationsprozess.
Das heißt für Sie als Anleger: Um von den Chancen der attraktiven Zukunftsbranche zu profitieren, sollten Sie Ihr Geld gut streuen - möglichst international.
Zwei Solarkörbe für Ihr Depot
Zertifikate, die Ihnen dieses leisten, sind das Solex-Papier der Société Générale (WKN SG0SUN) und das Solar Energy-Zertifikat von ABN Amro (WKN ABN43J). Beide basieren auf einem jeweils eigenen Solar-Index. Die Franzosen nutzen den World Energy Solar-Index, die Niederländer dagegen den von S&P berechneten Total Return Solar Energy Index. Zwei Indizes, eine Strategie: Beide Barometer bündeln die zehn größten Unternehmen der Branche, beide berücksichtigen auch Dividenden und beide werden zeitnah alle sechs Monate auf den neuesten Stand gebracht. Unterschiede gibt es nur bei der Gewichtung: Während ABN Amro anfänglich auf Gleichgewichtung setzt, ziehen die Franzosen den Börsenwert heran: Je teurer das Unternehmen, umso höher das Gewicht. Der schwerste Wert ist aktuell Solarworld (16,5%), gefolgt von der chinesischen Suntech (13%) und der deutschen Q-Cells (12,6%).
Die Kosten: Bei ABN Amro zahlen Sie 0,8, bei der Société Générale 0,85 Prozent pro Jahr. Beides ist angesichts der dahinter stehenden Managementleistung nicht zu hoch gegriffen.
Zertifikate für die Zukunftsbranche in Gänze
Natürlich ist die Solarbranche nur ein Subsektor. Für die Gesamtstrategie bedarf es der Streuung über mehrere Sektoren. Die wiederum leisten Ihnen zwei weitere Zertifikate: Das erste kommt von BNP Paribas. Die Franzosen haben in Kooperation mit dem Wiener Börseninformationsdienst Öko-Invest das Umwelt-Ethik-24-Zertifikat aufgelegt (WKN 583586). Es investiert im Wege eines mehrstufigen, transparenten Selektionsprozesses nach strengen ethischen und ökologischen Kriterien in 24 internationale Unternehmen, halbjährliche Anpassung inklusive. Bedingung unter anderem: Die Unternehmen müssen mindestens die Hälfte ihrer Umsätze im Umweltbereich erwirtschaften. Das Anlageresultat: Seit Auflage hat sich der Wert mehr als verdoppelt. Das relativiert dann auch die hohen Kosten von 1,5 Prozent p.a..
Auch ABN Amro zapft die Kompetenz des Wiener Börsendienstes um "Frontmann" Max Deml an. Ihr gleichnamiges Zertifikat Öko-Invest (WKN ABN2Z5) investiert zu gleichen Teilen in die acht stärksten Aktien des Naturaktien-Index nx-25 und des Fotovoltaik-Index PPVX, zwei von Öko-Invest entwickelte Qualitätsbarometer. Ein Brückenschlag zwischen ökologisch-ethischer und "solarer Allokation" folglich. In punkto Rendite steht er dem Ethik-24-Zertifikat um nichts nach: Wer zur Emission im Januar einstieg, liegt nun mit 30 Prozent vorn. Abzuziehen: Kosten von 1,5 Prozent p.a und ein Spread in gleicher Höhe.
Unser Favorit
Am besten gefällt uns jedoch ein anderes Papier: das Alternative Energy-Zertifikat von ABN Amro (WKN ABN5GH). Das Neue des Baskets: Er berücksichtigt in besonderem Maße den Sektor mit der höchsten Wachstumserwartung - die Brennstoffzellen-Technologie. Allein vier der zehn Basiswerte, die die Niederländer in Kooperation mit S&P ausgewählt haben, stammen aus diesem Bereich. Daneben: je zwei Titel der Wind-, Solar- und Wassersparte.
In punkto Pflege des Korbes geht ABN Amro einen Schritt weiter: Um Klumpen-Risiken zu senken, setzen sie die Gewichte alljährlich auf zehn Prozent zurück. Das Ergebnis der Strategie in der Rückrechnung bis Oktober 2000 ist ein Gewinn von 100 Prozent. Resultat unter Live-Bedingungen seit November 2005:ein Plus von 20 Prozent.
Die Kosten: ABN Amro zwackt zwar 25 Prozent der Dividenden ab, verlangt dafür aber auch nur Management-Gebühren von einem Prozent pro Jahr. Kostenseitig liegt das Papier daher mit der Peer-Group etwa gleichauf.
Fazit: Betrachten Sie "grüne Anlagen" generell als Langfrist-Investments. In diesem Kontext empfehlen wir Ihnen, ...
Den vollständigen Beitrag finden Sie im Geldanlage-Brief 11/2006 (pdf, 178 kB), erschienen am 09.06.2006.
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